{"id":39,"date":"2020-10-16T17:05:55","date_gmt":"2020-10-16T15:05:55","guid":{"rendered":"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/kennwerte\/"},"modified":"2025-08-07T14:44:55","modified_gmt":"2025-08-07T12:44:55","slug":"kennwerte","status":"web-only","type":"chapter","link":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/kennwerte\/","title":{"rendered":"Kennwerte"},"content":{"raw":"<h1>2.0 Einf\u00fchrung Kennwerte<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <strong>Ziel der deskriptiven Statistik<\/strong> ist es, Muster in den Daten sichtbar zu machen. Das bedeutet, konkret Daten in eine \u00fcbersichtliche Form zu bringen, die f\u00fcr den Betrachter leicht fassbar ist. Dazu besch\u00e4ftigt sich die deskriptive Statistik mit der Organisation, Darstellung und Zusammenfassung von Daten. Dies kann grunds\u00e4tzlich auf zwei unterschiedliche Weisen erfolgen:<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li>Daten k\u00f6nnen anhand von <strong>Kennwerten<\/strong> zusammengefasst werden<\/li>\r\n \t<li>Daten k\u00f6nnen <strong>graphisch<\/strong> (oder tabellarisch) dargestellt werden (siehe Kapitel 3).<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Beiden Ans\u00e4tzen gemein ist das Ziel, gro\u00dfe Mengen an Daten und komplexe Zusammenh\u00e4nge schnell und einfach verst\u00e4ndlich zu machen. Leider erkennt man bei umfangreichen Daten auf den ersten Blick oft nicht, was in den Daten steckt und es ist schwierig, die Daten, also viele Werte auf einer Variablen, mit Worten zu beschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Freund gefragt wie alt die Studierenden in Ihrem Studiengang sind. Selbst wenn Sie eine Liste (Daten) mit dem jeweiligen Alter (Merkmalsauspr\u00e4gung) aller Kommilitonen (Merkmalstr\u00e4ger) vor sich liegen haben, ist es nicht einfach eine kurze und pr\u00e4zise Antwort auf diese Frage zu geben. Sie k\u00f6nnten z.B. eine Tabelle erstellen, die die H\u00e4ufigkeiten der Altersgruppen wiedergibt (z.B. 12 Studenten sind 18 Jahre, 15 Studenten sind 19 Jahre etc.). <strong>Kennwerte<\/strong> erlauben Ihnen hier eine<strong> einfachere und schnellere Antwort<\/strong>. So k\u00f6nnten Sie zum Beispiel sagen der j\u00fcngste Student ist 17 und der \u00c4lteste 36 (Spannweite), oder das Durchschnittsalter (Mittelwert) ist 22,5 Jahre. Kennwerte haben dabei den Anspruch die Verteilung einer Variablen in meist nur einem einzigen Wert (z.B. Durchschnittsalter) wiederzugeben. Dabei geht nat\u00fcrlich auch Informationsgehalt verloren.\u00a0 Daher werden wir uns im Folgenden damit Besch\u00e4ftigen, welche Kennwerte f\u00fcr welche Fragestellungen geeignet sind und wie man diese berechnet.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/ncLIfOTNGos\">Video 2.0 Kennwerte - Einf\u00fchrung<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/ncLIfOTNGos\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Statistische Kennwerte<\/strong> (auch Ma\u00dfzahlen oder kurz Statistiken genannt) haben die Funktion, <strong>in zusammengefasster (aggregierter) Form<\/strong> Auskunft \u00fcber Eigenschaften von Verteilungen zu geben. Aus vielen einzelnen Werten werden also einige wenige resultierende Werte gebildet, die Aussage \u00fcber die Beschaffenheit einer Verteilung geben. Statistische Kennwerte sind oft die Grundlage f\u00fcr weitere statistische Auswertungen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mithilfe von statistischen Kennwerten k\u00f6nnen wir die Verteilung einer Variablen\u00a0hinsichtlich der <strong>zentralen Tendenz<\/strong> bzw. der <strong>Streuung<\/strong> ihrer Messwerte beschreiben.<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Ma\u00dfe der zentralen Tendenz<\/strong> (auch Lokationsma\u00dfe oder Lagema\u00dfe) repr\u00e4sentieren alle Messwerte einer Verteilung zusammenfassend und zeigen sozusagen den Schwerpunkt der Verteilung auf.<\/li>\r\n \t<li><strong>Streuungsma\u00dfe<\/strong> (auch Variabilit\u00e4ts- oder Dispersionsma\u00dfe) geben Auskunft \u00fcber die Variation der Messwerte, also dar\u00fcber, wie unterschiedlich ein Merkmal verteilt ist und wie weit diese um den Schwerpunkt streuen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1077 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-1024x691.png\" alt=\"\" width=\"579\" height=\"391\" \/>\r\n\r\nWir werden uns nun zun\u00e4chst den Ma\u00dfen der zentralen Tendenz n\u00e4her widmen.\r\n<h1>2.1 Ma\u00dfe der zentralen Tendenz (auch Lokationsma\u00dfe oder Lagema\u00dfe)<\/h1>\r\n<div>\r\n\r\nNehmen wir an, wir wollen jemandem mitteilen, was das Ergebnis einer Umfrage ist,\u00a0 beispielsweise:\r\n<ul>\r\n \t<li>wie sympathisch ist Angela Merkel?<\/li>\r\n \t<li>wie viele Burger essen Kinder in Deutschland?<\/li>\r\n \t<li>sind Kinder in Deutschland \u00fcbergewichtig?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierf\u00fcr brauchen wir einen Kennwert, der\u00a0<strong>alle\u00a0Messwerte einer Verteilung<\/strong> zusammenfassend repr\u00e4sentiert. Hierzu geben Lagema\u00dfe Auskunft, indem sie die zentrale <strong>Tendenz einer Verteilung<\/strong> in Einheiten der zugrunde liegenden Skala angeben, also beschreiben, wo das <strong>Zentrum<\/strong> oder der Schwerpunkt einer Verteilung liegt. Das bedeutet, dass ein Wert m\u00f6glichst gut die ganze Verteilung repr\u00e4sentieren soll, was einen ziemlich hohen Anspruch darstellt. Daher ist es unerl\u00e4sslich, neben diesen Kennwerten auch immer zus\u00e4tzlich die ganze Verteilung zu betrachten und die Lagema\u00dfe gegebenenfalls um Streuungsma\u00dfe zu erg\u00e4nzen.<\/p>\r\nGebr\u00e4uchlich sind drei verschiedene Ma\u00dfe der zentralen Tendenz bzw. Lagema\u00dfe:\r\n<ul>\r\n \t<li>Modus<\/li>\r\n \t<li>Median<\/li>\r\n \t<li>Arithmetisches Mittel (Mittelwert)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus gibt es weitere Ma\u00dfe der zentralen Tendenz f\u00fcr spezielle Anwendungen wie das geometrische Mittel oder das getrimmte Mittel. Wir wollen uns im Folgenden aber nur mit den Erstgenannten besch\u00e4ftigen und werden diese nun vertiefen.<\/p>\r\n\r\n<h1>2.2 Modus<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Modus<\/strong> (Modalwert) ist der Wert, der in der Verteilung einer diskreten Variable <strong>am h\u00e4ufigsten<\/strong> vorkommt (Wenn Sie nicht mehr ganz sicher sind, was eine diskrete Variable ist, schauen Sie doch nochmal in <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/chapter-1-2\/#chapter-23-section-4\">Kapitel 1.3)<\/a>. Folglich ist es auch der Wert, der am wahrscheinlichsten ist, wenn wir zuf\u00e4llig eine Stichprobe aus der Gesamtheit der Messwerte herausgreifen. Es kann auch mehr als einen Modus geben (Plural: Modi). Man spricht dann von einer bimodalen bzw. multimodalen Verteilung.<\/p>\r\nKennwerte werden mit lateinischen Buchstaben - \u00fcblicherweise kursiv - angegeben. Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Modus ist dabei <strong><em>Mo<\/em><\/strong>.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1070 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2.png\" alt=\"\" width=\"594\" height=\"263\" \/>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nNehmen Sie an, wir erheben bei 10 Studierenden die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und erhalten folgende Werte:\r\n\r\n159 cm, 178 cm, 152 cm, 193 cm, 155 cm, 166 cm, 170 cm, 182 cm, 178 cm, 179 cm\r\n\r\n<strong>Was ist\u00a0 hier der Modus?<\/strong>\r\n\r\nDer Modus ist <em>Mo<\/em> = 178 cm. Denn der Messwert 178 cm kommt zweimal, alle anderen Werte kommen jeweils nur einmal vor.\r\n\r\nAchtung: Der Modus ist der Wert mit der h\u00f6chsten Auftrittsh\u00e4ufigkeit, nicht der h\u00f6chste Wert!\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h1>2.3 Median<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Median (Medianwert) ist der Wert, der eine der Gr\u00f6\u00dfe nach geordnete H\u00e4ufigkeitsverteilung, in zwei gleichgro\u00dfe H\u00e4lften teilt. Hierf\u00fcr muss man bei der Berechnung also zwei Schritte ber\u00fccksichtigen. Zun\u00e4chst ordnet man alle Werte der Gr\u00f6\u00dfe nach an (z.B. von dem geringsten bis zum h\u00f6chsten Burgerkonsum) und dann sucht man den Wert, der genau in der Mitte liegt. Anders ausgedr\u00fcckt ist das am Beispiel des Burgerkonsums genau die Person, bei der es gleich viele Personen gibt, die weniger und die jeweils mehr Burger als sie selbst essen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es nicht immer die eine Person gibt, die genau in der Mitte steht.<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li>Bei ungerader Anzahl von Werten ist es der Wert in der Mitte, wenn man die Messwerte der Gr\u00f6\u00dfe nach anordnet.<\/li>\r\n \t<li>Bei gerader Anzahl von Werten wird das arithmetische Mittel aus dem gr\u00f6\u00dften Wert der unteren H\u00e4lfte und dem kleinsten Wert der oberen H\u00e4lfte berechnet.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1071 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"324\" \/>\r\n\r\nF\u00fcr eine sehr gro\u00dfe Anzahl an Werten (oder Personen) kann es oft sehr aufwendig sein, die Mitte zu bestimmen. Hierf\u00fcr kann man sich mit der folgenden Formel behelfen:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-24 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Median-300x97.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"54\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Formel steht das \"n\" f\u00fcr die Anzahl der Werte oder Personen. Gibt es beispielsweise 213 Personen, so ist die Mitte bei 213+1 also 214 : 2 = 107. Das hei\u00dft Sie suchen in der (nach Gr\u00f6\u00dfe geordneten) Liste der Personen die 107. Person heraus.<\/p>\r\n<strong>Statistische Eigenschaften des Median:<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Setzt mindestens Ordinalskalenniveau voraus.<\/li>\r\n \t<li>Die Summe der absoluten Abweichungen vom Median ist minimal.\r\nDas hei\u00dft, der Median ist der Wert, von dem alle \u00fcbrigen Werte im Durchschnitt am wenigsten abweichen.<\/li>\r\n \t<li>Vorteil: Der Median ist relativ wenig anf\u00e4llig gegen\u00fcber Ausrei\u00dfern.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDie Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Median ist <em><strong>Md<\/strong><\/em>.\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel Median 1<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nNehmen Sie an, wir erheben bei 11 Studierenden die Anzahl der Follower auf Instagram und erhalten folgende Werte:\r\n\r\n108, 103, 1252, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98\r\n\r\nWas ist hier der Median?\r\n\r\nBerechnung:\r\n<ol>\r\n \t<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121,1252<\/li>\r\n \t<li>Wir bestimmen, welcher Wert in der Mitte liegt. Optisch oder \u00fcber die Formel (11 + 1 \/ 2) = 6<\/li>\r\n \t<li>Der 6. Wert ist 98 also lautet unser Median: Md=98<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel Median 2<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nWas w\u00e4re nun wenn wir den Wert 1252 herausnehmen, da sich herausstellt, dass dies eine Fehleingabe war?\u00a0 Somit haben wir nun noch 10 Studierende und die jeweilige Anzahl der Follower:\r\n\r\n108, 103, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98\r\n\r\nWas ist dann der Median?\r\n\r\nDie Berechnung erfolgt genauso wie bisher auch.\r\n<ol>\r\n \t<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121<\/li>\r\n \t<li>Wir bestimmen, welcher Wert in der Mitte liegt. Da wir nun nur noch 10 Werte und damit eine gerade Anzahl an Werten haben, m\u00fcssen wir das arithmetische Mittel aus dem gr\u00f6\u00dften Wert der unteren H\u00e4lfte und dem kleinsten Wert der oberen H\u00e4lfte berechnen. Der Median liegt zwischen dem 5. und 6. Wert, also zwischen \u201e93\u201c und \u201e98\u201c.<\/li>\r\n \t<li><em>Md<\/em> = ((93+98))\/2 = 95,5<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese beiden Rechenbeispiele sollen auch zeigen, dass sich durch die Herausnahme eines hohen Wertes der Median ver\u00e4ndert und erwartungsgem\u00e4\u00df sinkt (von 98 im oberen Beispiel auf 95,5 im unteren). Behalten Sie dieses Ergebnis im Hinterkopf, da wir im n\u00e4chsten Kapitel das arithmetischen Mittel f\u00fcr die selben Zahlen berechnen werden.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/wRHYI22Ggv4\">Video 2.2 Kennwerte Lagema\u00dfe Median und Modus<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/wRHYI22Ggv4\r\n<h1>2.4 Arithmetisches Mittel (Mittelwert)<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Mittelwert<\/strong> bzw. das <strong>arithmetische Mittel<\/strong> ist die Summe aller Messwerte dividiert durch die Anzahl der Messwerte n. Auch wenn der Mittelwert vielen aus dem Alltag bekannt ist, so scheint die Formel f\u00fcr diesen Kennwert auf den ersten Blick doch komplex:<\/p>\r\n<img class=\"wp-image-243 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelwert.png\" alt=\"\" width=\"99\" height=\"87\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mathematische Summenzeichen \u2211 sagt aus, dass alle Werte eine Variablen x vom ersten Wert (i=1) bis zum n-ten Wert aufsummiert werden.\u00a0 Beispielsweise k\u00f6nnten wir das Alter unserer Mitarbeiter abfragen und unsere Variable x (in diesem Fall das Alter) hat die drei Werte: x<sub>1<\/sub> = 32, x<sub>2<\/sub> =19 und x<sub>3<\/sub> = 27. Dann bedeutet das Summenzeichen \u2211, dass wir alle Werte x vom Wert mit dem Index 1 bis zum letzten, in diesem Fall 3, aufsummieren. Also in diesem Fall einfach 32 + 19 + 27 = 78. Im Folgenden wird dann durch die Anzahl der Werte (n) geteilt. also in diesem Fall 78 \/3 = 26. Anders als beim Median flie\u00dfen beim arithmetischen Mittel alle Werte in die Berechnung des Mittelwerts mit ein, dadurch bekommen auch Ausrei\u00dfer und Extremwerte Gewicht, was dazu f\u00fchren kann, dass der Mittelwert die wahre zentrale Tendenz der Werte nur verzerrt wiedergibt. Im Falle unseres Burgerkonsums-Beispiels erhalten wir einen Mittelwert von 3,13 Burgern pro Monat.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1072 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2.png\" alt=\"\" width=\"637\" height=\"313\" \/>\r\n\r\nDie Abk\u00fcrzung f\u00fcr das arithmetische Mittel ist\u00a0 <img class=\"alignnone wp-image-248\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/x_quer-1.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"18\" \/>\u00a0 (\u00fcblicherweise gesprochen als x - quer).\r\n\r\n<strong>Statistische Eigenschaften:<\/strong>\r\n<ul>\r\n \t<li>Setzt mindestens Intervallskalenniveau voraus.<\/li>\r\n \t<li>Die Summe der Abweichungen aller Messwerte vom Mittelwert ist Null.<\/li>\r\n \t<li>Die Summe der quadrierten Abweichungen der Messwerte vom Mittelwert ist ein Minimum.<\/li>\r\n \t<li>Es werden alle Werte bei der Berechnung ber\u00fccksichtigt, dadurch ist der Mittelwert anf\u00e4llig f\u00fcr Ausrei\u00dfer.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<div>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel 1<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nWie ist der Mittelwert der Anzahl der Instagram-Follower der 11 Studierenden aus dem obigen Beispiel?\r\n\r\nWir haben die Werte: 108, 103, 1252, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98\r\n\r\nWir setzen in die Formel von oben ein:\r\n\r\n<img class=\"wp-image-27 alignleft\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-300x69.png\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"31\" \/>\r\n\r\n<\/div>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<\/div>\r\n<div>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel 2<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nWas w\u00e4re, wenn wir den Extremwert wieder streichen?\r\n\r\n108, 103, <del>1252<\/del>, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98\r\n\r\n<img class=\"alignnone wp-image-28\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-300x89.png\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"36\" \/>\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie die beiden Rechenbeispiele betrachten, sollte Ihnen auffallen, dass der Mittelwert sich durch die Herausnahme eines einzelnen Wertes sehr stark \u00e4ndert (von 187,5 auf 81,1). Im gleichen Fall (bei den gleichen Werten) hat sich der Median jedoch nur von 98 auf 95,5 verringert. Dies zeigt eindrucksvoll wie anf\u00e4llig das arithmetische Mittel f\u00fcr Ausrei\u00dfer ist: Bereits ein einzelner Wert kann den Mittelwert sehr stark beeinflussen.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/F0CIfCsCDd0\">Video 2.1 Kennwerte \u2013 Arithmetisches Mittel<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/F0CIfCsCDd0\r\n<h1>2.5 Ma\u00dfe der zentralen Tendenz - \u00dcbersicht<\/h1>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr Leben ist wahrscheinlich nun etwas komplizierter geworden. W\u00e4hrend Sie bisher einfach den Mittelwert berechnet haben, m\u00fcssen Sie sich zuk\u00fcnftig zwischen mindestens drei Kennwerten entscheiden, die alle den Anspruch haben, die zentrale Tendenz einer Variablen aufzuzeigen. Welches Lagema\u00df ist nun das Beste? Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich ganz davon ab, was f\u00fcr eine Verteilung und was f\u00fcr eine Variable Sie vorliegen haben. Ist die interessierte Variable nominalskaliert, so bleibt nur der Modus. Haben Sie eine ordinalskalierte Variable vorliegen, so k\u00f6nnten Modus oder Median zum Einsatz kommen und ab Intervallskalenniveau k\u00f6nnen alle drei Kennwerte verwendet werden. In diesem Fall gilt es abzuw\u00e4gen wie stark die Verzerrung durch Ausrei\u00dfer auf den Mittelwert zu erwarten ist. Bei sehr gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilungen ist der Mittelwert die beste Wahl, bei ungleichm\u00e4\u00dfigen Verteilungen mit Ausrei\u00dfern ist der Median oft die sensiblere Entscheidung. Die folgende Tabelle gibt nochmal eine \u00dcbersicht hierzu:<\/p>\r\n&nbsp;\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 68px;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Skalenniveau der\r\nVariable<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Modus<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Median<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Mittelwert<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Nominal<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Ordinal<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Intervall<\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1073 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5.png\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"318\" \/>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/d_bhw2hGL5o\">Video 2.3 Kennwerte \u2013 welches Lagema\u00df ist das Richtige?<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/d_bhw2hGL5o\r\n<h1>2.6 Streuungsma\u00dfe<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Verteilungen k\u00f6nnen <strong>gleiche Ma\u00dfe der zentralen Tendenz<\/strong> (z.B. Mittelwert) besitzen, dabei aber unterschiedlich breit streuen (d.h. unterschiedlich stark vom Mittel abweichen). Nehmen wir als Beispiel an, ein Sch\u00fcler wird von seinen Eltern gefragt, wie denn die anderen Sch\u00fcler in der Mathe-Klausur abgeschnitten haben. Wahrheitsgem\u00e4\u00df antwortet er, dass der Mittelwert in der Klasse bei einer Note 3 lag. Das kann jedoch ganz unterschiedliche Gr\u00fcnde haben: Alle vier Verteilungen, die nachfolgend abgebildet sind, haben den gleichen Mittelwert von 3. Sie sehen jedoch sofort, dass die Verteilungen sehr unterschiedlich sind. Im einen Extremfall haben alle Sch\u00fcler eine 3 geschrieben, im anderen Extremfall hat kein einziger Sch\u00fcler eine 3 geschrieben.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1076 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-1024x193.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"193\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund ist es wichtig, auch f\u00fcr die Streuung ein Ma\u00df zu finden, das mit nur einem Wert einen R\u00fcckschluss auf die Streuung zul\u00e4sst. Die n\u00e4chste Gruppe der Kennwerte, die sogenannten Streuungsma\u00dfe, haben genau diese Aufgabe.<\/p>\r\nStreuungsma\u00dfe geben grunds\u00e4tzlich Auskunft \u00fcber die <strong>Variabilit\u00e4t<\/strong> der Werte, d.h. wie weit die Werte um die zentrale Tendenz verteilt liegen. Wir unterscheiden folgende Streuungsma\u00dfe (manchmal auch Dispersionsma\u00dfe genannt):\r\n<ul>\r\n \t<li>Spannweite\/Range<\/li>\r\n \t<li>Varianz<\/li>\r\n \t<li>Standardabweichung<\/li>\r\n \t<li>Interquartilsabstand<\/li>\r\n<\/ul>\r\nIm Folgenden wollen wir uns nun genauer mit diesen Kennwerten auseinandersetzen.\r\n<h1>2.7 Spannweite \/ Range<\/h1>\r\nDie <strong>Spannweite <\/strong>(auch: Variationsbreite; bzw. aus dem englischen Range) ist die Differenz zwischen dem gr\u00f6\u00dften (Maximum) und dem kleinsten Wert (Minimum).\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1084 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-1024x220.png\" alt=\"\" width=\"796\" height=\"171\" \/>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Beispiele<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nIm Instagram-Follower-Beispiel:\r\n\r\n22, 40, 53, 57, 93, 1.252, 98, 103, 108, 116, 121\r\n\r\nWas ist hier die Spannweite?\r\n\r\nBerechnung:\r\n<ol>\r\n \t<li>Minimum und Maximum bestimmen: Minimum = 22, Maximum = 1.252<\/li>\r\n \t<li>Spannweite = 1.252\u2013 22\u00a0 = 1.230<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Nachteil der Spannweite ist, dass <strong>nicht alle Werte ber\u00fccksichtigt<\/strong> werden (nur die Randwerte finden Ber\u00fccksichtigung) und die Spannweite damit sehr stark von Extremwerten abh\u00e4ngig ist.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/rD8prkL-VC4\">Video 2.4 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Spannweite<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/rD8prkL-VC4\r\n<h1>2.8 Interquartilsabstand<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 1.125rem;\">E<\/span>ine L\u00f6sung f\u00fcr das letztere Problem ist es, die Extremwerte aus der Analyse auszuschlie\u00dfen und sich z.B. nur mit den <strong>50% der Werte in der Mitte der Verteilung<\/strong> zu besch\u00e4ftigen. Dies ist der sogenannte Interquartilsbereich,\u00a0 oder Interquartilsabstand. Im Gegensatz zur Spannweite, die das Minimum und Maximum des gesamten Datensatzes abbildet, repr\u00e4sentiert der Interquartilsabstand die mittleren 50% der Werte und ist damit nur wenig durch Ausrei\u00dfer (besonders gro\u00dfe oder besonders kleine Werte) beeinflusst. Die Berechnung \u00e4hnelt dem Median. Zun\u00e4chst ordnet man die Werte der Gr\u00f6\u00dfe nach an.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1086 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-1024x214.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"214\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zweiten Schritt teilt man die Verteilung in vier gleiche Teile auf. Die vier daraus resultierende Quartile finden in der Statistik h\u00e4ufig Verwendung und werden 1., 2., 3. und 4.Quartil genannt.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1087 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-1024x218.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"218\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Spannweite zwischen Beginn des zweiten und Ende des dritten Quartils repr\u00e4sentiert dabei den <strong>Interquartilsabstand<\/strong>.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1088 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-1024x230.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"230\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese zwei Randwerte lassen sich mit der Formel 0,25 \u22c5 n bzw. 0,75 \u22c5 n sehr leicht ermitteln. In unserem Beispiel ergibt dies bei <em>n<\/em> = 16 Werten den 4. Wert (0,25 \u22c5\u00a0 16 =4) und den 12.Wert (0,75 \u22c5\u00a0 16 = 12). Erh\u00e4lt man bei dieser Berechnung einen ungeraden Wert, dann wird stets aufgerundet. Haben wir zum Beispiel <em>n<\/em> = 10 Werte, so nimmt man den 3. Wert (0,25 \u22c5 10 = 2,5 - aufgerundet 3) und den 8. Wert (0,75 \u22c5 10 = 7,5 aufgerundet 8).<\/p>\r\nDie Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Interquartilsabstand ist <em><strong>IQR<\/strong><\/em> (aus dem Englischen f\u00fcr interquartil range).\r\n\r\nStatistische Eigenschaften:\r\n<ul>\r\n \t<li>Es liegen immer insgesamt 50% der Daten innerhalb des Interquartilsabstands<\/li>\r\n \t<li>Vorteil: Der Interquartilsabstand ist nicht anf\u00e4llig gegen\u00fcber Ausrei\u00dfern<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Beispiele<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nIm Instagram-Follower-Beispiel:\r\n\r\n22, 40, 53, 57, 93, 1.252, 98, 103, 108, 116, 121, 125\r\n\r\nWas ist hier der Interquartilsabstand ?\r\n\r\nBerechnung:\r\n<ol>\r\n \t<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121,125, 1252<\/li>\r\n \t<li>Wir bestimmen die Position der beiden Randwerte:\r\n0,25 x 12 = 3 (also den 3.Wert - 53)\r\n0,75 x 12 = 9 (also den 9.Wert - 116)<\/li>\r\n \t<li>Wir bilden die Differenz: 116-53 = 63. Das hei\u00dft der Interquartilsabstand ist 63.<\/li>\r\n<\/ol>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich ber\u00fccksichtigt der Interquartilsabstand auch nur zwei \"Randwerte\" und nicht alle Werte der Verteilung. Daher wollen wir uns nun damit besch\u00e4ftigen, wie die Streuung einer Variablen unter Ber\u00fccksichtigung aller Werte ermittelt werden kann.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/xXhiulrx2Bk\">Video 2.7 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Interquartilsabstand<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/xXhiulrx2Bk\r\n<h1>2.9 Varianz<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Analog zum arithmetischen Mittel ist <strong>die Varianz<\/strong> ein Kennwert, der <strong>alle Werte<\/strong> einer Verteilung <strong>miteinbezieht<\/strong>. Das Vorgehen ist dabei zun\u00e4chst denkbar einfach. Die Varianz basiert auf dem arithmetischen Mittel und ber\u00fccksichtigt alle Abweichungen vom Mittelwert. Die Abst\u00e4nde aller Werte zum Mittelwert werden einfach aufsummiert. Je weiter die Werte um den Mittelwert herum streuen, desto gr\u00f6\u00dfer sollte dieser Kennwert werden. Das Problem dabei: Positive und negative Abweichungen heben sich hierbei stets exakt zu 0 auf (was an der Definition des Mittelwerts liegt). Die einfache L\u00f6sung: Die Abweichungen der Werte zum Mittelwert werden quadriert. Man berechnet also die Summe der quadrierten Abweichung (Quadratsumme, engl. sum of squares).<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1089 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-1024x170.png\" alt=\"\" width=\"657\" height=\"109\" \/>\r\n\r\nDie Abk\u00fcrzung f\u00fcr die hier dargestellte Quadratsumme ist <em><strong>QS<\/strong><\/em>.\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch hier entsteht ein neues Problem: Die Gr\u00f6\u00dfe der Quadratsumme h\u00e4ngt von der Anzahl der Messwerte bzw. Merkmalstr\u00e4ger ab. Das hei\u00dft, je mehr Werte vorliegen, desto gr\u00f6\u00dfer wird automatisch die Varianz werden. Da wir aber ein Ma\u00df haben wollen, das unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Stichprobe ist, relativiert man das Ergebnis noch an der Anzahl der Merkmalstr\u00e4ger (n) der Stichprobe. Die <strong>Varianz<\/strong> ist also die <strong>Summe der quadrierten Abweichungen<\/strong> vom Mittelwert, <strong>dividiert durch die Anzahl der Messwerte n<\/strong>. Oder anders ausgedr\u00fcckt bezeichnet die Varianz also die <strong>durchschnittliche (quadrierte) Abweichung<\/strong> vom Mittelwert.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1090 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-1024x193.png\" alt=\"\" width=\"690\" height=\"130\" \/>\r\n\r\nDie Abk\u00fcrzung f\u00fcr die Varianz <strong><em>s<sup>2<\/sup><\/em><\/strong>.\r\n\r\nDie Varianz nimmt umso gr\u00f6\u00dfere Werte an, je st\u00e4rker die einzelnen Messwerte von ihrem Mittelwert abweichen.\r\n\r\nDas Quadrieren der Abweichungen hat folgende<strong> mathematische Eigenschaften<\/strong>:\r\n<ul>\r\n \t<li>Alle Abweichungen werden positiv<\/li>\r\n \t<li>Gr\u00f6\u00dfere Abweichungen werden st\u00e4rker gewichtet<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorteil der Varianz ist, dass zum einen alle Werte einer Verteilung mitber\u00fccksichtigt werden und zum anderen die Gr\u00f6\u00dfe des Kennwerts ein Ma\u00df daf\u00fcr ist, wie stark die Werte um den Mittelwert streuen. Daher hat die Varianz in der Statistik auch eine hohe Bedeutung. Dieser Kennwert hat jedoch auch einen Nachteil: Der resultierende Wert ist wegen des Quadrierens der Abweichungen auf den ersten Blick nur schwer interpretierbar.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Quadrieren hat den unsch\u00f6nen Nebeneffekt, dass die Varianz ein <strong>Ma\u00df f\u00fcr die mittleren quadrierten Abweichungen<\/strong> ist. Um einen Kennwert, der besser interpretierbar ist, zu erhalten, m\u00fcssen wir das Quadrieren r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Daher ist die L\u00f6sung: Wir ziehen am Ende einfach die Wurzel aus der Varianz. Diesen Kennwert nennt man die <strong>Standardabweichung<\/strong>.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch3.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a>\r\n<h1>2.10 Standardabweichung<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Standardabweichung<\/strong> ist die positive Wurzel aus der Varianz (hier wird das Quadrieren wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht). Daher ist die Standardabweichung einfach die Wurzel der Varianz und die Formel lautet entsprechend:<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1091 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-1024x180.png\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"144\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr die Standardabweichung ist <em><strong>s<\/strong><\/em> oder <em><strong>sd<\/strong> <\/em>(aus dem Englischen f\u00fcr standard deviation)<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben nun ein<strong> Ma\u00df f\u00fcr die durchschnittlichen Abweichungen vom Mittelwert<\/strong> gefunden, welches in der Ma\u00dfeinheit einer gegebenen Skala dargestellt wird. Die Standardabweichung ist eine Kenngr\u00f6\u00dfe, die angibt, <strong>wie gut ein Mittelwert eine Verteilung repr\u00e4sentiert<\/strong>. Je gr\u00f6\u00dfer die Standardabweichung im Verh\u00e4ltnis zum Mittelwert, umso mehr weichen die einzelnen Messwerte vom Mittelwert ab. Wenn wir also zum Beispiel wissen, dass Studierende in einem Kurs im Mittel 21 Jahre alt sind und wir nun zus\u00e4tzlich wissen, dass die Standardabweichung 2 Jahre betr\u00e4gt , dann hilft uns das nun, die Verteilung besser zu verstehen. In diesem Fall l\u00e4sst sich ableiten, dass das Alter der Studierenden nur sehr wenig,\u00a0 durchschnittlich eben nur um 2 Jahre, vom Mittelwert abweicht. Die Standardabweichung, die Urspr\u00fcnglich von Karl Pearson entwickelt wurde[footnote]Pearson Karl 1894III. Contributions to the mathematical theory of evolutionPhilosophical Transactions of the Royal Society of London. (A.)18571\u2013110 http:\/\/doi.org\/10.1098\/rsta.1894.0003[\/footnote], ist in der Statistik sehr beliebt, da Sie noch mehr R\u00fcckschl\u00fcsse zul\u00e4sst, wenn die zugrundeliegende Variable normalverteilt ist.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/2fE_kFEaV-I\">Video 2.5 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Varianz &amp; Standardabweichung<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/2fE_kFEaV-I\r\n<h1>2.11 Die Normalverteilung<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Normalverteilung<\/strong> wird f\u00fcr den zweiten Teil des Buchs <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/part\/inferenzstatistik\/\">Inferenzstatisti<\/a><a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/part\/inferenzstatistik\/\">k<\/a> noch sehr relevant werden. Wir wollen Sie aber an dieser Stelle schon einf\u00fchren, da sie auch in der deskriptiven Statistik durchaus Anwendung findet. Der Begriff der \"Normalverteilung\" wurde gepr\u00e4gt von Adolphe Quetelet, der im Jahr 1844 eine verbl\u00fcffende Entdeckung machte. Bei Untersuchungen des Brustumfangs von mehreren tausend Soldaten stellte er fest, dass die gemessenen Werte immer einer <strong>symmetrischen, glockenf\u00f6rmigen Verteilung<\/strong> folgen. Diese Verteilung, die schon 1809 von Carl Friedrich Gau\u00df theoretisch hergeleitet wurde, findet sich nahezu \u00fcberall in der Natur. Ob man die Gr\u00f6\u00dfe von Berggorillas misst, oder die Sprungweite von Laubfr\u00f6schen - in der Natur sind nahezu alle Werte normalverteilt. Die Normalverteilung ist eine unimodale (=eine Spitze), symmetrische (=links und rechts gleich) Verteilung mit glockenf\u00f6rmigem Verlauf. Dabei gibt es jedoch nicht die eine feste Normalverteilung. Jede Normalverteilung ist anders, aber kann durch nur zwei Werte fest definiert werden:\u00a0 Wenn der <strong>Mittelwert<\/strong> und die <strong>Standardabweichung<\/strong> bekannt sind, dann ist auch die Verteilung der Werte bekannt. Wenn Sie also eine normalverteilte Variable betrachten (z.B. die Gr\u00f6\u00dfe von Menschen), dann reicht es Ihnen, wenn Sie diese beiden Kennwerte wissen und Sie k\u00f6nnen die gesamte Verteilung darstellen und beschreiben.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1092 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-1024x557.png\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"241\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Graphisch l\u00e4sst sich zeigen, dass die Standardabweichung den Abstand des Mittelwerts zum Wendepunkt einer Normalverteilung angibt. Zwischen diesen beiden Punkten liegen ca. 68%, also ca. 2\/3 aller Messwerte. Hierdurch lassen sich also durchaus praktische R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die Verteilung der Werte ziehen, sobald die Standardabweichung bekannt ist.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1093 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-1024x395.png\" alt=\"\" width=\"588\" height=\"227\" \/>\r\n<div class=\"textbox textbox--examples\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Beispiel<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">Wenn wir nun z.B. Wissen, dass M\u00e4nner in Deutschland im Mittel 75 kg wiegen und die Standardabweichung 10kg betr\u00e4gt, so k\u00f6nnen wir ableiten, dass 2\/3 der M\u00e4nner in Deutschland zwischen 65-85 Kilogramm wiegen.<\/div>\r\n<\/div>\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Expertenwissen<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nIm Intervall +\/- einer Standardabweichung liegen exakt 68,3% der F\u00e4lle. Zwischen zwei Standardabweichungen Abstand (jeweils in beide Richtungen), liegen exakt 95,4 % der Werte.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/a5ITae_p5PE\">Video 2.6 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Standardabweichung &amp; Normalverteilung<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/a5ITae_p5PE\r\n<h1>2.12 \u00dcbersicht Streuungsma\u00dfe<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben nun gelernt, dass die Streuung einer Verteilung mit verschiedenen Kennwerten wiedergegeben werden kann. Allen gemein ist, dass sie ein Ma\u00df daf\u00fcr darstellen, wie sehr die einzelnen Werte von den Werten der zentralen Tendenz abweichen. Welches ist aber nun das \u201ebeste\u201c Ma\u00df f\u00fcr die Streuung? Das h\u00e4ngt wieder von Ihrem Untersuchungsgegenstand ab. F\u00fcr nominalskalierte Werte gibt es kein Streuungsma\u00df, ab ordinalskalierten Werten k\u00f6nnen Spannweite und Interquartilsabstand herangezogen werden. Ab intervallskalierten Variablen dann auch Varianz und Standardabweichung.<\/p>\r\n\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 96.8561%; height: 68px;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Skalen-\r\nniveau<\/td>\r\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\">Spann-\r\nweite<\/td>\r\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\">Interquartils-\r\nabstand<\/td>\r\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\">Varianz und Standard-\r\nabweichung<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Nominal<\/td>\r\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Ordinal<\/td>\r\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 17px;\">\r\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Intervall<\/td>\r\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/mx_ZqP9wZEQ\">Video 2.8 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Welches nehme ich?<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/mx_ZqP9wZEQ\r\n\r\n<\/div>\r\n<h1>2.13 Kennwerte mit Jamovi berechnen<\/h1>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Nachdem wir nun viele Kennwerte m\u00fchsam von Hand berechnet haben, wollen wir diese nun mit wenigen Klicks in Jamovi berechnen. Die Berechnung von Kennwerten ist oft der Einstieg in eine erste Datenanalyse. Neben den Kennwerten sollten zus\u00e4tzlich auch grafische Darstellungen von Verteilungen betrachtet werden (kommt im n\u00e4chsten Kapitel). In Jamovi stehen verschiedene Men\u00fcs zur Verf\u00fcgung, um Lagema\u00dfe und Streuungsma\u00dfe zu berechnen. Hierzu gehen wir in das Men\u00fc:<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Analysen &gt; Erforschung &gt; Deskriptivstatistiken<\/em><\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie mehrere Variablen gleichzeitig analysieren. Ziehen Sie die gew\u00fcnschten Variablen in das Feld \"Variablen\". Unter den \"Statistiken\"-Einstellungen k\u00f6nnen Sie verschiedene Kennwerte ausw\u00e4hlen, darunter das arithmetische Mittel, die Standardabweichung, die Varianz und die Spannweite. Auch der Median und der Modus, sowie der Interquartilsabstand (IQR) sind hier verf\u00fcgbar.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>H\u00e4ufigkeitstabellen<\/em><\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\">Mit einem Klick auf \"H\u00e4ufigkeitstabellen\" k\u00f6nnen Sie f\u00fcr nominale Variablen einfach H\u00e4ufigkeiten erzeugen (z.B. den Anteil der weiblichen Studierenden) . Die H\u00e4ufigkeitstabellen werden im Detail im n\u00e4chsten Kapitel behandelt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong>Mittelwerte vergleichen<\/strong><\/em><\/p>\r\nWenn Sie eine weitere nominale Variable in das Feld \"Aufgeteilt nach\" ziehen k\u00f6nnen Sie Kennwerte einer metrischen Variable f\u00fcr verschiedene Gruppen vergleichen. Dies erm\u00f6glicht beispielsweise die Berechnung des Mittelwerts der Variable \"Schuhgr\u00f6\u00dfe\", getrennt nach Geschlecht.\r\n\r\nIm folgenden Video zeige ich wie Kennwerte in Jamovi berechnet werden k\u00f6nnen:\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/7xofJARcs6Y\r\n<h1>2.14 Datenmanagement in Jamovi<\/h1>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Manchmal ist es notwendig, neue Variablen aus bestehenden Daten zu berechnen oder bestehende Variablen zu transformieren. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um Mittelwerte oder Differenzen zu berechnen, Kategorien neu zu codieren oder logarithmische Transformationen durchzuf\u00fchren. In Jamovi erfolgt dies \u00fcber das Men\u00fc:<\/p>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><em><strong>Daten &gt; Berechnen<\/strong><\/em><\/p>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie Formeln eingeben, um neue Werte zu generieren, beispielsweise die Berechnung eines Mittelwerts \u00fcber mehrere Variablen oder die Umwandlung einer Variable in Metern in Zentimeter.<\/p>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><em><strong>Daten &gt; Transformieren <\/strong><\/em><\/p>\r\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Dieses Men\u00fc erm\u00f6glicht es, bestehende Werte nach definierten Regeln zu ver\u00e4ndern. Nach der Berechnung oder Transformation wird die neue Variable direkt in die Datentabelle eingef\u00fcgt und kann f\u00fcr Analysen verwendet werden. Ein einfaches Beispiel, dass auch im folgenden Video gezeigt wird ist die Zuordnung von Wertebereichen in Kategorien, z.B. 0 und 1.<\/p>\r\nhttps:\/\/youtu.be\/nh_fFzsU8Jo\r\n<h1>2.15 Kennwerte mit SPSS berechnen<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir nun viele Kennwerte m\u00fchsam von Hand berechnet haben, wollen wir im Folgenden diese nun von SPSS mit wenigen Klicks berechnen lassen. Die Berechnung von Kennwerten ist oft der Einstieg in eine erste Datenanalyse. Neben dem Berechnen von Kennwerten sollten jedoch zus\u00e4tzlich auch graphische Darstellungen von Verteilungen betrachtet werden (kommt im n\u00e4chsten Kapitel). Grunds\u00e4tzlich gibt es in SPSS verschiedene Men\u00fcs die es erlauben Lagema\u00dfe und Streuungsma\u00dfe zu berechnen. Da jedes Men\u00fc spezifische St\u00e4rken und Schw\u00e4chen hat wollen wir im Folgenden drei Men\u00fcs n\u00e4her betrachten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Deskriptive Statistiken &gt; Deskriptive Statistik<\/strong><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie beliebig viele Variablen zur Analyse verwenden (von links nach rechts ziehen). Mit einem Klick auf <em><strong>Optionen<\/strong><\/em> erhalten Sie eine \u00dcbersicht der zur Verf\u00fcgung stehenden Kennwerte. Hier k\u00f6nnen Sie den Mittelwert (Arithmetisches Mittel), die Standardabweichung und die Varianz, sowie die Spannweite ausw\u00e4hlen. Leider nicht vorhanden sind die Lagema\u00dfe Median und Modus. Diese finden wir im n\u00e4chsten Men\u00fc.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Deskriptive Statistiken &gt; H\u00e4ufigkeiten<\/strong><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie zwei Ausgaben erzeugen: Eine Tabelle mit Kennwerte und eine H\u00e4ufigkeitstabelle. Mit letzterem besch\u00e4ftigen wir uns im n\u00e4chsten Kapitel. F\u00fcr die Kennwerte-Tabelle k\u00f6nnen Sie \u00fcber den Button <em><strong>Statistiken<\/strong><\/em> die gew\u00fcnschten Kennwerte ausw\u00e4hlen. Hier finden Sie nun auch Median und Modus, sowie die Quartile, die es Ihnen erlauben den Interquartilsabstand zu berechnen. Hierf\u00fcr nehmen Sie die Distanz zwischen dem 25%-Perzentil und dem 75%-Perzentil.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Mittelwerte vergleichen &gt; Mittelwerte<\/strong><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie die Kennwerte f\u00fcr Variablen, getrennt nach einer weiteren (nominalen) Variable berechnen. Damit k\u00f6nnen wir zum Beispiel den Mittelwert der Variable \"Schuhgr\u00f6\u00dfe\" berechnen, getrennt nach M\u00e4nnern und Frauen. Hierf\u00fcr tragen Sie bei <em><strong>Abh\u00e4ngige Variable<\/strong><\/em>, die Variable ein, f\u00fcr die Kennwerte berechnet werden wollen (z.B. die Schuhgr\u00f6\u00dfe). Im Feld <em><strong>Unabh\u00e4ngige Variable<\/strong><\/em> geben Sie die Variable ein, nach der die Gruppen aufgeteilt werden sollen (z.B. Geschlecht).<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden Video wird die Berechnung von Kennwerten mit Hilfe dieser drei Men\u00fcs nochmal erl\u00e4utert.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/T9l19oU7MpM\">Video 2.9 Kennwerte mit SPSS berechnen<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/T9l19oU7MpM\r\n<h1>2.16 Datenmanagement in SPSS<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden wollen wir noch die M\u00f6glichkeiten betrachten, in SPSS Daten f\u00fcr die Analysen von Kennwerten vorzubereiten. Dabei sollen oft<strong> nur bestimmte Personengruppen ausgewertet werden<\/strong> (z.B. der Mittelwert der m\u00e4nnlichen Personen) oder eine Variable soll vor der Analyse umgewandelt werden (z.B. in Altersgruppen).<\/p>\r\n\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\">F\u00e4lle Ausw\u00e4hlen<\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr statistische Analysen ist es h\u00e4ufig notwendig, nur bestimmte F\u00e4lle auszuw\u00e4hlen. Beispielsweise wollen Sie nur die weiblichen Personen oder nur Personen ab 35 Jahren untersuchen. Ein weiterer Anwendungsfall ist der Ausschluss von Fehleingaben und Ausreisern. Beispielsweise k\u00f6nnten Sie Personen mit einem extrem hohen Einkommen aus der Stichprobe ausschlie\u00dfen, da dies sonst zu Verzerrungen oder einem schlechteren Vorhersagemodell f\u00fchrt. Hierzu gehen Sie in folgendes Men\u00fc:<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>\u00a0<em><strong>Daten &gt; F\u00e4lle ausw\u00e4hlen.<\/strong><\/em><\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">Mit einem Klick auf<em><strong> Falls<\/strong> <\/em>wird ein Filter definiert, der f\u00fcr alle folgenden Analysen gilt. Hier sind alle logischen Operationen m\u00f6glich. Beispielsweise k\u00f6nnten Sie die Variable <em>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe<\/em> in cm nutzen und die Operation <em>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe&gt;100<\/em> definieren. Damit werden nur noch Personen mit einbezogen, die gr\u00f6\u00dfer als 100 cm sind. Alle Personen unter 100 cm, sowie Personen, die keine Gr\u00f6\u00dfe angegeben haben werden ausgeschlossen. Man erkennt unten rechts im Datenfenster in der Statusanzeige, ob ein Filter aktiv ist. Inaktive F\u00e4lle werden in der ersten Spalte (der Laufnummer) durchgestrichen. Achtung: Die Auswahl gilt so lange, bis sie diese wieder durch einen Besuch im selben Men\u00fc und der Auswahl <em><strong>alle F\u00e4lle<\/strong> <\/em>aufheben.<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QD1SghVEA7s\">Video 2.10 F\u00e4lle Ausw\u00e4hlen<\/a><\/div>\r\n<div>\r\n\r\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/embed\/QD1SghVEA7s[\/embed]\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Variablen umcodieren<\/h2>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">SPSS biete eine recht komfortable M\u00f6glichkeit <strong>Variablen neu zu codieren<\/strong>. Hierf\u00fcr kann es mehrere Anwendungsf\u00e4lle geben. Zum Beispiel wollen Sie f\u00fcr eine Analyse aus einer metrischen Variable eine nominale Variable machen (z.B. Alter in 3 Altersgruppen umcodieren). Es k\u00f6nnte auch sein, dass Sie die Zahlencodes \u00e4ndern oder einfach nur umdrehen wollen (z.B. eine Skala 1-5 in eine Skala 5-1 umwandeln). Hierf\u00fcr gibt es das Men\u00fc:<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div><em><strong>Transformieren &gt; Umcodieren in andere Variable<\/strong><\/em><\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">Sie w\u00e4hlen zun\u00e4chst die Ursprungsvariable aus und vergeben f\u00fcr die neue Variable einen neuen Namen. \u00dcber einen (notwendigen) Klick auf \u201eAlte und neue Werte\u201c gelangen Sie in das eigentliche Herzst\u00fcck dieses Men\u00fcs: der Umcodierungstabelle. Hier k\u00f6nnen Sie links die bisherigen Werte (<em>Alter Wert<\/em>) eingeben und rechts die <em>neuen Werte<\/em>. Beispielsweise k\u00f6nnen Sie hier hinterlegen, dass Personen von 0-25 Jahre die Kategorie 1 bekommen, Personen von 26-50 Jahre, die Kategorie 2 und so weiter. Nach Abschluss der Umcodierung sollte eine neue Variable angelegt worden sein (in der Variablenansicht ganz unten oder in der Datenansicht ganz rechts), die jeder Person im Datensatz einen neuen Wert zuordnet. Wichtig ist zum Abschluss, dass Sie bei der neuen Variable die <em><strong>Wertebeschriftungen<\/strong> <\/em>in der Variablenansicht pflegen. Das hei\u00dft Sie sollten noch hinterlegen wof\u00fcr zum Beispiel die Kategorie 1 steht (Beispielsweise die Personen von 0-25 Jahren).<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div><a href=\"https:\/\/youtu.be\/fc8IuV8MRRM\">Video 2.11 Transformieren von Variablen<\/a><\/div>\r\n<div>\r\n\r\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fc8IuV8MRRM[\/embed]\r\n\r\nWenn Sie Kennwerte in R berechnen wollen, finden Sie <a href=\"https:\/\/www.statistikgrundlagen.de\/R-Kurs\/deskriptive-statistik.html\">hier<\/a> des entsprechende Kapitel in meinem R-Buch.\r\n<h1>2.17 \u00dcbungsfragen<\/h1>\r\nBei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n[h5p id=\"46\"]\r\n\r\n[h5p id=\"47\"]\r\n\r\n[h5p id=\"48\"]\r\n\r\n[h5p id=\"82\"]\r\n\r\nIn diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht.\u00a0Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!\r\n\r\n[h5p id=\"7\"]\r\n\r\n[h5p id=\"8\"]\r\n\r\n[h5p id=\"9\"]\r\n\r\n[h5p id=\"10\"]\r\n\r\n[h5p id=\"80\"]\r\n\r\n[h5p id=\"81\"]\r\n\r\n[h5p id=\"85\"]\r\n<h1>2.18 \u00dcbungsaufgaben<\/h1>\r\nDie Burgerkette Five Profs m\u00f6chte zwei neue Burger einf\u00fchren: den Full Harmony Burger und den Super Tasty Burger. Vorab wird eine Umfrage zu den beiden Burgern durchgef\u00fchrt. Es wurden 5 Studenten gefragt, diese zwei Burger auf einer 7-stufigen Skala von -3 (= schmeckt \u00fcberhaupt nicht) bis +3 (= schmeckt sehr gut) zu beurteilen. Es ergaben sich folgende Messwerte:\r\n<table class=\"grid landscape\" style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">Full Harmony Burger<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-3<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-3<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-1<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">2<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">Super Tasty Burger<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">2<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-2<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-1<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">1<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%;\">0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<strong>A<\/strong> Berechnen Sie den Mittelwert und Median und Varianz f\u00fcr beide Burger\r\n<strong>B<\/strong> Berechnen Sie die Varianz und Standardabweichung f\u00fcr den Super Tasty Burger\r\n\r\nL\u00f6sung A:\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/_BQECtuKthc\r\n\r\nL\u00f6sung B:\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/0vS1QbpGTHg\r\n\r\n<\/div>\r\n<a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/5ro31tpkiOMYJQwprTARqG?si=qsUsnFtWSXSYJELIv0sPHA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-1877\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt.png\" alt=\"\" width=\"985\" height=\"286\" \/><\/a>","rendered":"<h1>2.0 Einf\u00fchrung Kennwerte<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <strong>Ziel der deskriptiven Statistik<\/strong> ist es, Muster in den Daten sichtbar zu machen. Das bedeutet, konkret Daten in eine \u00fcbersichtliche Form zu bringen, die f\u00fcr den Betrachter leicht fassbar ist. Dazu besch\u00e4ftigt sich die deskriptive Statistik mit der Organisation, Darstellung und Zusammenfassung von Daten. Dies kann grunds\u00e4tzlich auf zwei unterschiedliche Weisen erfolgen:<\/p>\n<ul>\n<li>Daten k\u00f6nnen anhand von <strong>Kennwerten<\/strong> zusammengefasst werden<\/li>\n<li>Daten k\u00f6nnen <strong>graphisch<\/strong> (oder tabellarisch) dargestellt werden (siehe Kapitel 3).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beiden Ans\u00e4tzen gemein ist das Ziel, gro\u00dfe Mengen an Daten und komplexe Zusammenh\u00e4nge schnell und einfach verst\u00e4ndlich zu machen. Leider erkennt man bei umfangreichen Daten auf den ersten Blick oft nicht, was in den Daten steckt und es ist schwierig, die Daten, also viele Werte auf einer Variablen, mit Worten zu beschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Freund gefragt wie alt die Studierenden in Ihrem Studiengang sind. Selbst wenn Sie eine Liste (Daten) mit dem jeweiligen Alter (Merkmalsauspr\u00e4gung) aller Kommilitonen (Merkmalstr\u00e4ger) vor sich liegen haben, ist es nicht einfach eine kurze und pr\u00e4zise Antwort auf diese Frage zu geben. Sie k\u00f6nnten z.B. eine Tabelle erstellen, die die H\u00e4ufigkeiten der Altersgruppen wiedergibt (z.B. 12 Studenten sind 18 Jahre, 15 Studenten sind 19 Jahre etc.). <strong>Kennwerte<\/strong> erlauben Ihnen hier eine<strong> einfachere und schnellere Antwort<\/strong>. So k\u00f6nnten Sie zum Beispiel sagen der j\u00fcngste Student ist 17 und der \u00c4lteste 36 (Spannweite), oder das Durchschnittsalter (Mittelwert) ist 22,5 Jahre. Kennwerte haben dabei den Anspruch die Verteilung einer Variablen in meist nur einem einzigen Wert (z.B. Durchschnittsalter) wiederzugeben. Dabei geht nat\u00fcrlich auch Informationsgehalt verloren.\u00a0 Daher werden wir uns im Folgenden damit Besch\u00e4ftigen, welche Kennwerte f\u00fcr welche Fragestellungen geeignet sind und wie man diese berechnet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/ncLIfOTNGos\">Video 2.0 Kennwerte &#8211; Einf\u00fchrung<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.0 Kennwerte Einf\u00fchrung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ncLIfOTNGos?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Statistische Kennwerte<\/strong> (auch Ma\u00dfzahlen oder kurz Statistiken genannt) haben die Funktion, <strong>in zusammengefasster (aggregierter) Form<\/strong> Auskunft \u00fcber Eigenschaften von Verteilungen zu geben. Aus vielen einzelnen Werten werden also einige wenige resultierende Werte gebildet, die Aussage \u00fcber die Beschaffenheit einer Verteilung geben. Statistische Kennwerte sind oft die Grundlage f\u00fcr weitere statistische Auswertungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mithilfe von statistischen Kennwerten k\u00f6nnen wir die Verteilung einer Variablen\u00a0hinsichtlich der <strong>zentralen Tendenz<\/strong> bzw. der <strong>Streuung<\/strong> ihrer Messwerte beschreiben.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ma\u00dfe der zentralen Tendenz<\/strong> (auch Lokationsma\u00dfe oder Lagema\u00dfe) repr\u00e4sentieren alle Messwerte einer Verteilung zusammenfassend und zeigen sozusagen den Schwerpunkt der Verteilung auf.<\/li>\n<li><strong>Streuungsma\u00dfe<\/strong> (auch Variabilit\u00e4ts- oder Dispersionsma\u00dfe) geben Auskunft \u00fcber die Variation der Messwerte, also dar\u00fcber, wie unterschiedlich ein Merkmal verteilt ist und wie weit diese um den Schwerpunkt streuen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1077\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-1024x691.png\" alt=\"\" width=\"579\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-1024x691.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-300x203.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-768x518.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-65x44.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-225x152.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7-350x236.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild1-7.png 1311w\" sizes=\"(max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><\/p>\n<p>Wir werden uns nun zun\u00e4chst den Ma\u00dfen der zentralen Tendenz n\u00e4her widmen.<\/p>\n<h1>2.1 Ma\u00dfe der zentralen Tendenz (auch Lokationsma\u00dfe oder Lagema\u00dfe)<\/h1>\n<div>\n<p>Nehmen wir an, wir wollen jemandem mitteilen, was das Ergebnis einer Umfrage ist,\u00a0 beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>wie sympathisch ist Angela Merkel?<\/li>\n<li>wie viele Burger essen Kinder in Deutschland?<\/li>\n<li>sind Kinder in Deutschland \u00fcbergewichtig?<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierf\u00fcr brauchen wir einen Kennwert, der\u00a0<strong>alle\u00a0Messwerte einer Verteilung<\/strong> zusammenfassend repr\u00e4sentiert. Hierzu geben Lagema\u00dfe Auskunft, indem sie die zentrale <strong>Tendenz einer Verteilung<\/strong> in Einheiten der zugrunde liegenden Skala angeben, also beschreiben, wo das <strong>Zentrum<\/strong> oder der Schwerpunkt einer Verteilung liegt. Das bedeutet, dass ein Wert m\u00f6glichst gut die ganze Verteilung repr\u00e4sentieren soll, was einen ziemlich hohen Anspruch darstellt. Daher ist es unerl\u00e4sslich, neben diesen Kennwerten auch immer zus\u00e4tzlich die ganze Verteilung zu betrachten und die Lagema\u00dfe gegebenenfalls um Streuungsma\u00dfe zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Gebr\u00e4uchlich sind drei verschiedene Ma\u00dfe der zentralen Tendenz bzw. Lagema\u00dfe:<\/p>\n<ul>\n<li>Modus<\/li>\n<li>Median<\/li>\n<li>Arithmetisches Mittel (Mittelwert)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus gibt es weitere Ma\u00dfe der zentralen Tendenz f\u00fcr spezielle Anwendungen wie das geometrische Mittel oder das getrimmte Mittel. Wir wollen uns im Folgenden aber nur mit den Erstgenannten besch\u00e4ftigen und werden diese nun vertiefen.<\/p>\n<h1>2.2 Modus<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Modus<\/strong> (Modalwert) ist der Wert, der in der Verteilung einer diskreten Variable <strong>am h\u00e4ufigsten<\/strong> vorkommt (Wenn Sie nicht mehr ganz sicher sind, was eine diskrete Variable ist, schauen Sie doch nochmal in <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/chapter-1-2\/#chapter-23-section-4\">Kapitel 1.3)<\/a>. Folglich ist es auch der Wert, der am wahrscheinlichsten ist, wenn wir zuf\u00e4llig eine Stichprobe aus der Gesamtheit der Messwerte herausgreifen. Es kann auch mehr als einen Modus geben (Plural: Modi). Man spricht dann von einer bimodalen bzw. multimodalen Verteilung.<\/p>\n<p>Kennwerte werden mit lateinischen Buchstaben &#8211; \u00fcblicherweise kursiv &#8211; angegeben. Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Modus ist dabei <strong><em>Mo<\/em><\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1070\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2.png\" alt=\"\" width=\"594\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2.png 983w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2-300x133.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2-768x341.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2-65x29.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2-225x100.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild2-2-350x155.png 350w\" sizes=\"(max-width: 594px) 100vw, 594px\" \/><\/p>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Nehmen Sie an, wir erheben bei 10 Studierenden die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und erhalten folgende Werte:<\/p>\n<p>159 cm, 178 cm, 152 cm, 193 cm, 155 cm, 166 cm, 170 cm, 182 cm, 178 cm, 179 cm<\/p>\n<p><strong>Was ist\u00a0 hier der Modus?<\/strong><\/p>\n<p>Der Modus ist <em>Mo<\/em> = 178 cm. Denn der Messwert 178 cm kommt zweimal, alle anderen Werte kommen jeweils nur einmal vor.<\/p>\n<p>Achtung: Der Modus ist der Wert mit der h\u00f6chsten Auftrittsh\u00e4ufigkeit, nicht der h\u00f6chste Wert!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h1>2.3 Median<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Median (Medianwert) ist der Wert, der eine der Gr\u00f6\u00dfe nach geordnete H\u00e4ufigkeitsverteilung, in zwei gleichgro\u00dfe H\u00e4lften teilt. Hierf\u00fcr muss man bei der Berechnung also zwei Schritte ber\u00fccksichtigen. Zun\u00e4chst ordnet man alle Werte der Gr\u00f6\u00dfe nach an (z.B. von dem geringsten bis zum h\u00f6chsten Burgerkonsum) und dann sucht man den Wert, der genau in der Mitte liegt. Anders ausgedr\u00fcckt ist das am Beispiel des Burgerkonsums genau die Person, bei der es gleich viele Personen gibt, die weniger und die jeweils mehr Burger als sie selbst essen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es nicht immer die eine Person gibt, die genau in der Mitte steht.<\/p>\n<ul>\n<li>Bei ungerader Anzahl von Werten ist es der Wert in der Mitte, wenn man die Messwerte der Gr\u00f6\u00dfe nach anordnet.<\/li>\n<li>Bei gerader Anzahl von Werten wird das arithmetische Mittel aus dem gr\u00f6\u00dften Wert der unteren H\u00e4lfte und dem kleinsten Wert der oberen H\u00e4lfte berechnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1071\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2.png 983w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2-300x152.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2-768x388.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2-65x33.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2-225x114.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild3-2-350x177.png 350w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr eine sehr gro\u00dfe Anzahl an Werten (oder Personen) kann es oft sehr aufwendig sein, die Mitte zu bestimmen. Hierf\u00fcr kann man sich mit der folgenden Formel behelfen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-24\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Median-300x97.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"54\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Formel steht das &#8222;n&#8220; f\u00fcr die Anzahl der Werte oder Personen. Gibt es beispielsweise 213 Personen, so ist die Mitte bei 213+1 also 214 : 2 = 107. Das hei\u00dft Sie suchen in der (nach Gr\u00f6\u00dfe geordneten) Liste der Personen die 107. Person heraus.<\/p>\n<p><strong>Statistische Eigenschaften des Median:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Setzt mindestens Ordinalskalenniveau voraus.<\/li>\n<li>Die Summe der absoluten Abweichungen vom Median ist minimal.<br \/>\nDas hei\u00dft, der Median ist der Wert, von dem alle \u00fcbrigen Werte im Durchschnitt am wenigsten abweichen.<\/li>\n<li>Vorteil: Der Median ist relativ wenig anf\u00e4llig gegen\u00fcber Ausrei\u00dfern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Median ist <em><strong>Md<\/strong><\/em>.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel Median 1<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Nehmen Sie an, wir erheben bei 11 Studierenden die Anzahl der Follower auf Instagram und erhalten folgende Werte:<\/p>\n<p>108, 103, 1252, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98<\/p>\n<p>Was ist hier der Median?<\/p>\n<p>Berechnung:<\/p>\n<ol>\n<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121,1252<\/li>\n<li>Wir bestimmen, welcher Wert in der Mitte liegt. Optisch oder \u00fcber die Formel (11 + 1 \/ 2) = 6<\/li>\n<li>Der 6. Wert ist 98 also lautet unser Median: Md=98<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel Median 2<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Was w\u00e4re nun wenn wir den Wert 1252 herausnehmen, da sich herausstellt, dass dies eine Fehleingabe war?\u00a0 Somit haben wir nun noch 10 Studierende und die jeweilige Anzahl der Follower:<\/p>\n<p>108, 103, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98<\/p>\n<p>Was ist dann der Median?<\/p>\n<p>Die Berechnung erfolgt genauso wie bisher auch.<\/p>\n<ol>\n<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121<\/li>\n<li>Wir bestimmen, welcher Wert in der Mitte liegt. Da wir nun nur noch 10 Werte und damit eine gerade Anzahl an Werten haben, m\u00fcssen wir das arithmetische Mittel aus dem gr\u00f6\u00dften Wert der unteren H\u00e4lfte und dem kleinsten Wert der oberen H\u00e4lfte berechnen. Der Median liegt zwischen dem 5. und 6. Wert, also zwischen \u201e93\u201c und \u201e98\u201c.<\/li>\n<li><em>Md<\/em> = ((93+98))\/2 = 95,5<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese beiden Rechenbeispiele sollen auch zeigen, dass sich durch die Herausnahme eines hohen Wertes der Median ver\u00e4ndert und erwartungsgem\u00e4\u00df sinkt (von 98 im oberen Beispiel auf 95,5 im unteren). Behalten Sie dieses Ergebnis im Hinterkopf, da wir im n\u00e4chsten Kapitel das arithmetischen Mittel f\u00fcr die selben Zahlen berechnen werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/wRHYI22Ggv4\">Video 2.2 Kennwerte Lagema\u00dfe Median und Modus<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.2. Kennwerte Lagema\u00dfe Median und Modus\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/wRHYI22Ggv4?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.4 Arithmetisches Mittel (Mittelwert)<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>Mittelwert<\/strong> bzw. das <strong>arithmetische Mittel<\/strong> ist die Summe aller Messwerte dividiert durch die Anzahl der Messwerte n. Auch wenn der Mittelwert vielen aus dem Alltag bekannt ist, so scheint die Formel f\u00fcr diesen Kennwert auf den ersten Blick doch komplex:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-243 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelwert.png\" alt=\"\" width=\"99\" height=\"87\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mathematische Summenzeichen \u2211 sagt aus, dass alle Werte eine Variablen x vom ersten Wert (i=1) bis zum n-ten Wert aufsummiert werden.\u00a0 Beispielsweise k\u00f6nnten wir das Alter unserer Mitarbeiter abfragen und unsere Variable x (in diesem Fall das Alter) hat die drei Werte: x<sub>1<\/sub> = 32, x<sub>2<\/sub> =19 und x<sub>3<\/sub> = 27. Dann bedeutet das Summenzeichen \u2211, dass wir alle Werte x vom Wert mit dem Index 1 bis zum letzten, in diesem Fall 3, aufsummieren. Also in diesem Fall einfach 32 + 19 + 27 = 78. Im Folgenden wird dann durch die Anzahl der Werte (n) geteilt. also in diesem Fall 78 \/3 = 26. Anders als beim Median flie\u00dfen beim arithmetischen Mittel alle Werte in die Berechnung des Mittelwerts mit ein, dadurch bekommen auch Ausrei\u00dfer und Extremwerte Gewicht, was dazu f\u00fchren kann, dass der Mittelwert die wahre zentrale Tendenz der Werte nur verzerrt wiedergibt. Im Falle unseres Burgerkonsums-Beispiels erhalten wir einen Mittelwert von 3,13 Burgern pro Monat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1072\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2.png\" alt=\"\" width=\"637\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2.png 983w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2-300x147.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2-768x377.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2-65x32.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2-225x111.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild4-2-350x172.png 350w\" sizes=\"(max-width: 637px) 100vw, 637px\" \/><\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr das arithmetische Mittel ist\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-248\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/x_quer-1.png\" alt=\"\" width=\"15\" height=\"18\" \/>\u00a0 (\u00fcblicherweise gesprochen als x &#8211; quer).<\/p>\n<p><strong>Statistische Eigenschaften:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Setzt mindestens Intervallskalenniveau voraus.<\/li>\n<li>Die Summe der Abweichungen aller Messwerte vom Mittelwert ist Null.<\/li>\n<li>Die Summe der quadrierten Abweichungen der Messwerte vom Mittelwert ist ein Minimum.<\/li>\n<li>Es werden alle Werte bei der Berechnung ber\u00fccksichtigt, dadurch ist der Mittelwert anf\u00e4llig f\u00fcr Ausrei\u00dfer.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel 1<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Wie ist der Mittelwert der Anzahl der Instagram-Follower der 11 Studierenden aus dem obigen Beispiel?<\/p>\n<p>Wir haben die Werte: 108, 103, 1252, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98<\/p>\n<p>Wir setzen in die Formel von oben ein:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-27 alignleft\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-300x69.png\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"31\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-300x69.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-65x15.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-225x52.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1-350x81.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B1.png 437w\" sizes=\"(max-width: 136px) 100vw, 136px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Rechenbeispiel 2<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Was w\u00e4re, wenn wir den Extremwert wieder streichen?<\/p>\n<p>108, 103, <del>1252<\/del>, 121, 93, 57, 40, 53, 22, 116, 98<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-28\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-300x89.png\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"36\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-300x89.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-65x19.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-225x66.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2-350x103.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Mittelw_B2.png 437w\" sizes=\"(max-width: 121px) 100vw, 121px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie die beiden Rechenbeispiele betrachten, sollte Ihnen auffallen, dass der Mittelwert sich durch die Herausnahme eines einzelnen Wertes sehr stark \u00e4ndert (von 187,5 auf 81,1). Im gleichen Fall (bei den gleichen Werten) hat sich der Median jedoch nur von 98 auf 95,5 verringert. Dies zeigt eindrucksvoll wie anf\u00e4llig das arithmetische Mittel f\u00fcr Ausrei\u00dfer ist: Bereits ein einzelner Wert kann den Mittelwert sehr stark beeinflussen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/F0CIfCsCDd0\">Video 2.1 Kennwerte \u2013 Arithmetisches Mittel<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.1 Kennwerte - Arithmetisches Mittel\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/F0CIfCsCDd0?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.5 Ma\u00dfe der zentralen Tendenz &#8211; \u00dcbersicht<\/h1>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr Leben ist wahrscheinlich nun etwas komplizierter geworden. W\u00e4hrend Sie bisher einfach den Mittelwert berechnet haben, m\u00fcssen Sie sich zuk\u00fcnftig zwischen mindestens drei Kennwerten entscheiden, die alle den Anspruch haben, die zentrale Tendenz einer Variablen aufzuzeigen. Welches Lagema\u00df ist nun das Beste? Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich ganz davon ab, was f\u00fcr eine Verteilung und was f\u00fcr eine Variable Sie vorliegen haben. Ist die interessierte Variable nominalskaliert, so bleibt nur der Modus. Haben Sie eine ordinalskalierte Variable vorliegen, so k\u00f6nnten Modus oder Median zum Einsatz kommen und ab Intervallskalenniveau k\u00f6nnen alle drei Kennwerte verwendet werden. In diesem Fall gilt es abzuw\u00e4gen wie stark die Verzerrung durch Ausrei\u00dfer auf den Mittelwert zu erwarten ist. Bei sehr gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilungen ist der Mittelwert die beste Wahl, bei ungleichm\u00e4\u00dfigen Verteilungen mit Ausrei\u00dfern ist der Median oft die sensiblere Entscheidung. Die folgende Tabelle gibt nochmal eine \u00dcbersicht hierzu:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 68px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Skalenniveau der<br \/>\nVariable<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Modus<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Median<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Mittelwert<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Nominal<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Ordinal<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Intervall<\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1073\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5.png\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5.png 983w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5-300x142.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5-768x363.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5-65x31.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5-225x106.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-5-350x166.png 350w\" sizes=\"(max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/d_bhw2hGL5o\">Video 2.3 Kennwerte \u2013 welches Lagema\u00df ist das Richtige?<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.3 Kennwerte - Welches Lagema\u00df ist das richtige?\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/d_bhw2hGL5o?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.6 Streuungsma\u00dfe<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verteilungen k\u00f6nnen <strong>gleiche Ma\u00dfe der zentralen Tendenz<\/strong> (z.B. Mittelwert) besitzen, dabei aber unterschiedlich breit streuen (d.h. unterschiedlich stark vom Mittel abweichen). Nehmen wir als Beispiel an, ein Sch\u00fcler wird von seinen Eltern gefragt, wie denn die anderen Sch\u00fcler in der Mathe-Klausur abgeschnitten haben. Wahrheitsgem\u00e4\u00df antwortet er, dass der Mittelwert in der Klasse bei einer Note 3 lag. Das kann jedoch ganz unterschiedliche Gr\u00fcnde haben: Alle vier Verteilungen, die nachfolgend abgebildet sind, haben den gleichen Mittelwert von 3. Sie sehen jedoch sofort, dass die Verteilungen sehr unterschiedlich sind. Im einen Extremfall haben alle Sch\u00fcler eine 3 geschrieben, im anderen Extremfall hat kein einziger Sch\u00fcler eine 3 geschrieben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1076 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-1024x193.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-1024x193.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-300x57.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-768x145.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-1536x290.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-2048x386.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-65x12.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-225x42.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild7-5-350x66.png 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund ist es wichtig, auch f\u00fcr die Streuung ein Ma\u00df zu finden, das mit nur einem Wert einen R\u00fcckschluss auf die Streuung zul\u00e4sst. Die n\u00e4chste Gruppe der Kennwerte, die sogenannten Streuungsma\u00dfe, haben genau diese Aufgabe.<\/p>\n<p>Streuungsma\u00dfe geben grunds\u00e4tzlich Auskunft \u00fcber die <strong>Variabilit\u00e4t<\/strong> der Werte, d.h. wie weit die Werte um die zentrale Tendenz verteilt liegen. Wir unterscheiden folgende Streuungsma\u00dfe (manchmal auch Dispersionsma\u00dfe genannt):<\/p>\n<ul>\n<li>Spannweite\/Range<\/li>\n<li>Varianz<\/li>\n<li>Standardabweichung<\/li>\n<li>Interquartilsabstand<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Folgenden wollen wir uns nun genauer mit diesen Kennwerten auseinandersetzen.<\/p>\n<h1>2.7 Spannweite \/ Range<\/h1>\n<p>Die <strong>Spannweite <\/strong>(auch: Variationsbreite; bzw. aus dem englischen Range) ist die Differenz zwischen dem gr\u00f6\u00dften (Maximum) und dem kleinsten Wert (Minimum).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1084\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-1024x220.png\" alt=\"\" width=\"796\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-1024x220.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-300x64.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-768x165.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-225x48.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7-350x75.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-7.png 1478w\" sizes=\"(max-width: 796px) 100vw, 796px\" \/><\/p>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Beispiele<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Im Instagram-Follower-Beispiel:<\/p>\n<p>22, 40, 53, 57, 93, 1.252, 98, 103, 108, 116, 121<\/p>\n<p>Was ist hier die Spannweite?<\/p>\n<p>Berechnung:<\/p>\n<ol>\n<li>Minimum und Maximum bestimmen: Minimum = 22, Maximum = 1.252<\/li>\n<li>Spannweite = 1.252\u2013 22\u00a0 = 1.230<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Nachteil der Spannweite ist, dass <strong>nicht alle Werte ber\u00fccksichtigt<\/strong> werden (nur die Randwerte finden Ber\u00fccksichtigung) und die Spannweite damit sehr stark von Extremwerten abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/rD8prkL-VC4\">Video 2.4 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Spannweite<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.4 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Spannweite\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rD8prkL-VC4?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.8 Interquartilsabstand<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 1.125rem;\">E<\/span>ine L\u00f6sung f\u00fcr das letztere Problem ist es, die Extremwerte aus der Analyse auszuschlie\u00dfen und sich z.B. nur mit den <strong>50% der Werte in der Mitte der Verteilung<\/strong> zu besch\u00e4ftigen. Dies ist der sogenannte Interquartilsbereich,\u00a0 oder Interquartilsabstand. Im Gegensatz zur Spannweite, die das Minimum und Maximum des gesamten Datensatzes abbildet, repr\u00e4sentiert der Interquartilsabstand die mittleren 50% der Werte und ist damit nur wenig durch Ausrei\u00dfer (besonders gro\u00dfe oder besonders kleine Werte) beeinflusst. Die Berechnung \u00e4hnelt dem Median. Zun\u00e4chst ordnet man die Werte der Gr\u00f6\u00dfe nach an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1086 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-1024x214.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-1024x214.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-300x63.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-768x161.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-225x47.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2-350x73.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-2.png 1478w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zweiten Schritt teilt man die Verteilung in vier gleiche Teile auf. Die vier daraus resultierende Quartile finden in der Statistik h\u00e4ufig Verwendung und werden 1., 2., 3. und 4.Quartil genannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1087 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-1024x218.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-1024x218.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-300x64.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-768x164.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-225x48.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2-350x75.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-2.png 1450w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Spannweite zwischen Beginn des zweiten und Ende des dritten Quartils repr\u00e4sentiert dabei den <strong>Interquartilsabstand<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1088 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-1024x230.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-1024x230.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-300x67.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-768x173.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-65x15.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-225x51.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3-350x79.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-3.png 1450w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese zwei Randwerte lassen sich mit der Formel 0,25 \u22c5 n bzw. 0,75 \u22c5 n sehr leicht ermitteln. In unserem Beispiel ergibt dies bei <em>n<\/em> = 16 Werten den 4. Wert (0,25 \u22c5\u00a0 16 =4) und den 12.Wert (0,75 \u22c5\u00a0 16 = 12). Erh\u00e4lt man bei dieser Berechnung einen ungeraden Wert, dann wird stets aufgerundet. Haben wir zum Beispiel <em>n<\/em> = 10 Werte, so nimmt man den 3. Wert (0,25 \u22c5 10 = 2,5 &#8211; aufgerundet 3) und den 8. Wert (0,75 \u22c5 10 = 7,5 aufgerundet 8).<\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr den Interquartilsabstand ist <em><strong>IQR<\/strong><\/em> (aus dem Englischen f\u00fcr interquartil range).<\/p>\n<p>Statistische Eigenschaften:<\/p>\n<ul>\n<li>Es liegen immer insgesamt 50% der Daten innerhalb des Interquartilsabstands<\/li>\n<li>Vorteil: Der Interquartilsabstand ist nicht anf\u00e4llig gegen\u00fcber Ausrei\u00dfern<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Beispiele<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Im Instagram-Follower-Beispiel:<\/p>\n<p>22, 40, 53, 57, 93, 1.252, 98, 103, 108, 116, 121, 125<\/p>\n<p>Was ist hier der Interquartilsabstand ?<\/p>\n<p>Berechnung:<\/p>\n<ol>\n<li>Wir bringen die Zahlen in eine Reihenfolge: 22,40,53,57,93,98,103,108,116,121,125, 1252<\/li>\n<li>Wir bestimmen die Position der beiden Randwerte:<br \/>\n0,25 x 12 = 3 (also den 3.Wert &#8211; 53)<br \/>\n0,75 x 12 = 9 (also den 9.Wert &#8211; 116)<\/li>\n<li>Wir bilden die Differenz: 116-53 = 63. Das hei\u00dft der Interquartilsabstand ist 63.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich ber\u00fccksichtigt der Interquartilsabstand auch nur zwei &#8222;Randwerte&#8220; und nicht alle Werte der Verteilung. Daher wollen wir uns nun damit besch\u00e4ftigen, wie die Streuung einer Variablen unter Ber\u00fccksichtigung aller Werte ermittelt werden kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/xXhiulrx2Bk\">Video 2.7 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Interquartilsabstand<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.7 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Interquartilsabstand\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xXhiulrx2Bk?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.9 Varianz<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Analog zum arithmetischen Mittel ist <strong>die Varianz<\/strong> ein Kennwert, der <strong>alle Werte<\/strong> einer Verteilung <strong>miteinbezieht<\/strong>. Das Vorgehen ist dabei zun\u00e4chst denkbar einfach. Die Varianz basiert auf dem arithmetischen Mittel und ber\u00fccksichtigt alle Abweichungen vom Mittelwert. Die Abst\u00e4nde aller Werte zum Mittelwert werden einfach aufsummiert. Je weiter die Werte um den Mittelwert herum streuen, desto gr\u00f6\u00dfer sollte dieser Kennwert werden. Das Problem dabei: Positive und negative Abweichungen heben sich hierbei stets exakt zu 0 auf (was an der Definition des Mittelwerts liegt). Die einfache L\u00f6sung: Die Abweichungen der Werte zum Mittelwert werden quadriert. Man berechnet also die Summe der quadrierten Abweichung (Quadratsumme, engl. sum of squares).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1089\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-1024x170.png\" alt=\"\" width=\"657\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-1024x170.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-300x50.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-768x128.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-65x11.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-225x37.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3-350x58.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-3.png 1421w\" sizes=\"(max-width: 657px) 100vw, 657px\" \/><\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr die hier dargestellte Quadratsumme ist <em><strong>QS<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch hier entsteht ein neues Problem: Die Gr\u00f6\u00dfe der Quadratsumme h\u00e4ngt von der Anzahl der Messwerte bzw. Merkmalstr\u00e4ger ab. Das hei\u00dft, je mehr Werte vorliegen, desto gr\u00f6\u00dfer wird automatisch die Varianz werden. Da wir aber ein Ma\u00df haben wollen, das unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Stichprobe ist, relativiert man das Ergebnis noch an der Anzahl der Merkmalstr\u00e4ger (n) der Stichprobe. Die <strong>Varianz<\/strong> ist also die <strong>Summe der quadrierten Abweichungen<\/strong> vom Mittelwert, <strong>dividiert durch die Anzahl der Messwerte n<\/strong>. Oder anders ausgedr\u00fcckt bezeichnet die Varianz also die <strong>durchschnittliche (quadrierte) Abweichung<\/strong> vom Mittelwert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1090\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-1024x193.png\" alt=\"\" width=\"690\" height=\"130\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-1024x193.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-300x57.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-768x145.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-65x12.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-225x43.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2-350x66.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-2.png 1429w\" sizes=\"(max-width: 690px) 100vw, 690px\" \/><\/p>\n<p>Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr die Varianz <strong><em>s<sup>2<\/sup><\/em><\/strong>.<\/p>\n<p>Die Varianz nimmt umso gr\u00f6\u00dfere Werte an, je st\u00e4rker die einzelnen Messwerte von ihrem Mittelwert abweichen.<\/p>\n<p>Das Quadrieren der Abweichungen hat folgende<strong> mathematische Eigenschaften<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Alle Abweichungen werden positiv<\/li>\n<li>Gr\u00f6\u00dfere Abweichungen werden st\u00e4rker gewichtet<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorteil der Varianz ist, dass zum einen alle Werte einer Verteilung mitber\u00fccksichtigt werden und zum anderen die Gr\u00f6\u00dfe des Kennwerts ein Ma\u00df daf\u00fcr ist, wie stark die Werte um den Mittelwert streuen. Daher hat die Varianz in der Statistik auch eine hohe Bedeutung. Dieser Kennwert hat jedoch auch einen Nachteil: Der resultierende Wert ist wegen des Quadrierens der Abweichungen auf den ersten Blick nur schwer interpretierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Quadrieren hat den unsch\u00f6nen Nebeneffekt, dass die Varianz ein <strong>Ma\u00df f\u00fcr die mittleren quadrierten Abweichungen<\/strong> ist. Um einen Kennwert, der besser interpretierbar ist, zu erhalten, m\u00fcssen wir das Quadrieren r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Daher ist die L\u00f6sung: Wir ziehen am Ende einfach die Wurzel aus der Varianz. Diesen Kennwert nennt man die <strong>Standardabweichung<\/strong>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch3.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n<h1>2.10 Standardabweichung<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Standardabweichung<\/strong> ist die positive Wurzel aus der Varianz (hier wird das Quadrieren wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht). Daher ist die Standardabweichung einfach die Wurzel der Varianz und die Formel lautet entsprechend:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1091\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-1024x180.png\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-1024x180.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-300x53.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-768x135.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-1536x269.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-65x11.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-225x39.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3-350x61.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-3.png 1625w\" sizes=\"(max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Abk\u00fcrzung f\u00fcr die Standardabweichung ist <em><strong>s<\/strong><\/em> oder <em><strong>sd<\/strong> <\/em>(aus dem Englischen f\u00fcr standard deviation)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben nun ein<strong> Ma\u00df f\u00fcr die durchschnittlichen Abweichungen vom Mittelwert<\/strong> gefunden, welches in der Ma\u00dfeinheit einer gegebenen Skala dargestellt wird. Die Standardabweichung ist eine Kenngr\u00f6\u00dfe, die angibt, <strong>wie gut ein Mittelwert eine Verteilung repr\u00e4sentiert<\/strong>. Je gr\u00f6\u00dfer die Standardabweichung im Verh\u00e4ltnis zum Mittelwert, umso mehr weichen die einzelnen Messwerte vom Mittelwert ab. Wenn wir also zum Beispiel wissen, dass Studierende in einem Kurs im Mittel 21 Jahre alt sind und wir nun zus\u00e4tzlich wissen, dass die Standardabweichung 2 Jahre betr\u00e4gt , dann hilft uns das nun, die Verteilung besser zu verstehen. In diesem Fall l\u00e4sst sich ableiten, dass das Alter der Studierenden nur sehr wenig,\u00a0 durchschnittlich eben nur um 2 Jahre, vom Mittelwert abweicht. Die Standardabweichung, die Urspr\u00fcnglich von Karl Pearson entwickelt wurde<a class=\"footnote\" title=\"Pearson Karl 1894III. Contributions to the mathematical theory of evolutionPhilosophical Transactions of the Royal Society of London. (A.)18571\u2013110 http:\/\/doi.org\/10.1098\/rsta.1894.0003\" id=\"return-footnote-39-1\" href=\"#footnote-39-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a>, ist in der Statistik sehr beliebt, da Sie noch mehr R\u00fcckschl\u00fcsse zul\u00e4sst, wenn die zugrundeliegende Variable normalverteilt ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/2fE_kFEaV-I\">Video 2.5 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Varianz &amp; Standardabweichung<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.5 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Varianz &amp; Standardabweichung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/2fE_kFEaV-I?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.11 Die Normalverteilung<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Normalverteilung<\/strong> wird f\u00fcr den zweiten Teil des Buchs <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/part\/inferenzstatistik\/\">Inferenzstatisti<\/a><a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/part\/inferenzstatistik\/\">k<\/a> noch sehr relevant werden. Wir wollen Sie aber an dieser Stelle schon einf\u00fchren, da sie auch in der deskriptiven Statistik durchaus Anwendung findet. Der Begriff der &#8222;Normalverteilung&#8220; wurde gepr\u00e4gt von Adolphe Quetelet, der im Jahr 1844 eine verbl\u00fcffende Entdeckung machte. Bei Untersuchungen des Brustumfangs von mehreren tausend Soldaten stellte er fest, dass die gemessenen Werte immer einer <strong>symmetrischen, glockenf\u00f6rmigen Verteilung<\/strong> folgen. Diese Verteilung, die schon 1809 von Carl Friedrich Gau\u00df theoretisch hergeleitet wurde, findet sich nahezu \u00fcberall in der Natur. Ob man die Gr\u00f6\u00dfe von Berggorillas misst, oder die Sprungweite von Laubfr\u00f6schen &#8211; in der Natur sind nahezu alle Werte normalverteilt. Die Normalverteilung ist eine unimodale (=eine Spitze), symmetrische (=links und rechts gleich) Verteilung mit glockenf\u00f6rmigem Verlauf. Dabei gibt es jedoch nicht die eine feste Normalverteilung. Jede Normalverteilung ist anders, aber kann durch nur zwei Werte fest definiert werden:\u00a0 Wenn der <strong>Mittelwert<\/strong> und die <strong>Standardabweichung<\/strong> bekannt sind, dann ist auch die Verteilung der Werte bekannt. Wenn Sie also eine normalverteilte Variable betrachten (z.B. die Gr\u00f6\u00dfe von Menschen), dann reicht es Ihnen, wenn Sie diese beiden Kennwerte wissen und Sie k\u00f6nnen die gesamte Verteilung darstellen und beschreiben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1092\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-1024x557.png\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-1024x557.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-300x163.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-768x418.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-65x35.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-225x122.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4-350x191.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-4.png 1038w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Graphisch l\u00e4sst sich zeigen, dass die Standardabweichung den Abstand des Mittelwerts zum Wendepunkt einer Normalverteilung angibt. Zwischen diesen beiden Punkten liegen ca. 68%, also ca. 2\/3 aller Messwerte. Hierdurch lassen sich also durchaus praktische R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die Verteilung der Werte ziehen, sobald die Standardabweichung bekannt ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1093\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-1024x395.png\" alt=\"\" width=\"588\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-1024x395.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-300x116.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-768x296.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-65x25.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-225x87.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3-350x135.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-3.png 1383w\" sizes=\"(max-width: 588px) 100vw, 588px\" \/><\/p>\n<div class=\"textbox textbox--examples\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Beispiel<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">Wenn wir nun z.B. Wissen, dass M\u00e4nner in Deutschland im Mittel 75 kg wiegen und die Standardabweichung 10kg betr\u00e4gt, so k\u00f6nnen wir ableiten, dass 2\/3 der M\u00e4nner in Deutschland zwischen 65-85 Kilogramm wiegen.<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Expertenwissen<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Im Intervall +\/- einer Standardabweichung liegen exakt 68,3% der F\u00e4lle. Zwischen zwei Standardabweichungen Abstand (jeweils in beide Richtungen), liegen exakt 95,4 % der Werte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/a5ITae_p5PE\">Video 2.6 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Standardabweichung &amp; Normalverteilung<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.6 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Standardabweichung &amp; Normalverteilung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/a5ITae_p5PE?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.12 \u00dcbersicht Streuungsma\u00dfe<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben nun gelernt, dass die Streuung einer Verteilung mit verschiedenen Kennwerten wiedergegeben werden kann. Allen gemein ist, dass sie ein Ma\u00df daf\u00fcr darstellen, wie sehr die einzelnen Werte von den Werten der zentralen Tendenz abweichen. Welches ist aber nun das \u201ebeste\u201c Ma\u00df f\u00fcr die Streuung? Das h\u00e4ngt wieder von Ihrem Untersuchungsgegenstand ab. F\u00fcr nominalskalierte Werte gibt es kein Streuungsma\u00df, ab ordinalskalierten Werten k\u00f6nnen Spannweite und Interquartilsabstand herangezogen werden. Ab intervallskalierten Variablen dann auch Varianz und Standardabweichung.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 96.8561%; height: 68px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Skalen-<br \/>\nniveau<\/td>\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\">Spann-<br \/>\nweite<\/td>\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\">Interquartils-<br \/>\nabstand<\/td>\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\">Varianz und Standard-<br \/>\nabweichung<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Nominal<\/td>\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Ordinal<\/td>\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #ff0000;\">nein<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 17px;\">\n<td style=\"width: 20%; height: 17px;\">Intervall<\/td>\n<td style=\"width: 20.5259%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.6484%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 19.3943%; height: 17px;\"><span style=\"color: #339966;\">ja<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/mx_ZqP9wZEQ\">Video 2.8 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Welches nehme ich?<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.8 Kennwerte Streuungsma\u00dfe Welches nehme ich?\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/mx_ZqP9wZEQ?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<h1>2.13 Kennwerte mit Jamovi berechnen<\/h1>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Nachdem wir nun viele Kennwerte m\u00fchsam von Hand berechnet haben, wollen wir diese nun mit wenigen Klicks in Jamovi berechnen. Die Berechnung von Kennwerten ist oft der Einstieg in eine erste Datenanalyse. Neben den Kennwerten sollten zus\u00e4tzlich auch grafische Darstellungen von Verteilungen betrachtet werden (kommt im n\u00e4chsten Kapitel). In Jamovi stehen verschiedene Men\u00fcs zur Verf\u00fcgung, um Lagema\u00dfe und Streuungsma\u00dfe zu berechnen. Hierzu gehen wir in das Men\u00fc:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Analysen &gt; Erforschung &gt; Deskriptivstatistiken<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie mehrere Variablen gleichzeitig analysieren. Ziehen Sie die gew\u00fcnschten Variablen in das Feld &#8222;Variablen&#8220;. Unter den &#8222;Statistiken&#8220;-Einstellungen k\u00f6nnen Sie verschiedene Kennwerte ausw\u00e4hlen, darunter das arithmetische Mittel, die Standardabweichung, die Varianz und die Spannweite. Auch der Median und der Modus, sowie der Interquartilsabstand (IQR) sind hier verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>H\u00e4ufigkeitstabellen<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit einem Klick auf &#8222;H\u00e4ufigkeitstabellen&#8220; k\u00f6nnen Sie f\u00fcr nominale Variablen einfach H\u00e4ufigkeiten erzeugen (z.B. den Anteil der weiblichen Studierenden) . Die H\u00e4ufigkeitstabellen werden im Detail im n\u00e4chsten Kapitel behandelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong>Mittelwerte vergleichen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wenn Sie eine weitere nominale Variable in das Feld &#8222;Aufgeteilt nach&#8220; ziehen k\u00f6nnen Sie Kennwerte einer metrischen Variable f\u00fcr verschiedene Gruppen vergleichen. Dies erm\u00f6glicht beispielsweise die Berechnung des Mittelwerts der Variable &#8222;Schuhgr\u00f6\u00dfe&#8220;, getrennt nach Geschlecht.<\/p>\n<p>Im folgenden Video zeige ich wie Kennwerte in Jamovi berechnet werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2 9 Kennwerte mit Jamovi berechnen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7xofJARcs6Y?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.14 Datenmanagement in Jamovi<\/h1>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Manchmal ist es notwendig, neue Variablen aus bestehenden Daten zu berechnen oder bestehende Variablen zu transformieren. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um Mittelwerte oder Differenzen zu berechnen, Kategorien neu zu codieren oder logarithmische Transformationen durchzuf\u00fchren. In Jamovi erfolgt dies \u00fcber das Men\u00fc:<\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><em><strong>Daten &gt; Berechnen<\/strong><\/em><\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie Formeln eingeben, um neue Werte zu generieren, beispielsweise die Berechnung eines Mittelwerts \u00fcber mehrere Variablen oder die Umwandlung einer Variable in Metern in Zentimeter.<\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><em><strong>Daten &gt; Transformieren <\/strong><\/em><\/p>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Dieses Men\u00fc erm\u00f6glicht es, bestehende Werte nach definierten Regeln zu ver\u00e4ndern. Nach der Berechnung oder Transformation wird die neue Variable direkt in die Datentabelle eingef\u00fcgt und kann f\u00fcr Analysen verwendet werden. Ein einfaches Beispiel, dass auch im folgenden Video gezeigt wird ist die Zuordnung von Wertebereichen in Kategorien, z.B. 0 und 1.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2 11 Variablen berechnen und Transformieren mit Jamovi\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/nh_fFzsU8Jo?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.15 Kennwerte mit SPSS berechnen<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir nun viele Kennwerte m\u00fchsam von Hand berechnet haben, wollen wir im Folgenden diese nun von SPSS mit wenigen Klicks berechnen lassen. Die Berechnung von Kennwerten ist oft der Einstieg in eine erste Datenanalyse. Neben dem Berechnen von Kennwerten sollten jedoch zus\u00e4tzlich auch graphische Darstellungen von Verteilungen betrachtet werden (kommt im n\u00e4chsten Kapitel). Grunds\u00e4tzlich gibt es in SPSS verschiedene Men\u00fcs die es erlauben Lagema\u00dfe und Streuungsma\u00dfe zu berechnen. Da jedes Men\u00fc spezifische St\u00e4rken und Schw\u00e4chen hat wollen wir im Folgenden drei Men\u00fcs n\u00e4her betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Deskriptive Statistiken &gt; Deskriptive Statistik<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie beliebig viele Variablen zur Analyse verwenden (von links nach rechts ziehen). Mit einem Klick auf <em><strong>Optionen<\/strong><\/em> erhalten Sie eine \u00dcbersicht der zur Verf\u00fcgung stehenden Kennwerte. Hier k\u00f6nnen Sie den Mittelwert (Arithmetisches Mittel), die Standardabweichung und die Varianz, sowie die Spannweite ausw\u00e4hlen. Leider nicht vorhanden sind die Lagema\u00dfe Median und Modus. Diese finden wir im n\u00e4chsten Men\u00fc.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Deskriptive Statistiken &gt; H\u00e4ufigkeiten<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie zwei Ausgaben erzeugen: Eine Tabelle mit Kennwerte und eine H\u00e4ufigkeitstabelle. Mit letzterem besch\u00e4ftigen wir uns im n\u00e4chsten Kapitel. F\u00fcr die Kennwerte-Tabelle k\u00f6nnen Sie \u00fcber den Button <em><strong>Statistiken<\/strong><\/em> die gew\u00fcnschten Kennwerte ausw\u00e4hlen. Hier finden Sie nun auch Median und Modus, sowie die Quartile, die es Ihnen erlauben den Interquartilsabstand zu berechnen. Hierf\u00fcr nehmen Sie die Distanz zwischen dem 25%-Perzentil und dem 75%-Perzentil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Analysieren &gt; Mittelwerte vergleichen &gt; Mittelwerte<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesem Men\u00fc k\u00f6nnen Sie die Kennwerte f\u00fcr Variablen, getrennt nach einer weiteren (nominalen) Variable berechnen. Damit k\u00f6nnen wir zum Beispiel den Mittelwert der Variable &#8222;Schuhgr\u00f6\u00dfe&#8220; berechnen, getrennt nach M\u00e4nnern und Frauen. Hierf\u00fcr tragen Sie bei <em><strong>Abh\u00e4ngige Variable<\/strong><\/em>, die Variable ein, f\u00fcr die Kennwerte berechnet werden wollen (z.B. die Schuhgr\u00f6\u00dfe). Im Feld <em><strong>Unabh\u00e4ngige Variable<\/strong><\/em> geben Sie die Variable ein, nach der die Gruppen aufgeteilt werden sollen (z.B. Geschlecht).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden Video wird die Berechnung von Kennwerten mit Hilfe dieser drei Men\u00fcs nochmal erl\u00e4utert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/T9l19oU7MpM\">Video 2.9 Kennwerte mit SPSS berechnen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.9 Kennwerte mit SPSS berechnen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/T9l19oU7MpM?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>2.16 Datenmanagement in SPSS<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Folgenden wollen wir noch die M\u00f6glichkeiten betrachten, in SPSS Daten f\u00fcr die Analysen von Kennwerten vorzubereiten. Dabei sollen oft<strong> nur bestimmte Personengruppen ausgewertet werden<\/strong> (z.B. der Mittelwert der m\u00e4nnlichen Personen) oder eine Variable soll vor der Analyse umgewandelt werden (z.B. in Altersgruppen).<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">F\u00e4lle Ausw\u00e4hlen<\/h2>\n<div style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr statistische Analysen ist es h\u00e4ufig notwendig, nur bestimmte F\u00e4lle auszuw\u00e4hlen. Beispielsweise wollen Sie nur die weiblichen Personen oder nur Personen ab 35 Jahren untersuchen. Ein weiterer Anwendungsfall ist der Ausschluss von Fehleingaben und Ausreisern. Beispielsweise k\u00f6nnten Sie Personen mit einem extrem hohen Einkommen aus der Stichprobe ausschlie\u00dfen, da dies sonst zu Verzerrungen oder einem schlechteren Vorhersagemodell f\u00fchrt. Hierzu gehen Sie in folgendes Men\u00fc:<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\u00a0<em><strong>Daten &gt; F\u00e4lle ausw\u00e4hlen.<\/strong><\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Mit einem Klick auf<em><strong> Falls<\/strong> <\/em>wird ein Filter definiert, der f\u00fcr alle folgenden Analysen gilt. Hier sind alle logischen Operationen m\u00f6glich. Beispielsweise k\u00f6nnten Sie die Variable <em>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe<\/em> in cm nutzen und die Operation <em>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe&gt;100<\/em> definieren. Damit werden nur noch Personen mit einbezogen, die gr\u00f6\u00dfer als 100 cm sind. Alle Personen unter 100 cm, sowie Personen, die keine Gr\u00f6\u00dfe angegeben haben werden ausgeschlossen. Man erkennt unten rechts im Datenfenster in der Statusanzeige, ob ein Filter aktiv ist. Inaktive F\u00e4lle werden in der ersten Spalte (der Laufnummer) durchgestrichen. Achtung: Die Auswahl gilt so lange, bis sie diese wieder durch einen Besuch im selben Men\u00fc und der Auswahl <em><strong>alle F\u00e4lle<\/strong> <\/em>aufheben.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QD1SghVEA7s\">Video 2.10 F\u00e4lle Ausw\u00e4hlen<\/a><\/div>\n<div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.10 F\u00e4lle Ausw\u00e4hlen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/QD1SghVEA7s?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<h2>Variablen umcodieren<\/h2>\n<div style=\"text-align: justify;\">SPSS biete eine recht komfortable M\u00f6glichkeit <strong>Variablen neu zu codieren<\/strong>. Hierf\u00fcr kann es mehrere Anwendungsf\u00e4lle geben. Zum Beispiel wollen Sie f\u00fcr eine Analyse aus einer metrischen Variable eine nominale Variable machen (z.B. Alter in 3 Altersgruppen umcodieren). Es k\u00f6nnte auch sein, dass Sie die Zahlencodes \u00e4ndern oder einfach nur umdrehen wollen (z.B. eine Skala 1-5 in eine Skala 5-1 umwandeln). Hierf\u00fcr gibt es das Men\u00fc:<\/div>\n<div><\/div>\n<div><em><strong>Transformieren &gt; Umcodieren in andere Variable<\/strong><\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sie w\u00e4hlen zun\u00e4chst die Ursprungsvariable aus und vergeben f\u00fcr die neue Variable einen neuen Namen. \u00dcber einen (notwendigen) Klick auf \u201eAlte und neue Werte\u201c gelangen Sie in das eigentliche Herzst\u00fcck dieses Men\u00fcs: der Umcodierungstabelle. Hier k\u00f6nnen Sie links die bisherigen Werte (<em>Alter Wert<\/em>) eingeben und rechts die <em>neuen Werte<\/em>. Beispielsweise k\u00f6nnen Sie hier hinterlegen, dass Personen von 0-25 Jahre die Kategorie 1 bekommen, Personen von 26-50 Jahre, die Kategorie 2 und so weiter. Nach Abschluss der Umcodierung sollte eine neue Variable angelegt worden sein (in der Variablenansicht ganz unten oder in der Datenansicht ganz rechts), die jeder Person im Datensatz einen neuen Wert zuordnet. Wichtig ist zum Abschluss, dass Sie bei der neuen Variable die <em><strong>Wertebeschriftungen<\/strong> <\/em>in der Variablenansicht pflegen. Das hei\u00dft Sie sollten noch hinterlegen wof\u00fcr zum Beispiel die Kategorie 1 steht (Beispielsweise die Personen von 0-25 Jahren).<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/youtu.be\/fc8IuV8MRRM\">Video 2.11 Transformieren von Variablen<\/a><\/div>\n<div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.11 Variablen Berechnen und Transformieren in SPSS\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fc8IuV8MRRM?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Wenn Sie Kennwerte in R berechnen wollen, finden Sie <a href=\"https:\/\/www.statistikgrundlagen.de\/R-Kurs\/deskriptive-statistik.html\">hier<\/a> des entsprechende Kapitel in meinem R-Buch.<\/p>\n<h1>2.17 \u00dcbungsfragen<\/h1>\n<p>Bei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-46\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"46\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-47\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"47\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-48\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"48\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-82\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"82\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p>In diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht.\u00a0Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-7\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"7\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-8\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"8\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-9\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"9\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-10\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"10\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-80\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"80\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-81\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"81\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-85\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"85\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<h1>2.18 \u00dcbungsaufgaben<\/h1>\n<p>Die Burgerkette Five Profs m\u00f6chte zwei neue Burger einf\u00fchren: den Full Harmony Burger und den Super Tasty Burger. Vorab wird eine Umfrage zu den beiden Burgern durchgef\u00fchrt. Es wurden 5 Studenten gefragt, diese zwei Burger auf einer 7-stufigen Skala von -3 (= schmeckt \u00fcberhaupt nicht) bis +3 (= schmeckt sehr gut) zu beurteilen. Es ergaben sich folgende Messwerte:<\/p>\n<table class=\"grid landscape\" style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">Full Harmony Burger<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-3<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-3<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-1<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">2<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">3<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">Super Tasty Burger<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">2<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-2<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">-1<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">1<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%;\">0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>A<\/strong> Berechnen Sie den Mittelwert und Median und Varianz f\u00fcr beide Burger<br \/>\n<strong>B<\/strong> Berechnen Sie die Varianz und Standardabweichung f\u00fcr den Super Tasty Burger<\/p>\n<p>L\u00f6sung A:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.12 \u00dcbungsaufgabe zum Mittelwert und Median\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_BQECtuKthc?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>L\u00f6sung B:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"2.13 \u00dcbungsaufgabe zur Standardabweichung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0vS1QbpGTHg?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/5ro31tpkiOMYJQwprTARqG?si=qsUsnFtWSXSYJELIv0sPHA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1877\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt.png\" alt=\"\" width=\"985\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt.png 985w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt-300x87.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt-768x223.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt-65x19.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt-225x65.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Unbenannt-350x102.png 350w\" sizes=\"(max-width: 985px) 100vw, 985px\" \/><\/a><\/p>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-39-1\">Pearson Karl 1894III. Contributions to the mathematical theory of evolutionPhilosophical Transactions of the Royal Society of London. (A.)18571\u2013110 http:\/\/doi.org\/10.1098\/rsta.1894.0003 <a href=\"#return-footnote-39-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">&crarr;<\/a><\/li><\/ol><\/div>","protected":false},"author":1,"menu_order":2,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"part":22,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/39"}],"collection":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/39\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1683,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/39\/revisions\/1683"}],"part":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/22"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/39\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=39"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=39"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}