{"id":1568,"date":"2022-01-06T16:18:43","date_gmt":"2022-01-06T15:18:43","guid":{"rendered":"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/?post_type=chapter&#038;p=1568"},"modified":"2022-10-28T09:45:20","modified_gmt":"2022-10-28T07:45:20","slug":"zweifaktorielle-varianzanalyse_two_way_anova","status":"web-only","type":"chapter","link":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/zweifaktorielle-varianzanalyse_two_way_anova\/","title":{"rendered":"Zweifaktorielle Varianzanalyse (Two-Way ANOVA)"},"content":{"raw":"<h1>17.0 Einf\u00fchrung Zweifaktorielle Varianzanalyse<\/h1>\r\nIm letzten Kapitel haben Sie die einfaktorielle Varianzanalyse kennengelernt. Diese untersucht, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Mittelwerten mehrerer Gruppen gibt, die sich hinsichtlich <em>eines<\/em> Faktors unterscheiden. Zum Beispiel haben wir im letzten Kapitel untersucht ob sich unterschiedliche Lernmethoden auf die Einarbeitungszeit auswirken. Nehmen wir nun einen weiteren Faktor hinzu und untersuchen beispielsweise, ob sich die Einarbeitungszeit von Mitarbeitenden nicht nur zwischen den Lernmethoden unterscheidet, sondern auch abh\u00e4ngig vom Geschlecht ist verwenden wir die <strong>zweifaktorielle Varianzanalyse<\/strong>.\u00a0 Die zweifaktorielle Varianzanalyse untersucht, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Mittelwerten mehrerer Gruppen gibt, <strong>die sich bez\u00fcglich <em>zwei<\/em> Faktoren unterscheiden<\/strong>. Man kann dieses Beispiel nat\u00fcrlich auch um weitere Faktoren erweitern (z.B. Altersgruppen) und spricht dann von einer dreifaktoriellen oder ganz allgemein von einer <strong>mehrfaktoriellen Varianzanalyse<\/strong>. Je mehr Faktoren (unabh\u00e4ngige Variablen) sie betrachten, desto komplexer wird die Interpretation der Ergebnisse. Daher sollten Sie sich m\u00f6glichst auf den zweifaktoriellen Fall beschr\u00e4nken auf den wir im Folgenden auch n\u00e4her eingehen.\r\n\r\nUm ihnen die Funktionsweise anschaulich darzustellen, f\u00fchren wir das eben genannte Beispiel fort. Wir m\u00f6chten herausfinden, welche Lernmethode sich f\u00fcr das Burgerbraten am besten eignet und ob es hierbei Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen gibt (Um das Beispiel nicht zu kompliziert zu machen gehen wir im Folgenden davon aus, dass es nur diese beiden Geschlechter gibt). Um dies herauszufinden, haben wir<strong> sechs unabh\u00e4ngige Gruppen gebildet<\/strong>. Drei Gruppen von Frauen, die nach jeweils einer der drei Lernmethoden das Burgerbraten lernen, und drei Gruppen mit m\u00e4nnlichen Teilnehmern. Bei allen Gruppen wurde die Dauer der Einarbeitung in Tagen gemessen, die die Teilnehmenden ben\u00f6tigt haben. Desto schneller, desto besser.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1579 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-1024x492.png\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"302\" \/>\r\n\r\nUm unsere Fragestellung zu beantworten, f\u00fchren wir nun im Folgenden eine unabh\u00e4ngige <strong>zweifaktorielle Varianzanalyse<\/strong> mit einem<strong> sogenannten 3x2 Design<\/strong> durch (da 3 Lernmethoden und 2 Geschlechter).\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Expertenwissen: Messwiederholung und\u00a0 ANOVA<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nIn dem eben besprochenen Beispiel sind alle Gruppen voneinander unabh\u00e4ngig (in jedem der 6 K\u00e4sten sind andere Menschen). Dies muss nicht immer so sein. Es k\u00f6nnte auch sein, dass zum Beispiel jede Person drei unterschiedliche Lernmethoden durchl\u00e4uft (vielleicht auch mit zeitlichem Abstand) und jeweils danach die Leistung gemessen wird. Dies nennt man dann ein Messwiederholungsdesign, da die f\u00fcr die selbe Person zu mehreren Zeitpunkten Daten erhoben werden. Hierf\u00fcr gibt es die sogenannte Messwiederholungs-Varianzanalyse (im englischen <em>repeated measure ANOVA<\/em>). Kommt dann noch ein zweiter Faktor hinzu, der wiederum unabh\u00e4ngig ist (wie das Geschlecht) ben\u00f6tigt man die gemischte Varianzanalyse (im englischen <em>mixed ANOVA<\/em>).\u00a0 Beide Spezialf\u00e4lle werden wir in diesem Grundlagenbuch jedoch nicht weiter vertiefen. Zu welchem Versuchsaufbau sich welche Varianzanalyse eignet, erkl\u00e4rt Ihnen auch nochmal anschaulich das folgende Video.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/HnKT1SV7cl8\">16.1 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Einf\u00fchrung<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/HnKT1SV7cl8\r\n<h1>17.1 Voraussetzungen<\/h1>\r\nDie Voraussetzungen der zweifaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) sind dieselben, wie schon bei der einfaktoriellen Varianzanalyse aus dem letzten Kapitel. Deshalb werden diese hier nur kurz erl\u00e4utert:\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>intervallskalierte<\/strong> abh\u00e4ngige Variable<\/li>\r\n \t<li>Messwerte sind <strong>unabh\u00e4ngig<\/strong> voneinander\r\nJede unserer Gruppen muss unterschiedliche Probanden aufweisen. Haben wir ein Messwiederholungsdesign, wo dieselben Personen in mehreren zu vergleichenden Gruppen auftreten, f\u00fchren wir stattdessen eine Varianzanalyse mit Messwiederholung durch.<\/li>\r\n \t<li><strong>Normalverteilung<\/strong> der abh\u00e4ngigen Variablen in allen Testgruppen\r\n\u00dcberpr\u00fcfbar \u00fcber einen Kolmogorov-Smirnov, Lilliefors oder Shapiro-Wilk Test, die f\u00fcr die Annahme der Normalverteilung nicht signifikant werden d\u00fcrfen. Da die ANOVA jedoch recht robust ist gegen\u00fcber Verletzungen dieser Voraussetzungen, kann bei ausreichender Stichprobengr\u00f6\u00dfe dies auch vernachl\u00e4ssigt werden.<\/li>\r\n \t<li><strong>Varianzhomogenit\u00e4t<\/strong> in allen Gruppen\r\n\u00dcberpr\u00fcfbar \u00fcber den Levene-Test, der nicht signifikant werden sollte, um Varianzhomogenit\u00e4t (also gleiche Streuung der AV in allen Gruppen) annehmen zu k\u00f6nnen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/SJfnpy59cHY\">16.4 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Voraussetzungen<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/SJfnpy59cHY\r\n<h1>17.2 Hypothesen<\/h1>\r\nIm Gegensatz zu den anderen Testverfahren, die Sie bisher kennengelernt haben, untersucht die zweifaktorielle Varianzanalyse nicht nur eine <strong>sondern ganze drei Hypothesenpaare<\/strong>. Dies macht auch Sinn, denn wir k\u00f6nnen mit unserem Versuchsdesign verschiedene Unterschiede zwischen den Gruppen testen.\r\n\r\nZum einen k\u00f6nnen wir uns die Frage stellen, ob sich die ben\u00f6tigte Einarbeitungszeit ganz generell zwischen den drei Lernmethoden unterscheidet (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Dies entspricht der Frage, der wir im letzten Kapitel schon nachgegangen sind. Jedoch k\u00f6nnen wir nun auch herausfinden, ob es generelle Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen in der Dauer der Einarbeitung gibt (unabh\u00e4ngig von der Lernmethode). Die ersten beiden Hypothesenpaare untersuchen also, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Faktorstufen eines Faktors gibt, ohne dabei den anderen Faktor zu betrachten. In unserem Beispiel ergeben sich folgende Hypothesen:\r\n\r\nH<sub>0<\/sub>: Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen den drei Lernmethoden.\r\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt min. 1 signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen den drei Lernmethoden.\r\n\r\nH<sub>0<\/sub>: Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen M\u00e4nnern und Frauen.\r\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt min. 1 signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen M\u00e4nnern und Frauen.\r\n\r\nDie beiden Hypothesenpaare untersuchen die beiden Haupteffekte (was das genau ist, erfahren Sie im n\u00e4chsten Absatz).\r\n\r\nDas dritte Hypothesenpaar betrachtet <strong>die Kombination beider Faktoren<\/strong> (Lernmethode und Geschlecht) im Hinblick auf die abh\u00e4ngige Variable. In unserem Beispiel k\u00f6nnen wir uns fragen, ob die Art der Lernmethode einen anderen Einfluss auf die Dauer der Einarbeitung von Frauen als von M\u00e4nnern hat. Zum Beispiel k\u00f6nnten ja bestimmte Lernmethoden bei Frauen besser funktionieren als bei M\u00e4nnern oder andersherum. Daraus ergibt sich folgendes drittes Hypothesenpaar:\r\n\r\nH<sub>0<\/sub>: Die Einarbeitungsdauer zwischen Frauen und M\u00e4nnern wird nicht von der Lernmethode beeinflusst. (Die beiden Faktoren sind unabh\u00e4ngig voneinander)\r\nH<sub>1<\/sub>: Die Einarbeitungsdauer zwischen Frauen und M\u00e4nnern ist abh\u00e4ngig von der Lernmethode. (Die beiden Faktoren beeinflussen sich gegenseitig).\r\n\r\nDamit untersuchen wir eigentlich, ob die beiden Faktoren unabh\u00e4ngig voneinander sind oder sich gegenseitig beeinflussen (z.B. verst\u00e4rken). Ist dies der Fall (H<sub>1<\/sub> wird angenommen) liegt ein <strong>sogenannter Interaktionseffekt<\/strong> vor (dazu mehr im n\u00e4chsten Absatz).\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/9N2laenRI8o\">16.5 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Hypothesen<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/9N2laenRI8o\r\n<h1>17.3 Funktionsweise<\/h1>\r\nWie auch schon bei der einfaktoriellen ANOVA untersucht auch die zweifaktorielle ANOVA, ob die Streuung der Daten in unserer Stichprobe eher auf systematische Einfl\u00fcsse, wie das Geschlecht oder die Lernmethode, zur\u00fcckzuf\u00fchren ist oder, ob sie durch zuf\u00e4llige Unterschiede zwischen den Probanden entsteht. Dazu wird <strong>die Gesamtvarianz<\/strong> in <strong>die Modellvarianz<\/strong> (systematische Einfl\u00fcsse durch unsere zwei Faktoren) und <strong>die Fehlervarianz<\/strong> aufgeteilt. Die verschiedenen Varianzen werden mithilfe von Quadratsummen betrachtet. (Einen tiefergehenden Einblick, was sich hinter welchem Begriff genau verbirgt, finden sie im letzten Kapitel).\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1580 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-1024x428.png\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"204\" \/>\r\n\r\nDoch was ist nun der Unterschied zwischen der ein- und der zweifaktoriellen Varianzanalyse? Bei der einfaktoriellen ANOVA k\u00f6nnen die Unterschiede zwischen den Gruppen (=Modellvarianz) auf nur einen Faktor, beispielweise die verschiedenen Lernmethode, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Bei der zweifaktoriellen ANOVA ist dies nicht mehr so einfach. So k\u00f6nnen die Unterschiede zwischen den Gruppen in unserem Beispiel aufgrund der unterschiedlichen Lernmethode oder aufgrund des Geschlechts oder durch irgendeine Kombination beider Faktoren entstehen. Aus diesem Grund m\u00fcssen wir <strong>die Modellvarianz auf die verschiedenen Effekte aufteilen<\/strong>.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1581 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-1024x444.png\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"224\" \/>\r\n\r\nDie Modellvarianz teilt sich daher in drei Teile auf: Die Varianz, die durch Faktor A (Lernmethode) erkl\u00e4rt werden kann; Die Varianz, die durch Faktor B (Geschlecht) erkl\u00e4rt werden kann und die Varianz, die durch die Interaktion beider Faktoren erkl\u00e4rt werden kann. Die ersten beiden bezeichnet man als <strong>Haupteffekte<\/strong>, die Kombination beider Faktoren nennt man <strong>Interaktionseffekt<\/strong>.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1582 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-1024x542.png\" alt=\"\" width=\"518\" height=\"274\" \/>\r\n<h1><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch2.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a>\r\n17.4 Haupteffekt<\/h1>\r\nAls Haupteffekt wird der direkte Effekt eines Faktors auf die abh\u00e4ngige Variable bezeichnet. Da wir in der zweifaktoriellen ANOVA zwei Faktoren betrachten, gibt es dementsprechend auch <strong>zwei m\u00f6gliche Haupteffekte<\/strong>. In unserem Bespiel w\u00e4re der Einfluss der Lernmethode auf die Einarbeitungszeit Haupteffekt A und der Einfluss des Geschlechts auf die Dauer der Einarbeitung Haupteffekt B.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1584 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png\" alt=\"\" width=\"811\" height=\"355\" \/>\r\n\r\nDie beiden Haupteffekte untersuchen die ersten beiden Hypothesen, die wir zuvor aufgestellt haben. Wird ein Haupteffekt signifikant, so gibt es <strong>mindestens einen signifikanten Unterschied zwischen der Faktorstufen eines Faktors<\/strong> (unabh\u00e4ngig vom anderen Faktor). Wenn also beispielsweise Haupteffekt A signifikant werden w\u00fcrde, gibt es zwischen den drei Lernmethoden mindestens 1 signifikanten Unterschied (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht) im Hinblick auf die Einarbeitungsdauer.\r\n\r\nDas folgende Video erkl\u00e4rt Ihnen zudem die Funktionsweise der Berechnung der Haupteffekte an einem Beispiel aus der FiveProfs Burgerkette.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/7hz3wzuqiSU\">16.2 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Haupteffekte<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/7hz3wzuqiSU\r\n<h1>17.5 Interaktionseffekt<\/h1>\r\nEin Interaktionseffekt liegt vor, wenn die <strong>Wirkungen eines Faktors auf die abh\u00e4ngige Variable von der Auspr\u00e4gung des anderen Faktors abh\u00e4ngt<\/strong>. In diesem Fall haben die beiden unabh\u00e4ngigen Faktoren, die wir betrachten, einen irgendwie gearteten Zusammenhang. Sie k\u00f6nnen sich beispielsweise verst\u00e4rken, abmildern oder sogar ihre Wirkrichtung umkehren. Ob solch eine Interaktion vorliegt, kann man anhand von <strong>Interaktionsgrafiken<\/strong> erkennen. Diese zeigen die Mittelwerte der untersuchten Gruppen an, die mithilfe einer Linie hinsichtlich eines der beiden Faktoren verbunden sind. Sind die Linien nicht parallel zueinander, liegt ein Interaktionseffekt vor.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1585 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png\" alt=\"\" width=\"853\" height=\"328\" \/>\r\n\r\nIn der Grafik verlaufen die Linien nicht parallel zueinander. In diesem Fall sollten die Faktoren nicht mehr unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet werden, da man sonst <strong>leicht zu falschen Schlussfolgerungen<\/strong> kommen k\u00f6nnte. W\u00fcrde man beispielsweise nur die Unterschiede zwischen den drei Lernmethoden (Haupteffekt A) betrachten, k\u00f6nnte man ableiten, dass die Einarbeitung durch einen Mitarbeitenden die beste Lernmethode ist (k\u00fcrzeste Einarbeitungszeit). Schaut man sich jedoch den Interaktionseffekt an, so sieht man schnell, dass das bei M\u00e4nnern der unterschied sehr deutlich ist, aber bei <span style=\"text-align: initial; font-size: 14pt;\">Frauen Videos gleich gut funktionieren. Die Interpretation der beiden Haupteffekte ist bei einem Interaktionseffekt aus diesem Grund nur bedingt oder gar nicht erst m\u00f6glich.<\/span>\r\n\r\nInwiefern man die Haupteffekte interpretierten kann, h\u00e4ngt von der <strong>Art der Interaktion<\/strong> ab. Man unterscheidet grunds\u00e4tzlich zwischen drei Arten von Interaktionen.\r\n<h2>Ordinale Interaktion<\/h2>\r\nBei der <strong>ordinalen Interaktion<\/strong> verlaufen die Linien in beiden Interaktionsgrafiken <strong>gleichsinnig und \u00fcberkreuzen sich nicht<\/strong>.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1586 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"834\" height=\"374\" \/>\r\n\r\nIn diesem Fall k\u00f6nnen die Haupteffekte zwar immer noch interpretiert werden, dennoch sollten sie in Kombination mit dem Interaktionseffekt betrachtet werden. Man kann also sagen, dass die Einarbeitung bei der Lernmethode \"Einarbeitung durch einen Mitarbeitenden\" am schnellsten ist (Haupteffekt A) und dass sie bei Frauen im Vergleich zu M\u00e4nnern k\u00fcrzer ist (Haupteffekt B).\r\n<h2>Disordinale Interaktion<\/h2>\r\nBei einer <strong>disordinalen<\/strong> Interaktion <strong>\u00fcberschneiden sich die Linien<\/strong> in beiden Interaktionsgrafiken.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1587 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"879\" height=\"394\" \/>\r\n\r\nTritt eine disordinale Interaktion auf, k\u00f6nnen die Haupteffekte nicht mehr interpretiert werden, da sich ihre Wirkung abh\u00e4ngig vom jeweils anderen Faktor umkehren kann. Man kann also weder sagen, welche Lernmethode die geringste Einarbeitungszeit ben\u00f6tigt, noch welches Geschlecht schneller eingearbeitet werden kann. Die Interpretation muss hierbei f\u00fcr jede Faktorkombination einzeln erfolgen.\r\n<h2>Semi-disordinale (hybride) Interaktion<\/h2>\r\nBei einer <strong>hybriden Interaktion<\/strong> \u00fcberschneiden sich die Linien in <strong>nur einer der beiden<\/strong> Interaktionsgrafiken.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1590 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"801\" height=\"359\" \/>\r\n\r\nIn diesem Fall kann nur einer der beiden Haupteffekte unabh\u00e4ngig interpretiert werden. Im obigen Bild kann beispielsweise Haupteffekt \"Lernmethode\" interpretiert werden: Die Lernmethode \"Einf\u00fchrung durch einen Mitarbeitenden\" ben\u00f6tigt im Vergleich zu den anderen Lernmethoden die geringste Einarbeitungszeit (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Der Haupteffekt des Geschlechts kann hingegen nicht mehr unabh\u00e4ngig interpretiert werden, da sich die Linien \u00fcberschneiden. Man kann also nicht sagen, ob Frauen oder M\u00e4nner grunds\u00e4tzlich schneller bei der Einarbeitung sind - es h\u00e4ngt ganz von der Lernmethode ab.\r\n<h2>Keine Interaktion<\/h2>\r\nVerlaufen beide Linien <strong>parallel<\/strong>, liegt <strong>keine Interaktion<\/strong> vor.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1591 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"814\" height=\"365\" \/>\r\n\r\nHierbei k\u00f6nnen beide Haupteffekt unabh\u00e4ngig voneinander und uneingeschr\u00e4nkt interpretiert werden.\r\n\r\nAlles verstanden? Wenn nicht, dann erkl\u00e4rt Ihnen das nachfolgende Video den Interaktionseffekt anhand eines weiteren Beispiels.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/zVAE2bcyvzc\">16.3 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interaktionseffekt<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/zVAE2bcyvzc\r\n<h1>17.6 Durchf\u00fchrung und Ergebnisinterpretation<\/h1>\r\nIn der Praxis f\u00fchren Sie die zweifaktorielle Varianzanalyse mithilfe von statistischen Programmen wie SPSS oder R durch. Wie Sie dabei in SPSS vorgehen m\u00fcssen, erfahren Sie im folgenden Video:\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/x3ffivfZEWE\">16.9 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | SPSS Rechenbeispiel<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/x3ffivfZEWE\r\n\r\nAm Ende erhalten Sie sowohl in SPSS als auch in R einen Ergebnis-Output. Dieser sieht in den meisten F\u00e4llen so oder so \u00e4hnlich aus (abh\u00e4ngig vom Programm und der Version).\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1592 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-1024x403.png\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"265\" \/>\r\n\r\nSchauen wir uns die Ergebnisse f\u00fcr unser Beispiel einmal genauer an. Die erste Zeile betrachtet die gesamte Modellvarianz:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1594 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" \/>\r\n\r\nDie Zeile \u00fcberpr\u00fcft dabei die These, ob<strong> im gesamten Modell<\/strong>, also zwischen den 6 Gruppen, die wir betrachten, <strong>mindestens ein signifikanter Unterschied<\/strong> besteht. Wird der F-Wert in dieser Zeile signifikant (p &lt; .005), wissen wir, dass sich mindestens 2 Gruppen (unserer 6 Gruppen) in irgendeiner Weise voneinander unterscheiden. Was wir jedoch noch nicht wissen ist, zwischen welchen Gruppen der Unterschied besteht und ob die Unterschiede auf die Haupteffekte oder den Interaktionseffekt zur\u00fcckgehen. Daf\u00fcr schauen wir in die n\u00e4chsten Zeilen:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1595 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" \/>\r\n\r\nDie n\u00e4chsten beiden Zeilen zeigen uns, ob <strong>die beiden Haupteffekte<\/strong> signifikant geworden sind. Die erste der beiden Zeilen bildet hierbei den Haupteffekt \"Lernmethode\" und die zweite Zeile den Haupteffekt \"Geschlecht\" ab. Wird der F-Wert in einer der beiden Zeilen signifikant, liegt mindestens ein signifikanter Unterschied zwischen den Faktorstufen des jeweiligen Faktors vor. In unserem Beispiel haben wir einen signifikanten Haupteffekt der Lernmethode. Das bedeutet, dass zwischen den drei Lernmethoden mindestens ein Unterschied besteht (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Aber Vorsicht: noch d\u00fcrfen wir die Haupteffekte nicht interpretieren, da wir nicht wissen, ob sie unabh\u00e4ngig betrachtet werden k\u00f6nnen oder in irgendeiner Form zusammenwirken. Dies verr\u00e4t uns die n\u00e4chste Zeile, die den Interaktionseffekt abbildet:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1596 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" \/>\r\n\r\nIst die Zeile signifikant, sind die beiden Faktoren nicht unabh\u00e4ngig voneinander, sondern weisen irgendeinen Zusammenhang auf. <strong>Es liegt eine Interaktion vor<\/strong>. Bezogen auf unser Beispiel bedeutet dies, dass die Einarbeitungszeit zwischen den drei Lernmethoden abh\u00e4ngig vom Geschlecht ist. Um nun herauszufinden welche Art der Interaktion auftritt und ob wir die Haupteffekte \u00fcberhaupt interpretieren d\u00fcrfen, m\u00fcssen wir <strong>post-hoc Analysen<\/strong> durchf\u00fchren.\r\n\r\nDie letzte Zeile zeigt uns die Fehlervarianz an. Sie beschreibt die Varianz der abh\u00e4ngigen Variable, die auf unsystematische Einfl\u00fcsse zur\u00fcckgeht. Die Werte sind lediglich f\u00fcr die Berechnung der F-Werte interessant, jedoch f\u00fcr die Interpretation der Effekte nicht weiter von Bedeutung.\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1597 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" \/>\r\n\r\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie jeden dieser Werte im Output auch per Hand ausrechnen. Die dazu n\u00f6tigen Formeln haben Sie bereits im letzten Kapitel kennengelernt. Das nachfolgende Video erkl\u00e4rt Ihnen die Berechnung der einzelnen Werte sowie deren Bedeutung anhand eines Beispiels aus der FiveProfs-Kette.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/J7nXLujRyq8\">16.6 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Funktionsweise<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/J7nXLujRyq8\r\n\r\nAuch die p-Werte (Signifikanzen) k\u00f6nnen mit Hilfe von Tabellen selbstst\u00e4ndig berechnet werden. Wie genau das funktioniert und wie die Werte anschlie\u00dfend zu interpretieren sind, erkl\u00e4rt Ihnen das folgende Video.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/3iUBx-Tor48\">16.7 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interpretation<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/3iUBx-Tor48\r\n<h1>17.7 Post-hoc Verfahren<\/h1>\r\nAnhand der Ergebnistabelle <strong>wissen wir noch nicht, zwischen welchen Gruppen die Unterschiede genau auftreten<\/strong>, was wir f\u00fcr einen Interaktionseffekt haben und ob wir die Haupteffekte \u00fcberhaupt interpretieren k\u00f6nnen oder nicht. Um diese Fragen zu beantworten, helfen uns <strong>die post-hoc Verfahren<\/strong>.\r\n\r\nUm die genauen Unterschiede zwischen den Gruppen zu lokalisieren, k\u00f6nnen wir auf dieselben Verfahren wie bei der einfaktoriellen Varianzanalyse zur\u00fcckgreifen. Da diese im letzten Kapitel bereits beschrieben wurden folgt im weiteren lediglich eine kurze Auflistung:\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>A-priori Kontraste<\/strong>\r\nDiese k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn man bereits im Vorhinein gerichtete Hypothesen \u00fcber bestimmte Unterschiede zwischen den Gruppen hat. Das Verfahren hat den Vorteil, dass es bei der \u00dcberpr\u00fcfung auf Unterschiede keine Testst\u00e4rke verliert.<\/li>\r\n \t<li><strong>Post-hoc-Tests<\/strong>\r\nM\u00f6gliche Post-hoc-Tests sind Multiple t-Tests mit Bonferroni Korrektur oder alternativ: <strong>Tukey-B-Test<\/strong> (bei gleich gro\u00dfen Gruppen), GT2 nach Hochberg (bei unterschiedlich gro\u00dfen Gruppen und Varianzhomogenit\u00e4t) und Games Howell (bei Varianzheterogenit\u00e4t). Alle Tests haben den Nachteil, dass sie Testst\u00e4rke einb\u00fc\u00dfen und es dementsprechend schwerer ist signifikante Unterschiede zwischen zwei Gruppen zu finden.<\/li>\r\n \t<li>Graphischer Vergleich der Gruppen mit Fehlerbalken\r\n<img class=\"alignnone wp-image-1584 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png\" alt=\"\" width=\"553\" height=\"242\" \/><\/li>\r\n<\/ul>\r\nWas uns jedoch neben der Lokalisierung der Unterschiede interessiert, ist welcher Interaktionseffekt vorliegt (falls dieser in der Tabelle signifikant geworden ist). Hierf\u00fcr schauen wir uns die Interaktionsgrafiken an, die Sie bereits weiter oben im Kapitel kennengelernt haben. Bei der Interpretation der Grafiken k\u00f6nnen wir auf zwei wesentliche Merkmale achten:\r\n\r\n<img class=\"wp-image-1585 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"271\" \/>\r\n<ul>\r\n \t<li><strong>Linienf\u00fchrung<\/strong>\r\nVerlaufen die Linien parallel zueinander? (Wenn ja, dann liegt keine Interaktion vor). \u00dcberschneiden sich die Linien? (Wenn ja, liegt eine disordinale oder hybride Interaktion vor; Wenn nicht, dann handelt es sich um eine ordinale Interaktion)<\/li>\r\n \t<li><strong>Konfidenzintervalle<\/strong>\r\n\u00dcberschneiden sich die Konfidenzintervalle der einzelnen Faktorstufen? (Wenn nein, dann liegt zwischen diesen Faktorstufen ein signifikanter Unterschied vor).<\/li>\r\n<\/ul>\r\nDurch die Interaktionsgrafiken wissen wir nun, was f\u00fcr eine Interaktion vorliegt. Bei einer ordinalen oder hybriden Interaktion k\u00f6nnen wir anschlie\u00dfend die Haupteffekte nochmals betrachten und diese bei Bedarf interpretieren. Bei einer disordinalen Interaktion ist eine Interpretation der Haupteffekte, wenig zielf\u00fchrend. Hier wird \u00fcblicherweise nur der Interaktionseffekt interpretiert.\r\n\r\nDas nachfolgende Video zeigt Ihnen abschlie\u00dfend anhand eines Beispiels, wie Sie die Interaktionsgrafiken interpretieren k\u00f6nnen.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/T3n7UVISZQk\">16.8 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Post-Hoc Verfahren<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/T3n7UVISZQk\r\n<h1 id=\"chapter-102-section-10\" class=\"section-header\">17.8 \u00dcbungsfragen<\/h1>\r\nBei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!\r\n\r\n[h5p id=\"147\"]\r\n\r\n[h5p id=\"148\"]\r\n\r\n[h5p id=\"149\"]\r\n\r\nIn diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht. Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!\r\n\r\n[h5p id=\"150\"]\r\n\r\n[h5p id=\"151\"]\r\n\r\n[h5p id=\"152\"]\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch5.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a>","rendered":"<h1>17.0 Einf\u00fchrung Zweifaktorielle Varianzanalyse<\/h1>\n<p>Im letzten Kapitel haben Sie die einfaktorielle Varianzanalyse kennengelernt. Diese untersucht, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Mittelwerten mehrerer Gruppen gibt, die sich hinsichtlich <em>eines<\/em> Faktors unterscheiden. Zum Beispiel haben wir im letzten Kapitel untersucht ob sich unterschiedliche Lernmethoden auf die Einarbeitungszeit auswirken. Nehmen wir nun einen weiteren Faktor hinzu und untersuchen beispielsweise, ob sich die Einarbeitungszeit von Mitarbeitenden nicht nur zwischen den Lernmethoden unterscheidet, sondern auch abh\u00e4ngig vom Geschlecht ist verwenden wir die <strong>zweifaktorielle Varianzanalyse<\/strong>.\u00a0 Die zweifaktorielle Varianzanalyse untersucht, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Mittelwerten mehrerer Gruppen gibt, <strong>die sich bez\u00fcglich <em>zwei<\/em> Faktoren unterscheiden<\/strong>. Man kann dieses Beispiel nat\u00fcrlich auch um weitere Faktoren erweitern (z.B. Altersgruppen) und spricht dann von einer dreifaktoriellen oder ganz allgemein von einer <strong>mehrfaktoriellen Varianzanalyse<\/strong>. Je mehr Faktoren (unabh\u00e4ngige Variablen) sie betrachten, desto komplexer wird die Interpretation der Ergebnisse. Daher sollten Sie sich m\u00f6glichst auf den zweifaktoriellen Fall beschr\u00e4nken auf den wir im Folgenden auch n\u00e4her eingehen.<\/p>\n<p>Um ihnen die Funktionsweise anschaulich darzustellen, f\u00fchren wir das eben genannte Beispiel fort. Wir m\u00f6chten herausfinden, welche Lernmethode sich f\u00fcr das Burgerbraten am besten eignet und ob es hierbei Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen gibt (Um das Beispiel nicht zu kompliziert zu machen gehen wir im Folgenden davon aus, dass es nur diese beiden Geschlechter gibt). Um dies herauszufinden, haben wir<strong> sechs unabh\u00e4ngige Gruppen gebildet<\/strong>. Drei Gruppen von Frauen, die nach jeweils einer der drei Lernmethoden das Burgerbraten lernen, und drei Gruppen mit m\u00e4nnlichen Teilnehmern. Bei allen Gruppen wurde die Dauer der Einarbeitung in Tagen gemessen, die die Teilnehmenden ben\u00f6tigt haben. Desto schneller, desto besser.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1579\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-1024x492.png\" alt=\"\" width=\"628\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-1024x492.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-300x144.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-768x369.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-1536x739.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-2048x985.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-65x31.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-225x108.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild1-350x168.png 350w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><\/p>\n<p>Um unsere Fragestellung zu beantworten, f\u00fchren wir nun im Folgenden eine unabh\u00e4ngige <strong>zweifaktorielle Varianzanalyse<\/strong> mit einem<strong> sogenannten 3&#215;2 Design<\/strong> durch (da 3 Lernmethoden und 2 Geschlechter).<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Expertenwissen: Messwiederholung und\u00a0 ANOVA<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>In dem eben besprochenen Beispiel sind alle Gruppen voneinander unabh\u00e4ngig (in jedem der 6 K\u00e4sten sind andere Menschen). Dies muss nicht immer so sein. Es k\u00f6nnte auch sein, dass zum Beispiel jede Person drei unterschiedliche Lernmethoden durchl\u00e4uft (vielleicht auch mit zeitlichem Abstand) und jeweils danach die Leistung gemessen wird. Dies nennt man dann ein Messwiederholungsdesign, da die f\u00fcr die selbe Person zu mehreren Zeitpunkten Daten erhoben werden. Hierf\u00fcr gibt es die sogenannte Messwiederholungs-Varianzanalyse (im englischen <em>repeated measure ANOVA<\/em>). Kommt dann noch ein zweiter Faktor hinzu, der wiederum unabh\u00e4ngig ist (wie das Geschlecht) ben\u00f6tigt man die gemischte Varianzanalyse (im englischen <em>mixed ANOVA<\/em>).\u00a0 Beide Spezialf\u00e4lle werden wir in diesem Grundlagenbuch jedoch nicht weiter vertiefen. Zu welchem Versuchsaufbau sich welche Varianzanalyse eignet, erkl\u00e4rt Ihnen auch nochmal anschaulich das folgende Video.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/HnKT1SV7cl8\">16.1 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Einf\u00fchrung<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.1 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Einf\u00fchrung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/HnKT1SV7cl8?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.1 Voraussetzungen<\/h1>\n<p>Die Voraussetzungen der zweifaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) sind dieselben, wie schon bei der einfaktoriellen Varianzanalyse aus dem letzten Kapitel. Deshalb werden diese hier nur kurz erl\u00e4utert:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>intervallskalierte<\/strong> abh\u00e4ngige Variable<\/li>\n<li>Messwerte sind <strong>unabh\u00e4ngig<\/strong> voneinander<br \/>\nJede unserer Gruppen muss unterschiedliche Probanden aufweisen. Haben wir ein Messwiederholungsdesign, wo dieselben Personen in mehreren zu vergleichenden Gruppen auftreten, f\u00fchren wir stattdessen eine Varianzanalyse mit Messwiederholung durch.<\/li>\n<li><strong>Normalverteilung<\/strong> der abh\u00e4ngigen Variablen in allen Testgruppen<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfbar \u00fcber einen Kolmogorov-Smirnov, Lilliefors oder Shapiro-Wilk Test, die f\u00fcr die Annahme der Normalverteilung nicht signifikant werden d\u00fcrfen. Da die ANOVA jedoch recht robust ist gegen\u00fcber Verletzungen dieser Voraussetzungen, kann bei ausreichender Stichprobengr\u00f6\u00dfe dies auch vernachl\u00e4ssigt werden.<\/li>\n<li><strong>Varianzhomogenit\u00e4t<\/strong> in allen Gruppen<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfbar \u00fcber den Levene-Test, der nicht signifikant werden sollte, um Varianzhomogenit\u00e4t (also gleiche Streuung der AV in allen Gruppen) annehmen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/SJfnpy59cHY\">16.4 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Voraussetzungen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.4 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Vorraussetzungen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/SJfnpy59cHY?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.2 Hypothesen<\/h1>\n<p>Im Gegensatz zu den anderen Testverfahren, die Sie bisher kennengelernt haben, untersucht die zweifaktorielle Varianzanalyse nicht nur eine <strong>sondern ganze drei Hypothesenpaare<\/strong>. Dies macht auch Sinn, denn wir k\u00f6nnen mit unserem Versuchsdesign verschiedene Unterschiede zwischen den Gruppen testen.<\/p>\n<p>Zum einen k\u00f6nnen wir uns die Frage stellen, ob sich die ben\u00f6tigte Einarbeitungszeit ganz generell zwischen den drei Lernmethoden unterscheidet (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Dies entspricht der Frage, der wir im letzten Kapitel schon nachgegangen sind. Jedoch k\u00f6nnen wir nun auch herausfinden, ob es generelle Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen in der Dauer der Einarbeitung gibt (unabh\u00e4ngig von der Lernmethode). Die ersten beiden Hypothesenpaare untersuchen also, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Faktorstufen eines Faktors gibt, ohne dabei den anderen Faktor zu betrachten. In unserem Beispiel ergeben sich folgende Hypothesen:<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen den drei Lernmethoden.<br \/>\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt min. 1 signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen den drei Lernmethoden.<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Es gibt keinen signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen M\u00e4nnern und Frauen.<br \/>\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt min. 1 signifikanten Unterschied in der Einarbeitungsdauer zwischen M\u00e4nnern und Frauen.<\/p>\n<p>Die beiden Hypothesenpaare untersuchen die beiden Haupteffekte (was das genau ist, erfahren Sie im n\u00e4chsten Absatz).<\/p>\n<p>Das dritte Hypothesenpaar betrachtet <strong>die Kombination beider Faktoren<\/strong> (Lernmethode und Geschlecht) im Hinblick auf die abh\u00e4ngige Variable. In unserem Beispiel k\u00f6nnen wir uns fragen, ob die Art der Lernmethode einen anderen Einfluss auf die Dauer der Einarbeitung von Frauen als von M\u00e4nnern hat. Zum Beispiel k\u00f6nnten ja bestimmte Lernmethoden bei Frauen besser funktionieren als bei M\u00e4nnern oder andersherum. Daraus ergibt sich folgendes drittes Hypothesenpaar:<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Die Einarbeitungsdauer zwischen Frauen und M\u00e4nnern wird nicht von der Lernmethode beeinflusst. (Die beiden Faktoren sind unabh\u00e4ngig voneinander)<br \/>\nH<sub>1<\/sub>: Die Einarbeitungsdauer zwischen Frauen und M\u00e4nnern ist abh\u00e4ngig von der Lernmethode. (Die beiden Faktoren beeinflussen sich gegenseitig).<\/p>\n<p>Damit untersuchen wir eigentlich, ob die beiden Faktoren unabh\u00e4ngig voneinander sind oder sich gegenseitig beeinflussen (z.B. verst\u00e4rken). Ist dies der Fall (H<sub>1<\/sub> wird angenommen) liegt ein <strong>sogenannter Interaktionseffekt<\/strong> vor (dazu mehr im n\u00e4chsten Absatz).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/9N2laenRI8o\">16.5 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Hypothesen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.5 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Hypothesen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9N2laenRI8o?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.3 Funktionsweise<\/h1>\n<p>Wie auch schon bei der einfaktoriellen ANOVA untersucht auch die zweifaktorielle ANOVA, ob die Streuung der Daten in unserer Stichprobe eher auf systematische Einfl\u00fcsse, wie das Geschlecht oder die Lernmethode, zur\u00fcckzuf\u00fchren ist oder, ob sie durch zuf\u00e4llige Unterschiede zwischen den Probanden entsteht. Dazu wird <strong>die Gesamtvarianz<\/strong> in <strong>die Modellvarianz<\/strong> (systematische Einfl\u00fcsse durch unsere zwei Faktoren) und <strong>die Fehlervarianz<\/strong> aufgeteilt. Die verschiedenen Varianzen werden mithilfe von Quadratsummen betrachtet. (Einen tiefergehenden Einblick, was sich hinter welchem Begriff genau verbirgt, finden sie im letzten Kapitel).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1580\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-1024x428.png\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-1024x428.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-300x125.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-768x321.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-1536x642.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-65x27.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-225x94.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2-350x146.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild2.png 1619w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/p>\n<p>Doch was ist nun der Unterschied zwischen der ein- und der zweifaktoriellen Varianzanalyse? Bei der einfaktoriellen ANOVA k\u00f6nnen die Unterschiede zwischen den Gruppen (=Modellvarianz) auf nur einen Faktor, beispielweise die verschiedenen Lernmethode, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Bei der zweifaktoriellen ANOVA ist dies nicht mehr so einfach. So k\u00f6nnen die Unterschiede zwischen den Gruppen in unserem Beispiel aufgrund der unterschiedlichen Lernmethode oder aufgrund des Geschlechts oder durch irgendeine Kombination beider Faktoren entstehen. Aus diesem Grund m\u00fcssen wir <strong>die Modellvarianz auf die verschiedenen Effekte aufteilen<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1581\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-1024x444.png\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-1024x444.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-300x130.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-768x333.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-1536x665.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-2048x887.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-65x28.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-225x97.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild3-350x152.png 350w\" sizes=\"(max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/p>\n<p>Die Modellvarianz teilt sich daher in drei Teile auf: Die Varianz, die durch Faktor A (Lernmethode) erkl\u00e4rt werden kann; Die Varianz, die durch Faktor B (Geschlecht) erkl\u00e4rt werden kann und die Varianz, die durch die Interaktion beider Faktoren erkl\u00e4rt werden kann. Die ersten beiden bezeichnet man als <strong>Haupteffekte<\/strong>, die Kombination beider Faktoren nennt man <strong>Interaktionseffekt<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1582\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-1024x542.png\" alt=\"\" width=\"518\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-1024x542.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-300x159.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-768x407.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-1536x813.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-2048x1084.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-65x34.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-225x119.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild5-350x185.png 350w\" sizes=\"(max-width: 518px) 100vw, 518px\" \/><\/p>\n<h1><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch2.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><br \/>\n17.4 Haupteffekt<\/h1>\n<p>Als Haupteffekt wird der direkte Effekt eines Faktors auf die abh\u00e4ngige Variable bezeichnet. Da wir in der zweifaktoriellen ANOVA zwei Faktoren betrachten, gibt es dementsprechend auch <strong>zwei m\u00f6gliche Haupteffekte<\/strong>. In unserem Bespiel w\u00e4re der Einfluss der Lernmethode auf die Einarbeitungszeit Haupteffekt A und der Einfluss des Geschlechts auf die Dauer der Einarbeitung Haupteffekt B.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1584\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png\" alt=\"\" width=\"811\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-300x131.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-768x336.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1536x672.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-2048x896.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-65x28.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-225x98.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-350x153.png 350w\" sizes=\"(max-width: 811px) 100vw, 811px\" \/><\/p>\n<p>Die beiden Haupteffekte untersuchen die ersten beiden Hypothesen, die wir zuvor aufgestellt haben. Wird ein Haupteffekt signifikant, so gibt es <strong>mindestens einen signifikanten Unterschied zwischen der Faktorstufen eines Faktors<\/strong> (unabh\u00e4ngig vom anderen Faktor). Wenn also beispielsweise Haupteffekt A signifikant werden w\u00fcrde, gibt es zwischen den drei Lernmethoden mindestens 1 signifikanten Unterschied (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht) im Hinblick auf die Einarbeitungsdauer.<\/p>\n<p>Das folgende Video erkl\u00e4rt Ihnen zudem die Funktionsweise der Berechnung der Haupteffekte an einem Beispiel aus der FiveProfs Burgerkette.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/7hz3wzuqiSU\">16.2 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Haupteffekte<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.2 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Haupteffekte\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7hz3wzuqiSU?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.5 Interaktionseffekt<\/h1>\n<p>Ein Interaktionseffekt liegt vor, wenn die <strong>Wirkungen eines Faktors auf die abh\u00e4ngige Variable von der Auspr\u00e4gung des anderen Faktors abh\u00e4ngt<\/strong>. In diesem Fall haben die beiden unabh\u00e4ngigen Faktoren, die wir betrachten, einen irgendwie gearteten Zusammenhang. Sie k\u00f6nnen sich beispielsweise verst\u00e4rken, abmildern oder sogar ihre Wirkrichtung umkehren. Ob solch eine Interaktion vorliegt, kann man anhand von <strong>Interaktionsgrafiken<\/strong> erkennen. Diese zeigen die Mittelwerte der untersuchten Gruppen an, die mithilfe einer Linie hinsichtlich eines der beiden Faktoren verbunden sind. Sind die Linien nicht parallel zueinander, liegt ein Interaktionseffekt vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1585\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png\" alt=\"\" width=\"853\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-300x116.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-768x296.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1536x592.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-2048x789.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-65x25.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-225x87.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-350x135.png 350w\" sizes=\"(max-width: 853px) 100vw, 853px\" \/><\/p>\n<p>In der Grafik verlaufen die Linien nicht parallel zueinander. In diesem Fall sollten die Faktoren nicht mehr unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet werden, da man sonst <strong>leicht zu falschen Schlussfolgerungen<\/strong> kommen k\u00f6nnte. W\u00fcrde man beispielsweise nur die Unterschiede zwischen den drei Lernmethoden (Haupteffekt A) betrachten, k\u00f6nnte man ableiten, dass die Einarbeitung durch einen Mitarbeitenden die beste Lernmethode ist (k\u00fcrzeste Einarbeitungszeit). Schaut man sich jedoch den Interaktionseffekt an, so sieht man schnell, dass das bei M\u00e4nnern der unterschied sehr deutlich ist, aber bei <span style=\"text-align: initial; font-size: 14pt;\">Frauen Videos gleich gut funktionieren. Die Interpretation der beiden Haupteffekte ist bei einem Interaktionseffekt aus diesem Grund nur bedingt oder gar nicht erst m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p>Inwiefern man die Haupteffekte interpretierten kann, h\u00e4ngt von der <strong>Art der Interaktion<\/strong> ab. Man unterscheidet grunds\u00e4tzlich zwischen drei Arten von Interaktionen.<\/p>\n<h2>Ordinale Interaktion<\/h2>\n<p>Bei der <strong>ordinalen Interaktion<\/strong> verlaufen die Linien in beiden Interaktionsgrafiken <strong>gleichsinnig und \u00fcberkreuzen sich nicht<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1586\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"834\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-1024x459.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-300x135.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-768x344.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-1536x689.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-2048x918.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-65x29.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-225x101.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild10-350x157.png 350w\" sizes=\"(max-width: 834px) 100vw, 834px\" \/><\/p>\n<p>In diesem Fall k\u00f6nnen die Haupteffekte zwar immer noch interpretiert werden, dennoch sollten sie in Kombination mit dem Interaktionseffekt betrachtet werden. Man kann also sagen, dass die Einarbeitung bei der Lernmethode &#8222;Einarbeitung durch einen Mitarbeitenden&#8220; am schnellsten ist (Haupteffekt A) und dass sie bei Frauen im Vergleich zu M\u00e4nnern k\u00fcrzer ist (Haupteffekt B).<\/p>\n<h2>Disordinale Interaktion<\/h2>\n<p>Bei einer <strong>disordinalen<\/strong> Interaktion <strong>\u00fcberschneiden sich die Linien<\/strong> in beiden Interaktionsgrafiken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1587\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"879\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-1024x459.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-300x135.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-768x344.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-1536x689.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-2048x918.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-65x29.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-225x101.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild11-350x157.png 350w\" sizes=\"(max-width: 879px) 100vw, 879px\" \/><\/p>\n<p>Tritt eine disordinale Interaktion auf, k\u00f6nnen die Haupteffekte nicht mehr interpretiert werden, da sich ihre Wirkung abh\u00e4ngig vom jeweils anderen Faktor umkehren kann. Man kann also weder sagen, welche Lernmethode die geringste Einarbeitungszeit ben\u00f6tigt, noch welches Geschlecht schneller eingearbeitet werden kann. Die Interpretation muss hierbei f\u00fcr jede Faktorkombination einzeln erfolgen.<\/p>\n<h2>Semi-disordinale (hybride) Interaktion<\/h2>\n<p>Bei einer <strong>hybriden Interaktion<\/strong> \u00fcberschneiden sich die Linien in <strong>nur einer der beiden<\/strong> Interaktionsgrafiken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1590\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"801\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-1024x459.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-300x135.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-768x344.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-1536x689.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-2048x918.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-65x29.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-225x101.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild12-1-350x157.png 350w\" sizes=\"(max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/p>\n<p>In diesem Fall kann nur einer der beiden Haupteffekte unabh\u00e4ngig interpretiert werden. Im obigen Bild kann beispielsweise Haupteffekt &#8222;Lernmethode&#8220; interpretiert werden: Die Lernmethode &#8222;Einf\u00fchrung durch einen Mitarbeitenden&#8220; ben\u00f6tigt im Vergleich zu den anderen Lernmethoden die geringste Einarbeitungszeit (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Der Haupteffekt des Geschlechts kann hingegen nicht mehr unabh\u00e4ngig interpretiert werden, da sich die Linien \u00fcberschneiden. Man kann also nicht sagen, ob Frauen oder M\u00e4nner grunds\u00e4tzlich schneller bei der Einarbeitung sind &#8211; es h\u00e4ngt ganz von der Lernmethode ab.<\/p>\n<h2>Keine Interaktion<\/h2>\n<p>Verlaufen beide Linien <strong>parallel<\/strong>, liegt <strong>keine Interaktion<\/strong> vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1591\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-1024x459.png\" alt=\"\" width=\"814\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-1024x459.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-300x135.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-768x344.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-1536x689.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-2048x918.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-65x29.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-225x101.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild14-350x157.png 350w\" sizes=\"(max-width: 814px) 100vw, 814px\" \/><\/p>\n<p>Hierbei k\u00f6nnen beide Haupteffekt unabh\u00e4ngig voneinander und uneingeschr\u00e4nkt interpretiert werden.<\/p>\n<p>Alles verstanden? Wenn nicht, dann erkl\u00e4rt Ihnen das nachfolgende Video den Interaktionseffekt anhand eines weiteren Beispiels.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/zVAE2bcyvzc\">16.3 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interaktionseffekt<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.3 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interaktionseffekt\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zVAE2bcyvzc?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.6 Durchf\u00fchrung und Ergebnisinterpretation<\/h1>\n<p>In der Praxis f\u00fchren Sie die zweifaktorielle Varianzanalyse mithilfe von statistischen Programmen wie SPSS oder R durch. Wie Sie dabei in SPSS vorgehen m\u00fcssen, erfahren Sie im folgenden Video:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/x3ffivfZEWE\">16.9 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | SPSS Rechenbeispiel<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.9 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | SPSS Rechenbeispiel\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/x3ffivfZEWE?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Am Ende erhalten Sie sowohl in SPSS als auch in R einen Ergebnis-Output. Dieser sieht in den meisten F\u00e4llen so oder so \u00e4hnlich aus (abh\u00e4ngig vom Programm und der Version).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1592\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-1024x403.png\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-1024x403.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-300x118.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-768x302.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-1536x604.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-2048x806.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-65x26.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-225x89.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild15-350x138.png 350w\" sizes=\"(max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/p>\n<p>Schauen wir uns die Ergebnisse f\u00fcr unser Beispiel einmal genauer an. Die erste Zeile betrachtet die gesamte Modellvarianz:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1594 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-1024x221.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-300x65.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-768x166.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-1536x331.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-2048x442.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-225x49.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild16-1-350x75.png 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeile \u00fcberpr\u00fcft dabei die These, ob<strong> im gesamten Modell<\/strong>, also zwischen den 6 Gruppen, die wir betrachten, <strong>mindestens ein signifikanter Unterschied<\/strong> besteht. Wird der F-Wert in dieser Zeile signifikant (p &lt; .005), wissen wir, dass sich mindestens 2 Gruppen (unserer 6 Gruppen) in irgendeiner Weise voneinander unterscheiden. Was wir jedoch noch nicht wissen ist, zwischen welchen Gruppen der Unterschied besteht und ob die Unterschiede auf die Haupteffekte oder den Interaktionseffekt zur\u00fcckgehen. Daf\u00fcr schauen wir in die n\u00e4chsten Zeilen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1595 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-1024x221.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-300x65.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-768x166.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-1536x331.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-2048x442.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-225x49.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild18-350x75.png 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten beiden Zeilen zeigen uns, ob <strong>die beiden Haupteffekte<\/strong> signifikant geworden sind. Die erste der beiden Zeilen bildet hierbei den Haupteffekt &#8222;Lernmethode&#8220; und die zweite Zeile den Haupteffekt &#8222;Geschlecht&#8220; ab. Wird der F-Wert in einer der beiden Zeilen signifikant, liegt mindestens ein signifikanter Unterschied zwischen den Faktorstufen des jeweiligen Faktors vor. In unserem Beispiel haben wir einen signifikanten Haupteffekt der Lernmethode. Das bedeutet, dass zwischen den drei Lernmethoden mindestens ein Unterschied besteht (unabh\u00e4ngig vom Geschlecht). Aber Vorsicht: noch d\u00fcrfen wir die Haupteffekte nicht interpretieren, da wir nicht wissen, ob sie unabh\u00e4ngig betrachtet werden k\u00f6nnen oder in irgendeiner Form zusammenwirken. Dies verr\u00e4t uns die n\u00e4chste Zeile, die den Interaktionseffekt abbildet:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1596 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-1024x221.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-300x65.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-768x166.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-1536x331.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-2048x442.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-225x49.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild19-350x75.png 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ist die Zeile signifikant, sind die beiden Faktoren nicht unabh\u00e4ngig voneinander, sondern weisen irgendeinen Zusammenhang auf. <strong>Es liegt eine Interaktion vor<\/strong>. Bezogen auf unser Beispiel bedeutet dies, dass die Einarbeitungszeit zwischen den drei Lernmethoden abh\u00e4ngig vom Geschlecht ist. Um nun herauszufinden welche Art der Interaktion auftritt und ob wir die Haupteffekte \u00fcberhaupt interpretieren d\u00fcrfen, m\u00fcssen wir <strong>post-hoc Analysen<\/strong> durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die letzte Zeile zeigt uns die Fehlervarianz an. Sie beschreibt die Varianz der abh\u00e4ngigen Variable, die auf unsystematische Einfl\u00fcsse zur\u00fcckgeht. Die Werte sind lediglich f\u00fcr die Berechnung der F-Werte interessant, jedoch f\u00fcr die Interpretation der Effekte nicht weiter von Bedeutung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1597 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-1024x221.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-1024x221.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-300x65.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-768x166.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-1536x331.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-2048x442.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-65x14.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-225x49.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild20-350x75.png 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Sie jeden dieser Werte im Output auch per Hand ausrechnen. Die dazu n\u00f6tigen Formeln haben Sie bereits im letzten Kapitel kennengelernt. Das nachfolgende Video erkl\u00e4rt Ihnen die Berechnung der einzelnen Werte sowie deren Bedeutung anhand eines Beispiels aus der FiveProfs-Kette.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/J7nXLujRyq8\">16.6 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Funktionsweise<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.6 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Funktionsweise\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/J7nXLujRyq8?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Auch die p-Werte (Signifikanzen) k\u00f6nnen mit Hilfe von Tabellen selbstst\u00e4ndig berechnet werden. Wie genau das funktioniert und wie die Werte anschlie\u00dfend zu interpretieren sind, erkl\u00e4rt Ihnen das folgende Video.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/3iUBx-Tor48\">16.7 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interpretation<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.7 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Interpretation\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3iUBx-Tor48?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>17.7 Post-hoc Verfahren<\/h1>\n<p>Anhand der Ergebnistabelle <strong>wissen wir noch nicht, zwischen welchen Gruppen die Unterschiede genau auftreten<\/strong>, was wir f\u00fcr einen Interaktionseffekt haben und ob wir die Haupteffekte \u00fcberhaupt interpretieren k\u00f6nnen oder nicht. Um diese Fragen zu beantworten, helfen uns <strong>die post-hoc Verfahren<\/strong>.<\/p>\n<p>Um die genauen Unterschiede zwischen den Gruppen zu lokalisieren, k\u00f6nnen wir auf dieselben Verfahren wie bei der einfaktoriellen Varianzanalyse zur\u00fcckgreifen. Da diese im letzten Kapitel bereits beschrieben wurden folgt im weiteren lediglich eine kurze Auflistung:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>A-priori Kontraste<\/strong><br \/>\nDiese k\u00f6nnen eingesetzt werden, wenn man bereits im Vorhinein gerichtete Hypothesen \u00fcber bestimmte Unterschiede zwischen den Gruppen hat. Das Verfahren hat den Vorteil, dass es bei der \u00dcberpr\u00fcfung auf Unterschiede keine Testst\u00e4rke verliert.<\/li>\n<li><strong>Post-hoc-Tests<\/strong><br \/>\nM\u00f6gliche Post-hoc-Tests sind Multiple t-Tests mit Bonferroni Korrektur oder alternativ: <strong>Tukey-B-Test<\/strong> (bei gleich gro\u00dfen Gruppen), GT2 nach Hochberg (bei unterschiedlich gro\u00dfen Gruppen und Varianzhomogenit\u00e4t) und Games Howell (bei Varianzheterogenit\u00e4t). Alle Tests haben den Nachteil, dass sie Testst\u00e4rke einb\u00fc\u00dfen und es dementsprechend schwerer ist signifikante Unterschiede zwischen zwei Gruppen zu finden.<\/li>\n<li>Graphischer Vergleich der Gruppen mit Fehlerbalken<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1584\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png\" alt=\"\" width=\"553\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1024x448.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-300x131.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-768x336.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-1536x672.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-2048x896.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-65x28.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-225x98.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild8-350x153.png 350w\" sizes=\"(max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><\/li>\n<\/ul>\n<p>Was uns jedoch neben der Lokalisierung der Unterschiede interessiert, ist welcher Interaktionseffekt vorliegt (falls dieser in der Tabelle signifikant geworden ist). Hierf\u00fcr schauen wir uns die Interaktionsgrafiken an, die Sie bereits weiter oben im Kapitel kennengelernt haben. Bei der Interpretation der Grafiken k\u00f6nnen wir auf zwei wesentliche Merkmale achten:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1585 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1024x394.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-300x116.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-768x296.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-1536x592.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-2048x789.png 2048w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-65x25.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-225x87.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/Bild9-350x135.png 350w\" sizes=\"(max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Linienf\u00fchrung<\/strong><br \/>\nVerlaufen die Linien parallel zueinander? (Wenn ja, dann liegt keine Interaktion vor). \u00dcberschneiden sich die Linien? (Wenn ja, liegt eine disordinale oder hybride Interaktion vor; Wenn nicht, dann handelt es sich um eine ordinale Interaktion)<\/li>\n<li><strong>Konfidenzintervalle<\/strong><br \/>\n\u00dcberschneiden sich die Konfidenzintervalle der einzelnen Faktorstufen? (Wenn nein, dann liegt zwischen diesen Faktorstufen ein signifikanter Unterschied vor).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Interaktionsgrafiken wissen wir nun, was f\u00fcr eine Interaktion vorliegt. Bei einer ordinalen oder hybriden Interaktion k\u00f6nnen wir anschlie\u00dfend die Haupteffekte nochmals betrachten und diese bei Bedarf interpretieren. Bei einer disordinalen Interaktion ist eine Interpretation der Haupteffekte, wenig zielf\u00fchrend. Hier wird \u00fcblicherweise nur der Interaktionseffekt interpretiert.<\/p>\n<p>Das nachfolgende Video zeigt Ihnen abschlie\u00dfend anhand eines Beispiels, wie Sie die Interaktionsgrafiken interpretieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/T3n7UVISZQk\">16.8 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Post-Hoc Verfahren<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"16.8 Mehrfaktorielle Varianzanalyse | Post-Hoc Verfahren\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/T3n7UVISZQk?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1 id=\"chapter-102-section-10\" class=\"section-header\">17.8 \u00dcbungsfragen<\/h1>\n<p>Bei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-147\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"147\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-148\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"148\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-149\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"149\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p>In diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht. Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-150\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"150\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-151\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"151\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-152\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"152\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch5.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":2,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"part":1606,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1568"}],"collection":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1568\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1717,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1568\/revisions\/1717"}],"part":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/1606"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1568\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=1568"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=1568"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=1568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}