{"id":103,"date":"2020-10-16T17:06:26","date_gmt":"2020-10-16T15:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/rangsummentest\/"},"modified":"2025-02-27T14:39:48","modified_gmt":"2025-02-27T13:39:48","slug":"rangsummentest","status":"web-only","type":"chapter","link":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/chapter\/rangsummentest\/","title":{"rendered":"Rangsummentest"},"content":{"raw":"<h1>13.0 Einf\u00fchrung Rangsummentest<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Kapitel widmen wir uns der Testung von Unterschiedshypothesen. Diese versuchen die Frage zu beantworten, ob zwischen zwei oder mehreren Populationen ein Unterschied besteht bzw. ob sich zwei oder mehrere Populationen bez\u00fcglich einer (oder mehrerer) Variablen unterscheiden. Damit lassen sich\u00a0 beispielweise Fragen beantworten wie: \"Essen BWL-Studierende mehr Burger als Jura-Studierende?\" oder \"Ist unsere 'spicy' Burgersauce geschmacklich \u00fcberzeugender als unsere 'sweet' Burgersauce?\". Durch den Vergleich von zwei Gruppen, k\u00f6nnen somit Aussagen \u00fcber folgende Forschungshypothesen getroffen werden:<\/p>\r\nH<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen den Testgruppen\r\n\r\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen den Testgruppen (ungerichtete Hypothese)\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Testgruppen, die auf einen Unterschied hin \u00fcberpr\u00fcft werden sollen, k\u00f6nnen hierbei unabh\u00e4ngig oder abh\u00e4ngig voneinander sein. Je nachdem welcher Fall vorliegt, werden andere statistische Tests in der Auswertung hinzugezogen. Im Fall unserer Burgersaucen haben wir beispielsweise abh\u00e4ngige Stichproben, wenn unsere Geschmackstester in einem Test beide Burgersauce bewerten sollen und diese Ratings miteinander verglichen werden. Beurteilt hingegen eine Gruppe die 'spicy' Sauce und eine andere die 'sweet' Sauce, sind beide Gruppen unabh\u00e4ngig voneinander. In diesem Kapitel schauen wir uns den zweiten Fall, also eine Testung von zwei <strong>unabh\u00e4ngigen Gruppen<\/strong>, genauer an. F\u00fcr unabh\u00e4ngige Gruppen existieren eine Reihe von Tests, die sich bez\u00fcglich ihrer Voraussetzungen, wie beispielsweise dem Skalenniveau der abh\u00e4ngigen Variable, unterscheiden.<\/p>\r\n\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 184px;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\"><strong>Skala der abh\u00e4ngigen Variable<\/strong><\/td>\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\"><strong>M\u00f6gliche Tests f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Dichotom<\/td>\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Vierfelder Chi-Quadrat-Test<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Nominal<\/td>\r\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Mehrfelder Chi-Quadrat-Test<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 68px;\">\r\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Ordinal<\/td>\r\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Mann-Whitney-U-Test\r\n\r\nRangsummentest (Wilcoxon)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 68px;\">\r\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Intervall<\/td>\r\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben\r\n\r\nWelch-Test<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Chi-Quadrat-Test haben Sie bereits im letzten Kapitel kennengelernt. In diesem Kapitel widmen wir uns hingegen den statistischen Tests, die man im Falle von Ordinaldaten verwendet. Nochmal zur Erinnerung: Die Auspr\u00e4gungen von ordinalen Variablen lassen sich in eine klare Rangfolge bringen, jedoch kann man \u00fcber die Abst\u00e4nde zwischen den einzelnen Auspr\u00e4gungen keine Aussage treffen. Besonders im Bereich der Marktforschung sind viele Antwortskalen und damit auch die abh\u00e4ngige Variablen im strengen Sinne ordinalskaliert, obwohl sie oftmals als intervallskaliert betrachtet werden. So auch in unserem Beispiel der Burgersaucen. Nehmen wir an, wir m\u00f6chten unsere Burgersauce \"sweet\" mit unserer \"spicy\" Burgersauce vergleichen. Hierf\u00fcr f\u00fchren wir mit unseren Kunden ein Geschmackstest durch, in dem sie eine der beiden Burgersaucen auf einer 4-stufigen Skala bewerten k\u00f6nnen.<\/p>\r\nDie B\u00fcrgersauce schmeckt...\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">schlecht<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">herk\u00f6mmlich<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">gut<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">herausragend<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um den Geschmack der beiden Saucen anschlie\u00dfend auf signifikante Unterschiede zu \u00fcberpr\u00fcfen, m\u00fcssen wir einen Test f\u00fcr zwei unabh\u00e4ngige Stichproben durchf\u00fchren. In unserem Fall haben wir ordinalskalierte Daten und k\u00f6nnen somit den <strong>Rangsummentest nach Wilcoxon<\/strong> oder den <strong>Mann-Whitney-U-Test <\/strong>w\u00e4hlen. Bei den beiden Verfahren handelt es sich um verteilungsfreie (oder nicht parametrische) Tests, die keine bestimmte Verteilungsform voraussetzen und die Hypothese \u00fcberpr\u00fcfen, ob sich zwei unabh\u00e4ngige Gruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz unterscheiden. Ihre Hypothesen lauten:<\/p>\r\nH<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen beiden Testgruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz\r\n\r\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen beiden Testgruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz (ungerichtete Hypothese)\r\n\r\nWelchen der beiden Tests man durchf\u00fchrt, ist dabei nicht entscheidend, da beide Tests \u00fcber die gleichen Eigenschaften verf\u00fcgen und sich in ihren Ergebnissen nicht unterscheiden. Aufgrund dieser \u00c4quivalenz werden sie gemeinsam auch als <strong>Wilcoxon-Mann-Whitney-Test<\/strong> bezeichnet.\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre zugrundeliegende Idee besteht darin, dass sie f\u00fcr den Vergleich der beiden Testgruppen nicht das Ma\u00df der zentralen Tendenz (hierbei w\u00e4re das der Median) sondern <strong>Rangsummen<\/strong> betrachten, die aus den R\u00e4ngen der Merkmalsauspr\u00e4gungen berechnet werden. Diese Rangsummen k\u00f6nnen als Pendant zum Mittelwert aufgefasst werden. Jedoch ber\u00fccksichtigen Rangsummen im Gegensatz zum Mittelwert keine Informationen \u00fcber die tats\u00e4chlichen Abst\u00e4nde zwischen den Messwerten, wodurch den Tests oft eine geringere Power (Testst\u00e4rke) unterstellt wird. Da wir jedoch ohnehin Ordinaldaten vorliegen haben, existieren diese Informationen \u00fcber die Abst\u00e4nde nicht und sollte daher auch nicht in die Berechnung eines Tests einflie\u00dfen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund werden in beiden Tests die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfen nicht aus den jeweiligen Messwerten, sondern aus deren Rangzahlen berechnet. Am Ende erhalten wir bei beiden Verfahren einen empirischen z-Wert, den wir, wie bereits im Kapitel z-Test\/Gau\u00dftest, mit unserem kritischen z-Wert vergleichen und so die Nullhypothese ablehnen oder best\u00e4tigen k\u00f6nnen.<\/p>\r\nDoch wie sieht die Berechnung in der Praxis aus? Und wie kann ich aus meinen Daten Rangsummen bilden? Schauen wir uns die beiden Tests am Beispiel von Burgersaucen an.\r\n\r\nFalls Sie das Thema noch anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs-Kette nachvollziehen wollen, k\u00f6nnen Sie sich zudem das folgende Video begleitend anschauen.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/4RffIrnK-aA\">13.1 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Einf\u00fchrung<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/4RffIrnK-aA\r\n<h1>13.1 Voraussetzungen der Rangsummentests<\/h1>\r\n<h2>Hypothesen aufstellen<\/h2>\r\nVor der eigentlichen Testung auf signifikante Unterschiede bilden wir zun\u00e4chst unsere Forschungshypothesen. Die allgemeinen Forschungshypothesen des Rangsummentests nach Wilcoxon sowie des Mann-Whitney-U-Test haben Sie bereits im letzten Abschnitt kennengelernt. Bezogen auf unser Burgersaucen-Beispiel lauten unsere Hypothesen wie folgt:\r\n\r\nH<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen der \"spicy\" und der \"sweet\" Sauce im durchschnittlichen Geschmacksempfinden.\r\n\r\nH<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen der \"spicy\" und der \"sweet\" Sauce im durchschnittlichen Geschmacksempfinden.\r\n\r\nIn unserem Beispiel testen wir eine ungerichtete Hypothese. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen die Tests auch f\u00fcr gerichtete Hypothesen durchgef\u00fchrt werden, jedoch ben\u00f6tigen wir in diesen F\u00e4llen einschl\u00e4giges Vorwissen, auf welches wir unsere Vermutung st\u00fctzen k\u00f6nnen.\r\n<h2>Voraussetzungen \u00fcberpr\u00fcfen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Forschungshypothesen aufgestellt sind und der entsprechende Test ausgew\u00e4hlt wurde, m\u00fcssen anschlie\u00dfend die Voraussetzungen \u00fcberpr\u00fcft werden, bevor es an die eigentliche Testung geht. Die Voraussetzungen f\u00fcr den Rangsummentest nach Wilcoxon sowie den Mann-Whitney-U-Test sind:<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li>Die abh\u00e4ngige Variable muss mindestens ordinalskaliert sein.<\/li>\r\n \t<li>Es m\u00fcssen zwei voneinander unabh\u00e4ngige Stichproben vorliegen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\nIm Beispiel sind alle Voraussetzungen erf\u00fcllt, sodass wir zum n\u00e4chsten Schritt \u00fcbergehen k\u00f6nnen - der Berechnung der Rangsummen.\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\">Exptenwissen: Rangsummentest als verteilungsfreie Alternative zum t-Test<\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nOftmals werden die Rangsummentests auch f\u00fcr intervallskalierte Daten verwendet, falls die Voraussetzungen f\u00fcr die entsprechenden Test f\u00fcr intervallskalierte Daten (z.B. Normalverteilung der Daten) nicht gegeben sind. Aus diesem Grund sind die Rangsummen-Tests auch als die verteilungsfreie Alternative zum t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben (welchen wir sp\u00e4ter behandeln) bekannt.\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n&nbsp;\r\n<h1>13.2 Berechnung der Rangsummen<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor es an die Berechnung der Rangsummen geht, vergegenw\u00e4rtigen wir uns noch einmal unser Beispiel: Wir m\u00f6chten herausfinden, ob sich unsere Burgersaucen \"spicy\" und \"sweet\" geschmacklich unterscheiden und ob vielleicht eine der beiden besser schmeckt. Hierf\u00fcr lassen wir unsere \"spicy\" Sauce von 7 und unsere \"sweet\" Sauce von 8 FiveProfs Kunden testen und bewerten. Ihre Bewertungen wurden in der nachfolgenden Tabelle zusammengetragen:<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1006 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-1024x491.png\" alt=\"\" width=\"586\" height=\"281\" \/>\r\n\r\nNun m\u00f6chten wir f\u00fcr jede Testgruppe die Rangsumme berechnen, um die beiden Saucen anschlie\u00dfend auf Unterschiede testen zu k\u00f6nnen.\r\n<h2>1. Schritt: Daten beider Stichproben in eine Rangreihe bringen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Schritt werfen wir beide Stichproben \"in einen Topf\" und erstellen aus unseren <strong>zwei anf\u00e4nglichen Listen eine Gesamtliste<\/strong>. In ihr sortieren wir unsere Daten entweder aufsteigend oder absteigend nach ihren Auspr\u00e4gungen und erstellen somit eine gemeinsame Rangreihe. Tipp: Wenn Sie neben den einzelnen Auspr\u00e4gungen die jeweiligen Stichproben notieren, aus denen sie stammen, k\u00f6nnen Sie diese anschlie\u00dfend schneller wieder den beiden Gruppen zuordnen. In unserem Beispiel erhalten wir so folgende sortierte Gesamtliste:<\/p>\r\n<img class=\"wp-image-1007 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1.png\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"410\" \/>\r\n<h2>2. Schritt: Rangpl\u00e4tze bilden<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chstes bestimmen wir f\u00fcr jeden Messwert einen Rang. Hierf\u00fcr \"nummerieren\" wir unsere bestehende Rangreihe durch und schreiben neben dem jeweiligen Messwert einen entsprechenden Rangplatz von 1 bis n. Ob Sie hierbei die R\u00e4nge aufsteigend oder absteigend vergeben, bleibt Ihnen \u00fcberlassen. Sie sollten sich Ihre Rang-Logik dennoch merken, da sich aus ihr die sp\u00e4teren Rangsummen berechnen. In unserem Beispiel repr\u00e4sentieren kleinere R\u00e4nge (und demensprechend kleinere Rangsummen) eine schlechtere Geschmacksbewertung der Kunden:<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1010 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1.png\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"490\" \/>\r\n<h2>3. Schritt: verbundene R\u00e4nge bilden<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei <strong>gleichen Werten <\/strong>m\u00fcssen <strong>verbundene R\u00e4nge <\/strong>gebildet werden, da zwei gleiche Messwerte nicht als zwei verschiedene R\u00e4nge gewertet werden sollten. Beispielsweise sollte die Bewertung \"gut\" immer den gleichen Rang erhalten. Um diese verbundenen R\u00e4nge zu berechnen, bilden wir den Mittelwert aus den Rangpl\u00e4tzen der selben Messwerte. Anders gesagt vergeben wir f\u00fcr alle gleichen Auspr\u00e4gungen jeweils den mittleren Rang aller dieser Auspr\u00e4gung zugeordneten R\u00e4nge. So erhalten am Ende gleiche Geschmacksbewertungen auch den selben Rangplatz.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1009 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2.png\" alt=\"\" width=\"633\" height=\"505\" \/>\r\n<h2><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch2.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a>\r\n4. Schritt: Errechnen der Rangsumme f\u00fcr die jeweilige Stichprobe<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Rangpl\u00e4tze feststehen, teilen wir unsere stichproben\u00fcbergreifende Rangreihe wieder in die einzelnen Stichproben auf und bilden somit unsere anf\u00e4nglichen Listen - nur diesmal mit den dazugeh\u00f6rigen R\u00e4ngen. Anschlie\u00dfend summieren wir die R\u00e4nge in beiden Gruppen auf, sodass wir die jeweilige Rangsumme erhalten.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1011 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-1024x603.png\" alt=\"\" width=\"713\" height=\"420\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, dass die Burgersauce \"sweet\" eine deutlich h\u00f6here Rangsumme aufweist als unsere Burgersauce \"spicy\". Dieser Unterschied ergibt sich einerseits aus den verschiedenen Messwerten, jedoch auch durch die unterschiedlichen Gruppengr\u00f6\u00dfen der beiden Stichproben. So scheint es nur logisch, dass die Testgruppe \"Burgersauce sweet\" aufgrund ihrer gr\u00f6\u00dferen Probandenanzahl eine h\u00f6here Rangsumme aufweist. Um die Rangsummen der Gruppen vergleichbar zu machen, m\u00fcssen wir deshalb die durchschnittlichen Rangsummen berechnen.<\/p>\r\n\r\n<h2>5. Schritt: Berechnung der durchschnittlichen Rangsummen<\/h2>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Berechnung der durchschnittlichen Rangsummen teilen wir unsere eben errechneten Rangsummen durch die jeweilige Stichprobengr\u00f6\u00dfe.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1012 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-1024x382.png\" alt=\"\" width=\"588\" height=\"219\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnen wir unsere beiden Burgersaucen im Hinblick auf ihren Geschmack vergleichen. Zur Erinnerung: Je besser die Sauce geschmeckt hat, desto h\u00f6her war der Rang, der vergeben wurde. Dementsprechend bedeutet eine h\u00f6here durchschnittliche Rangsumme, dass die Sauce den befragten Kunden besser geschmeckt hat. In unserem Fall hat die Burgersauce \"sweet\" deutlich besser abgeschnitten als die Sauce \"spicy\". Doch ist dieser deskriptive Unterschied nur das Ergebnis eines Zufalls oder handelt es sich hierbei um eine statistisch signifikante Diskrepanz zwischen den beiden Stichproben? Um dies herauszufinden, k\u00f6nnen Sie sowohl den Rangsummentest nach Wilcoxon als auch den Man-Whitney-U-Test durchf\u00fchren. Beide Tests sind statistisch gleichwertig und unterscheiden sich in ihrem Ergebnis nicht. Beginnen wir zun\u00e4chst mit dem Rangsummentest nach Wilcoxon.<\/p>\r\nFalls noch einige Fragen zur Bildung von Rangsummen offengeblieben sind, veranschaulicht Ihnen das folgende Video die Berechnung anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs Kette.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/-1EsH6VtnBw\">13.2 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Berechnung der Rangsummen<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/-1EsH6VtnBw\r\n<h1>13.3 Rangsummentest nach Wilcoxon<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Rangsummentest nach Wilcoxon \u00fcberpr\u00fcft, ob es einen signifikanten Unterschied zwischen zwei unabh\u00e4ngigen Stichproben gibt. In unserem Burgersaucen-Beispiel kann er somit feststellen, ob der deskriptiv gefundene Unterschied zwischen den Saucen signifikant ist und auf die Kunden der FiveProfs-Kette verallgemeinert werden kann. Um ihn durchzuf\u00fchren, ermitteln wir, wie bereits bei unseren vorherigen Testverfahren, zun\u00e4chst die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe. Bei kleinen Stichprobengr\u00f6\u00dfen entspricht die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe W<sub>s <\/sub>der kleineren Rangsumme der beiden Stichproben. In unserem Beispiel erhalten wir so eine Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe von W<sub>s<\/sub>= 45,5, was der Rangsumme der Burgersauce \"spicy\" entspricht. Dieser empirische Wert wird anschlie\u00dfend mit dem kritischen Wert aus den entsprechenden Tabellen f\u00fcr den Rangsummentest nach Wilcoxon verglichen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei gr\u00f6\u00dferen Stichproben mit n&gt;20 (wobei die Mindestgr\u00f6\u00dfe in der Literatur zwischen 12 und 50 stark schwankt) ist die Pr\u00fcfstatistik hingegen ann\u00e4hernd normalverteilt, sodass wir in diesen F\u00e4llen unsere Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe in einen z-Wert umrechnen k\u00f6nnen. Hierzu f\u00fchren wir mit der Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe W<sub>s<\/sub> eine z-Transformation durch:<\/p>\r\n<img class=\"size-medium wp-image-1014 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-300x252.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"252\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Formel vergleicht die empirische Rangsumme W<sub>s\u00a0<\/sub>mit der erwarteten Rangsumme\u00a0unter Annahme der Nullhypothese. W<sub>s <\/sub>haben wir bereits im letzten Abschnitt berechnet und f\u00fcr unser Beispiel einen Wert von W<sub>s<\/sub>= 45,5 erhalten. Um nun den entsprechenden z-Wert zu errechnen, ben\u00f6tigen wir den Mittelwert und den Standardfehler der Normalverteilung, die f\u00fcr den vorliegenden Fall gesch\u00e4tzt (approximiert) wird. Bei der Normalverteilung handelt es sich jedoch nicht wie beim z-Test um die Normalverteilung der Mittelwerte. Hierbei betrachten wir stattdessen die Normalverteilung der Differenzen zwischen den Rangsummen der beiden Stichproben. Dessen Parameter lassen sich durch folgende Formeln berechnen:<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1016 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-1024x321.png\" alt=\"\" width=\"788\" height=\"247\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Ihnen die Berechnung dieser Formeln zu veranschaulichen, behalten wir unser bisheriges Burgersaucen-Beispiel bei, obwohl eine Approximation in die Normalverteilung streng genommen erst ab h\u00f6heren Stichprobengr\u00f6\u00dfen m\u00f6glich ist. In unserem Beispiel war die Stichprobengr\u00f6\u00dfe der kleineren Rangsumme n<sub>1<\/sub>=7, die andere Gruppe hatte eine Gr\u00f6\u00dfe von n<sub>2<\/sub>=8. Setzen wir dies in die Formeln ein, ergibt sich folgender z-Wert:<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1017 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-1024x425.png\" alt=\"\" width=\"730\" height=\"303\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um diesen z-Wert von -1,215 interpretieren und damit unsere Ausgangsfragestellung beantworten zu k\u00f6nnen, ob sich die Burgersaucen geschmacklich signifikant unterscheiden, vergleichen wir unseren errechneten z-Wert mit dem entsprechenden kritischen z-Wert, welchen wir aus den uns bekannten Normalverteilungstabellen ablesen k\u00f6nnen. Doch bevor wir dies tun, werfen wir einen Blick auf den \u00e4quivalenten Mann-Whitney-U-Test und wie man seine Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe berechnet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das folgende Video bietet Ihnen die M\u00f6glichkeit, die Berechnung des Rangsummentests nach Wilcoxon anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs-Kette nachzuvollziehen.<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/g8TdTpV-8N8\">13.3 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Wilcoxon Test<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/g8TdTpV-8N8\r\n<h1>13.4 Mann-Whitney-U-Test<\/h1>\r\nEbenso wie beim Rangsummentest nach Wilcoxon m\u00fcssen wir auch beim Mann-Whitney-U-Test zun\u00e4chst die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe - in diesem Fall ist es die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe U - berechnen, um unsere Stichproben auf signifikante Unterschiede testen zu k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr bestimmen wir f\u00fcr beide Testgruppen jeweils einen U-Wert nach folgender Formel:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1019 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-1024x342.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"342\" \/>\r\n\r\nWelches hierbei die erste oder zweite Gruppe ist, k\u00f6nnen Sie frei entscheiden. In unserem Beispiel ist die erste Gruppe Burgersauce \"spicy\" und die zweite Gruppe Burgersauce \"sweet\". Daraus ergeben sich folgende U-Werte:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1021 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-1024x181.png\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"145\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend w\u00e4hlen Sie den kleineren von beiden U-Werten aus und erhalten dadurch die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe U. In unserem Beispiel erhalten wir so einen Wert von U=17,5. Wie bereits beim Rangsummentest nach Wilcoxon kann auch diese Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe ab einer ausreichenden Stichprobengr\u00f6\u00dfe von n&gt;20 (dieser Wert schwankt stark in der Literatur) in eine Normalverteilung approximiert werden. In diesem Fall k\u00f6nnen wir unsere Teststatistik U mittels einer z-Transformation in einen z-Wert umrechnen.<\/p>\r\n<img class=\"size-medium wp-image-1022 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-300x252.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"252\" \/>\r\n\r\nUm nun den entsprechenden z-Wert zu ermitteln, m\u00fcssen wir, wie auch schon beim Rangsummentest nach Wilcoxon, noch den Mittelwert und Standardfehler der Rangsummen berechnen, da wir diese nicht vorliegen haben. Ihre Formeln lauten wie folgt:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1023 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-1024x278.png\" alt=\"\" width=\"932\" height=\"253\" \/>\r\n\r\nF\u00fcr unser Burgersaucen-Beispiel erhalten wir durch das Einsetzen so den folgenden z-Wert:\r\n\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1024 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-1024x419.png\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"288\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Sie sehen k\u00f6nnen, entspricht das Ergebnis des Mann-Whitney-U-Test dem des Wilcoxon Rangsummentests und wir erhalten wieder einen z-Wert von -1,215. Aus diesem Grund k\u00f6nnen Sie frei w\u00e4hlen, welchen der beiden Tests Sie f\u00fcr die Bestimmung von signifikanten Unterschieden verwenden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das folgende Video zeigt nochmal die Berechnung des Mann-Whitney-U Test an einem weiteren Beispiel:<\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/aF4h76sYaIo\">13.4 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Mann-Whitney-U-Test<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/aF4h76sYaIo\r\n\r\nDoch ist dieser z-Wert nun eine Best\u00e4tigung f\u00fcr unsere Hypothese, dass es einen geschmacklichen Unterschied zwischen beiden Burgersaucen gibt? Schauen wir uns hierzu die Interpretation der z-Werte an.\r\n<h1>13.5 Interpretation der Rangsummentests<\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der eben errechnete z-Wert gibt uns Auskunft dar\u00fcber, wie wahrscheinlich das Auftreten unserer Messwerte unter Annahme der Nullhypothese ist. Anders ausgedr\u00fcckt: Wenn die Burgersaucen in ihrem durchschnittlichen Geschmack gleich sind, wie wahrscheinlich ist das Auftreten unseres Unterschieds in den Rangsummen zwischen den zwei Saucen (45,5 vs. 74,5)? Ist das Auftreten unwahrscheinlich genug, k\u00f6nnen wir unsere Nullhypothese verwerfen und damit unsere Alternativhypothese annehmen. Hierzu vergleichen wir, wie bereits beim z-Test, unseren empirischen z-Wert mit dem kritischen z-Wert, der sich aus unserem Signifikanzniveau ergibt. Graphisch betrachtet versuchen wir damit herauszufinden, ob unser empirischer z-Wert im von uns definierten Ablehnungsbereich liegt.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1026 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-1024x409.png\" alt=\"\" width=\"656\" height=\"262\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Falle unserer ungerichteten Hypothese teilt sich der Ablehnungsbereich auf beide Seiten auf, dessen Grenzen durch den kritischen z-Wert ausgedr\u00fcckt werden. Welche die kritischen z-Werte zum jeweiligen Signifikanzniveau sind, k\u00f6nnen Sie in der nachfolgenden Tabelle nachlesen oder alternativ in der Normalverteilungstabellen, z.B. im <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/back-matter\/appendix-2\/\">Anhang<\/a>, nachschlagen.<\/p>\r\n\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 64px;\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>Signifikanz<\/strong><strong>niveau\u00a0<\/strong><\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>\u03b1-Fehler<\/strong><\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>1-\u03b1\/2<\/strong><\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>z<sub>1-\u03b1\/2<\/sub><\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">10%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">10%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">95%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1,65<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">5%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">5%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">97,5%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1,96<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 16px;\">\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">99,5%<\/td>\r\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">2,58<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Burgersaucen-Beispiel haben wir vorab ein Signifikanzniveau von 5% gew\u00e4hlt, wodurch unsere kritischen z-Werte bei +\/- 1,96 liegen. Diese vergleichen wir nun mit unserem empirischen z-Wert von -1,215. Da der Betrag unseres empirischen z-Werts kleiner ist als der der kritischen z-Werte, k\u00f6nnen wir unsere Nullhypothese nicht verwerfen und m\u00fcssen sie beibehalten.<\/p>\r\n<img class=\"aligncenter wp-image-1035 \" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-1024x485.png\" alt=\"\" width=\"696\" height=\"330\" \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nochmal zur Erinnerung: Zu Beginn des Kapitels haben wir uns gefragt, ob ein signifikanter Unterschied im Geschmack zwischen der Burgsauce \"spicy\" und der Burgersauce \"sweet\" besteht. Mittels unserer kleinen Studie konnten wir einen deskriptiven Unterschied in den Rangsummen feststellen, der jedoch nicht statistisch signifikant geworden ist. Somit behalten wir die Nullhypothese bei, dass es keinen Unterschied zwischen den beiden Burgersaucen gibt. Ein Beweis, dass beide Saucen gleich gut schmecken, ist das Testergebnis jedoch ebenfalls nicht. Es bedeutet lediglich, dass unsere Ergebnisse unter Annahme der Nullhypothese nicht unwahrscheinlich genug sind, als dass wir sie h\u00e4tten ablehnen k\u00f6nnen.<\/p>\r\nDas nachfolgende Video veranschaulicht Ihnen die Interpretation noch einmal anhand eines Beispiels aus der FiveProfs-Kette.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/THoNtxTRdd4\">13.5 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Interpretation<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/THoNtxTRdd4\r\n<h1>13.6 Rangsummentest in Jamovi berechnen<\/h1>\r\nDen Rangsummentest bzw. Mann-Whitney-U-Test erreicht man in Jamovi \u00fcber das Men\u00fc:\r\n\r\n<em><strong>Analysen &gt; t-Tests &gt; t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/em>\r\n\r\nHier kann mit einem Klick auf \u201eMann-Whitney U\u201c der Rangsummentest angefordert werden. Dazu w\u00e4hlt man zun\u00e4chst die \u201eAbh\u00e4ngige Variable\u201c die ein metrisches Skalenniveau haben sollte. Als n\u00e4chstes w\u00e4hlt man unter \u201eGruppierungsvariable\u201c die unabh\u00e4ngige Variable die dichotom, nominal skaliert sein muss \u2013 also nur genau zwei Auspr\u00e4gungen haben darf. Als Ergebnis erhalten wir einen Rangsummentest, der f\u00e4lschlicherweise in der \u00dcberschrift als \u201et-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben\u201c bezeichnet wird. Darunter erhalten wir jedoch unter \u201eStatistik\u201c den Mann-Whitney-U-Wert, der nicht interpretiert werden kann sowie den entscheidenden p-Wert. Dieser sagt uns wie wahrscheinlich solche Daten unter Annahme der H0 sind, also unter der Annahme, dass es keinen unterschied zwischen den Gruppen gibt. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir \u00fcber \u201eEffektst\u00e4rke\u201c noch Cohen's d ausgegeben. Dies wird im folgenden Video noch mal im Detail gezeigt.\r\n\r\nhttps:\/\/youtu.be\/U___EBC-_fE\r\n<h1>13.7 Rangsummentest in SPSS berechnen<\/h1>\r\nWir haben nun gesehen, dass die Berechnung des Rangsummentest von Hand mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Schneller geht es nat\u00fcrlich diesem mit dem Statistikprogramm SPSS zu berechnen. Das Men\u00fc zur Berechnung dieses Test ist wieder sehr gut versteckt. Sie m\u00fcssen zun\u00e4chst auf<em><strong>\u00a0\u201eNicht parametrische Test\u201c<\/strong>\u00a0<\/em>klicken, denn der Rangsummentest verwendet ordinale (also nicht metrisch-skalierte) Daten. Im n\u00e4chsten Schritt werden Ihnen verschiedene Assistenten angeboten. Da Sie jedoch schon wissen welchen Test Sie durchf\u00fchren wollen k\u00f6nnen Sie mit einem Klick auf <em><strong>\u201eKlassische Dialogfelder\u201c<\/strong><\/em>\u00a0direkt zur Auswahl des\u00a0<em><strong>\u201e2 unabh\u00e4ngige Stichproben\u201c<\/strong><\/em>\u00a0wechseln. Hier der ganze Pfad:\r\n\r\n<em><strong>Analysieren &gt; Nicht parametrische Test &gt; Klassische Dialogfelder &gt; 2 unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/em>\r\n\r\nMit diesem Men\u00fc lassen sich verschiedene nicht-parametrische Tests f\u00fcr 2 Testgruppen berechnen. Der Wilcoxon bzw. Mann-Whitney-U Test ist jedoch schon standardm\u00e4\u00dfig ausgew\u00e4hlt. Sie m\u00fcssen daher nun die Testvariable und die Gruppierungsvariable definieren. Wie das funktioniert wird im folgenden Video erl\u00e4utert.\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/HpPXgVkq9EU\">13.6 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten in SPSS berechnen<\/a>\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/HpPXgVkq9EU\r\n<h1>13.8 \u00dcbungsfragen<\/h1>\r\nBei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!\r\n\r\n[h5p id=\"120\"]\r\n\r\n[h5p id=\"121\"]\r\n\r\n[h5p id=\"122\"]\r\n\r\nIn diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht.\u00a0Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!\r\n\r\n[h5p id=\"123\"]\r\n\r\n[h5p id=\"124\"]\r\n\r\n[h5p id=\"125\"]\r\n<h1>13.9 \u00dcbungsaufgaben<\/h1>\r\n<h2>\u00dcbungsaufgabe Berechnung Rangsummentest<\/h2>\r\nDie FIVE PROFS Burger Kette m\u00f6chte pr\u00fcfen ihre\u00a0Kunden schlauer sind als die Kunden der Konkurrenz\r\n<div>Dazu haben wir je 10 zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Kunden von FIVE PROFS und von McRonaldo nach ihrem h\u00f6chsten Bildungsabschluss gefragt mit den Antwortm\u00f6glichkeiten: Hauptschule, Realschule, Abitur, Bachelor, Master.<\/div>\r\n<div>Das Ergebnis sehen Sie in unten stehender Tabelle. Berechnen Sie die Rangsummen und entscheiden Sie ob es einen signifikanten Unterscheid zwischen den Gruppen hinsichtlich des Bildungsabschlusses gibt.<\/div>\r\n<div>\r\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 120pt;\" border=\"0\" width=\"160\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt; width: 60pt;\" width=\"80\" height=\"19\">Mc Ronaldo<\/td>\r\n<td style=\"width: 60pt;\" width=\"80\">FIVE PROFS<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\"><\/td>\r\n<td><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Realschule<\/td>\r\n<td>Hauptschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Abitur<\/td>\r\n<td>Realschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Hauptschule<\/td>\r\n<td>Hauptschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Bachelor<\/td>\r\n<td>Hauptschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Abitur<\/td>\r\n<td>Abitur<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Realschule<\/td>\r\n<td>Bachelor<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Hauptschule<\/td>\r\n<td>Abitur<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Hauptschule<\/td>\r\n<td>Hauptschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Hauptschule<\/td>\r\n<td>Realschule<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\r\n<td style=\"height: 14.25pt;\" height=\"19\">Realschule<\/td>\r\n<td>Bachelor<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\nIm folgenden Video wird die L\u00f6sung Schritt f\u00fcr Schritt erkl\u00e4rt.\r\n\r\nhttps:\/\/www.youtube.com\/embed\/olseIl5Hs0U\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>\u00dcbungsaufgabe Interpretation Rangsummentest<\/h2>\r\nIm folgenden finden Sie den SPSS Output zu obiger Aufgabe zum Rangsummentest. Interpretieren Sie die Werte. Zu welchem Ergebnis kommen Sie?\r\n\r\n[h5p id=\"126\"]\r\n<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch3.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a>","rendered":"<h1>13.0 Einf\u00fchrung Rangsummentest<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Kapitel widmen wir uns der Testung von Unterschiedshypothesen. Diese versuchen die Frage zu beantworten, ob zwischen zwei oder mehreren Populationen ein Unterschied besteht bzw. ob sich zwei oder mehrere Populationen bez\u00fcglich einer (oder mehrerer) Variablen unterscheiden. Damit lassen sich\u00a0 beispielweise Fragen beantworten wie: &#8222;Essen BWL-Studierende mehr Burger als Jura-Studierende?&#8220; oder &#8222;Ist unsere &#8217;spicy&#8216; Burgersauce geschmacklich \u00fcberzeugender als unsere &#8217;sweet&#8216; Burgersauce?&#8220;. Durch den Vergleich von zwei Gruppen, k\u00f6nnen somit Aussagen \u00fcber folgende Forschungshypothesen getroffen werden:<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen den Testgruppen<\/p>\n<p>H<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen den Testgruppen (ungerichtete Hypothese)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Testgruppen, die auf einen Unterschied hin \u00fcberpr\u00fcft werden sollen, k\u00f6nnen hierbei unabh\u00e4ngig oder abh\u00e4ngig voneinander sein. Je nachdem welcher Fall vorliegt, werden andere statistische Tests in der Auswertung hinzugezogen. Im Fall unserer Burgersaucen haben wir beispielsweise abh\u00e4ngige Stichproben, wenn unsere Geschmackstester in einem Test beide Burgersauce bewerten sollen und diese Ratings miteinander verglichen werden. Beurteilt hingegen eine Gruppe die &#8217;spicy&#8216; Sauce und eine andere die &#8217;sweet&#8216; Sauce, sind beide Gruppen unabh\u00e4ngig voneinander. In diesem Kapitel schauen wir uns den zweiten Fall, also eine Testung von zwei <strong>unabh\u00e4ngigen Gruppen<\/strong>, genauer an. F\u00fcr unabh\u00e4ngige Gruppen existieren eine Reihe von Tests, die sich bez\u00fcglich ihrer Voraussetzungen, wie beispielsweise dem Skalenniveau der abh\u00e4ngigen Variable, unterscheiden.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 184px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\"><strong>Skala der abh\u00e4ngigen Variable<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\"><strong>M\u00f6gliche Tests f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Dichotom<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Vierfelder Chi-Quadrat-Test<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Nominal<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 16px;\">Mehrfelder Chi-Quadrat-Test<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 68px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Ordinal<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Mann-Whitney-U-Test<\/p>\n<p>Rangsummentest (Wilcoxon)<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 68px;\">\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">Intervall<\/td>\n<td style=\"width: 50%; height: 68px;\">t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben<\/p>\n<p>Welch-Test<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Chi-Quadrat-Test haben Sie bereits im letzten Kapitel kennengelernt. In diesem Kapitel widmen wir uns hingegen den statistischen Tests, die man im Falle von Ordinaldaten verwendet. Nochmal zur Erinnerung: Die Auspr\u00e4gungen von ordinalen Variablen lassen sich in eine klare Rangfolge bringen, jedoch kann man \u00fcber die Abst\u00e4nde zwischen den einzelnen Auspr\u00e4gungen keine Aussage treffen. Besonders im Bereich der Marktforschung sind viele Antwortskalen und damit auch die abh\u00e4ngige Variablen im strengen Sinne ordinalskaliert, obwohl sie oftmals als intervallskaliert betrachtet werden. So auch in unserem Beispiel der Burgersaucen. Nehmen wir an, wir m\u00f6chten unsere Burgersauce &#8222;sweet&#8220; mit unserer &#8222;spicy&#8220; Burgersauce vergleichen. Hierf\u00fcr f\u00fchren wir mit unseren Kunden ein Geschmackstest durch, in dem sie eine der beiden Burgersaucen auf einer 4-stufigen Skala bewerten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgersauce schmeckt&#8230;<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">\u2610<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">schlecht<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">herk\u00f6mmlich<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">gut<\/td>\n<td style=\"width: 25%; text-align: center;\">herausragend<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um den Geschmack der beiden Saucen anschlie\u00dfend auf signifikante Unterschiede zu \u00fcberpr\u00fcfen, m\u00fcssen wir einen Test f\u00fcr zwei unabh\u00e4ngige Stichproben durchf\u00fchren. In unserem Fall haben wir ordinalskalierte Daten und k\u00f6nnen somit den <strong>Rangsummentest nach Wilcoxon<\/strong> oder den <strong>Mann-Whitney-U-Test <\/strong>w\u00e4hlen. Bei den beiden Verfahren handelt es sich um verteilungsfreie (oder nicht parametrische) Tests, die keine bestimmte Verteilungsform voraussetzen und die Hypothese \u00fcberpr\u00fcfen, ob sich zwei unabh\u00e4ngige Gruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz unterscheiden. Ihre Hypothesen lauten:<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen beiden Testgruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz<\/p>\n<p>H<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen beiden Testgruppen hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz (ungerichtete Hypothese)<\/p>\n<p>Welchen der beiden Tests man durchf\u00fchrt, ist dabei nicht entscheidend, da beide Tests \u00fcber die gleichen Eigenschaften verf\u00fcgen und sich in ihren Ergebnissen nicht unterscheiden. Aufgrund dieser \u00c4quivalenz werden sie gemeinsam auch als <strong>Wilcoxon-Mann-Whitney-Test<\/strong> bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre zugrundeliegende Idee besteht darin, dass sie f\u00fcr den Vergleich der beiden Testgruppen nicht das Ma\u00df der zentralen Tendenz (hierbei w\u00e4re das der Median) sondern <strong>Rangsummen<\/strong> betrachten, die aus den R\u00e4ngen der Merkmalsauspr\u00e4gungen berechnet werden. Diese Rangsummen k\u00f6nnen als Pendant zum Mittelwert aufgefasst werden. Jedoch ber\u00fccksichtigen Rangsummen im Gegensatz zum Mittelwert keine Informationen \u00fcber die tats\u00e4chlichen Abst\u00e4nde zwischen den Messwerten, wodurch den Tests oft eine geringere Power (Testst\u00e4rke) unterstellt wird. Da wir jedoch ohnehin Ordinaldaten vorliegen haben, existieren diese Informationen \u00fcber die Abst\u00e4nde nicht und sollte daher auch nicht in die Berechnung eines Tests einflie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund werden in beiden Tests die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfen nicht aus den jeweiligen Messwerten, sondern aus deren Rangzahlen berechnet. Am Ende erhalten wir bei beiden Verfahren einen empirischen z-Wert, den wir, wie bereits im Kapitel z-Test\/Gau\u00dftest, mit unserem kritischen z-Wert vergleichen und so die Nullhypothese ablehnen oder best\u00e4tigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Doch wie sieht die Berechnung in der Praxis aus? Und wie kann ich aus meinen Daten Rangsummen bilden? Schauen wir uns die beiden Tests am Beispiel von Burgersaucen an.<\/p>\n<p>Falls Sie das Thema noch anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs-Kette nachvollziehen wollen, k\u00f6nnen Sie sich zudem das folgende Video begleitend anschauen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4RffIrnK-aA\">13.1 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Einf\u00fchrung<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.1 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Einf\u00fchrung\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4RffIrnK-aA?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.1 Voraussetzungen der Rangsummentests<\/h1>\n<h2>Hypothesen aufstellen<\/h2>\n<p>Vor der eigentlichen Testung auf signifikante Unterschiede bilden wir zun\u00e4chst unsere Forschungshypothesen. Die allgemeinen Forschungshypothesen des Rangsummentests nach Wilcoxon sowie des Mann-Whitney-U-Test haben Sie bereits im letzten Abschnitt kennengelernt. Bezogen auf unser Burgersaucen-Beispiel lauten unsere Hypothesen wie folgt:<\/p>\n<p>H<sub>0<\/sub>: Es gibt <strong>keinen<\/strong> Unterschied zwischen der &#8222;spicy&#8220; und der &#8222;sweet&#8220; Sauce im durchschnittlichen Geschmacksempfinden.<\/p>\n<p>H<sub>1<\/sub>: Es gibt <strong>einen<\/strong> Unterschied zwischen der &#8222;spicy&#8220; und der &#8222;sweet&#8220; Sauce im durchschnittlichen Geschmacksempfinden.<\/p>\n<p>In unserem Beispiel testen wir eine ungerichtete Hypothese. Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen die Tests auch f\u00fcr gerichtete Hypothesen durchgef\u00fchrt werden, jedoch ben\u00f6tigen wir in diesen F\u00e4llen einschl\u00e4giges Vorwissen, auf welches wir unsere Vermutung st\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Voraussetzungen \u00fcberpr\u00fcfen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Forschungshypothesen aufgestellt sind und der entsprechende Test ausgew\u00e4hlt wurde, m\u00fcssen anschlie\u00dfend die Voraussetzungen \u00fcberpr\u00fcft werden, bevor es an die eigentliche Testung geht. Die Voraussetzungen f\u00fcr den Rangsummentest nach Wilcoxon sowie den Mann-Whitney-U-Test sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Die abh\u00e4ngige Variable muss mindestens ordinalskaliert sein.<\/li>\n<li>Es m\u00fcssen zwei voneinander unabh\u00e4ngige Stichproben vorliegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Beispiel sind alle Voraussetzungen erf\u00fcllt, sodass wir zum n\u00e4chsten Schritt \u00fcbergehen k\u00f6nnen &#8211; der Berechnung der Rangsummen.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\">Exptenwissen: Rangsummentest als verteilungsfreie Alternative zum t-Test<\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Oftmals werden die Rangsummentests auch f\u00fcr intervallskalierte Daten verwendet, falls die Voraussetzungen f\u00fcr die entsprechenden Test f\u00fcr intervallskalierte Daten (z.B. Normalverteilung der Daten) nicht gegeben sind. Aus diesem Grund sind die Rangsummen-Tests auch als die verteilungsfreie Alternative zum t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben (welchen wir sp\u00e4ter behandeln) bekannt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>13.2 Berechnung der Rangsummen<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor es an die Berechnung der Rangsummen geht, vergegenw\u00e4rtigen wir uns noch einmal unser Beispiel: Wir m\u00f6chten herausfinden, ob sich unsere Burgersaucen &#8222;spicy&#8220; und &#8222;sweet&#8220; geschmacklich unterscheiden und ob vielleicht eine der beiden besser schmeckt. Hierf\u00fcr lassen wir unsere &#8222;spicy&#8220; Sauce von 7 und unsere &#8222;sweet&#8220; Sauce von 8 FiveProfs Kunden testen und bewerten. Ihre Bewertungen wurden in der nachfolgenden Tabelle zusammengetragen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1006\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-1024x491.png\" alt=\"\" width=\"586\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-1024x491.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-300x144.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-768x368.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-65x31.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-225x108.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4-350x168.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild5-4.png 1026w\" sizes=\"(max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/p>\n<p>Nun m\u00f6chten wir f\u00fcr jede Testgruppe die Rangsumme berechnen, um die beiden Saucen anschlie\u00dfend auf Unterschiede testen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>1. Schritt: Daten beider Stichproben in eine Rangreihe bringen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Schritt werfen wir beide Stichproben &#8222;in einen Topf&#8220; und erstellen aus unseren <strong>zwei anf\u00e4nglichen Listen eine Gesamtliste<\/strong>. In ihr sortieren wir unsere Daten entweder aufsteigend oder absteigend nach ihren Auspr\u00e4gungen und erstellen somit eine gemeinsame Rangreihe. Tipp: Wenn Sie neben den einzelnen Auspr\u00e4gungen die jeweiligen Stichproben notieren, aus denen sie stammen, k\u00f6nnen Sie diese anschlie\u00dfend schneller wieder den beiden Gruppen zuordnen. In unserem Beispiel erhalten wir so folgende sortierte Gesamtliste:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1007 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1.png\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1.png 333w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1-130x300.png 130w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1-65x150.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild6-1-225x521.png 225w\" sizes=\"(max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/><\/p>\n<h2>2. Schritt: Rangpl\u00e4tze bilden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als n\u00e4chstes bestimmen wir f\u00fcr jeden Messwert einen Rang. Hierf\u00fcr &#8222;nummerieren&#8220; wir unsere bestehende Rangreihe durch und schreiben neben dem jeweiligen Messwert einen entsprechenden Rangplatz von 1 bis n. Ob Sie hierbei die R\u00e4nge aufsteigend oder absteigend vergeben, bleibt Ihnen \u00fcberlassen. Sie sollten sich Ihre Rang-Logik dennoch merken, da sich aus ihr die sp\u00e4teren Rangsummen berechnen. In unserem Beispiel repr\u00e4sentieren kleinere R\u00e4nge (und demensprechend kleinere Rangsummen) eine schlechtere Geschmacksbewertung der Kunden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1010\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1.png\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"490\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1.png 563w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1-213x300.png 213w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1-65x92.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1-225x317.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild9-1-350x493.png 350w\" sizes=\"(max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<h2>3. Schritt: verbundene R\u00e4nge bilden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei <strong>gleichen Werten <\/strong>m\u00fcssen <strong>verbundene R\u00e4nge <\/strong>gebildet werden, da zwei gleiche Messwerte nicht als zwei verschiedene R\u00e4nge gewertet werden sollten. Beispielsweise sollte die Bewertung &#8222;gut&#8220; immer den gleichen Rang erhalten. Um diese verbundenen R\u00e4nge zu berechnen, bilden wir den Mittelwert aus den Rangpl\u00e4tzen der selben Messwerte. Anders gesagt vergeben wir f\u00fcr alle gleichen Auspr\u00e4gungen jeweils den mittleren Rang aller dieser Auspr\u00e4gung zugeordneten R\u00e4nge. So erhalten am Ende gleiche Geschmacksbewertungen auch den selben Rangplatz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1009\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2.png\" alt=\"\" width=\"633\" height=\"505\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2.png 994w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2-300x239.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2-768x613.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2-65x52.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2-225x180.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild8-2-350x279.png 350w\" sizes=\"(max-width: 633px) 100vw, 633px\" \/><\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch2.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><br \/>\n4. Schritt: Errechnen der Rangsumme f\u00fcr die jeweilige Stichprobe<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Rangpl\u00e4tze feststehen, teilen wir unsere stichproben\u00fcbergreifende Rangreihe wieder in die einzelnen Stichproben auf und bilden somit unsere anf\u00e4nglichen Listen &#8211; nur diesmal mit den dazugeh\u00f6rigen R\u00e4ngen. Anschlie\u00dfend summieren wir die R\u00e4nge in beiden Gruppen auf, sodass wir die jeweilige Rangsumme erhalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1011\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-1024x603.png\" alt=\"\" width=\"713\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-1024x603.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-300x177.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-768x452.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-65x38.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-225x132.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1-350x206.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild10-1.png 1026w\" sizes=\"(max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, dass die Burgersauce &#8222;sweet&#8220; eine deutlich h\u00f6here Rangsumme aufweist als unsere Burgersauce &#8222;spicy&#8220;. Dieser Unterschied ergibt sich einerseits aus den verschiedenen Messwerten, jedoch auch durch die unterschiedlichen Gruppengr\u00f6\u00dfen der beiden Stichproben. So scheint es nur logisch, dass die Testgruppe &#8222;Burgersauce sweet&#8220; aufgrund ihrer gr\u00f6\u00dferen Probandenanzahl eine h\u00f6here Rangsumme aufweist. Um die Rangsummen der Gruppen vergleichbar zu machen, m\u00fcssen wir deshalb die durchschnittlichen Rangsummen berechnen.<\/p>\n<h2>5. Schritt: Berechnung der durchschnittlichen Rangsummen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Berechnung der durchschnittlichen Rangsummen teilen wir unsere eben errechneten Rangsummen durch die jeweilige Stichprobengr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1012\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-1024x382.png\" alt=\"\" width=\"588\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-1024x382.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-300x112.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-768x287.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-65x24.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-225x84.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1-350x131.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-1.png 1026w\" sizes=\"(max-width: 588px) 100vw, 588px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnen wir unsere beiden Burgersaucen im Hinblick auf ihren Geschmack vergleichen. Zur Erinnerung: Je besser die Sauce geschmeckt hat, desto h\u00f6her war der Rang, der vergeben wurde. Dementsprechend bedeutet eine h\u00f6here durchschnittliche Rangsumme, dass die Sauce den befragten Kunden besser geschmeckt hat. In unserem Fall hat die Burgersauce &#8222;sweet&#8220; deutlich besser abgeschnitten als die Sauce &#8222;spicy&#8220;. Doch ist dieser deskriptive Unterschied nur das Ergebnis eines Zufalls oder handelt es sich hierbei um eine statistisch signifikante Diskrepanz zwischen den beiden Stichproben? Um dies herauszufinden, k\u00f6nnen Sie sowohl den Rangsummentest nach Wilcoxon als auch den Man-Whitney-U-Test durchf\u00fchren. Beide Tests sind statistisch gleichwertig und unterscheiden sich in ihrem Ergebnis nicht. Beginnen wir zun\u00e4chst mit dem Rangsummentest nach Wilcoxon.<\/p>\n<p>Falls noch einige Fragen zur Bildung von Rangsummen offengeblieben sind, veranschaulicht Ihnen das folgende Video die Berechnung anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs Kette.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/-1EsH6VtnBw\">13.2 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Berechnung der Rangsummen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.2 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Berechnung der Rangsummen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/-1EsH6VtnBw?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.3 Rangsummentest nach Wilcoxon<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Rangsummentest nach Wilcoxon \u00fcberpr\u00fcft, ob es einen signifikanten Unterschied zwischen zwei unabh\u00e4ngigen Stichproben gibt. In unserem Burgersaucen-Beispiel kann er somit feststellen, ob der deskriptiv gefundene Unterschied zwischen den Saucen signifikant ist und auf die Kunden der FiveProfs-Kette verallgemeinert werden kann. Um ihn durchzuf\u00fchren, ermitteln wir, wie bereits bei unseren vorherigen Testverfahren, zun\u00e4chst die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe. Bei kleinen Stichprobengr\u00f6\u00dfen entspricht die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe W<sub>s <\/sub>der kleineren Rangsumme der beiden Stichproben. In unserem Beispiel erhalten wir so eine Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe von W<sub>s<\/sub>= 45,5, was der Rangsumme der Burgersauce &#8222;spicy&#8220; entspricht. Dieser empirische Wert wird anschlie\u00dfend mit dem kritischen Wert aus den entsprechenden Tabellen f\u00fcr den Rangsummentest nach Wilcoxon verglichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei gr\u00f6\u00dferen Stichproben mit n&gt;20 (wobei die Mindestgr\u00f6\u00dfe in der Literatur zwischen 12 und 50 stark schwankt) ist die Pr\u00fcfstatistik hingegen ann\u00e4hernd normalverteilt, sodass wir in diesen F\u00e4llen unsere Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe in einen z-Wert umrechnen k\u00f6nnen. Hierzu f\u00fchren wir mit der Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe W<sub>s<\/sub> eine z-Transformation durch:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1014 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-300x252.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-300x252.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-65x55.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-225x189.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2-350x294.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild11-2.png 753w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Formel vergleicht die empirische Rangsumme W<sub>s\u00a0<\/sub>mit der erwarteten Rangsumme\u00a0unter Annahme der Nullhypothese. W<sub>s <\/sub>haben wir bereits im letzten Abschnitt berechnet und f\u00fcr unser Beispiel einen Wert von W<sub>s<\/sub>= 45,5 erhalten. Um nun den entsprechenden z-Wert zu errechnen, ben\u00f6tigen wir den Mittelwert und den Standardfehler der Normalverteilung, die f\u00fcr den vorliegenden Fall gesch\u00e4tzt (approximiert) wird. Bei der Normalverteilung handelt es sich jedoch nicht wie beim z-Test um die Normalverteilung der Mittelwerte. Hierbei betrachten wir stattdessen die Normalverteilung der Differenzen zwischen den Rangsummen der beiden Stichproben. Dessen Parameter lassen sich durch folgende Formeln berechnen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1016\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-1024x321.png\" alt=\"\" width=\"788\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-1024x321.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-300x94.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-768x241.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-1536x482.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-65x20.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-225x71.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2-350x110.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild12-2.png 1622w\" sizes=\"(max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Ihnen die Berechnung dieser Formeln zu veranschaulichen, behalten wir unser bisheriges Burgersaucen-Beispiel bei, obwohl eine Approximation in die Normalverteilung streng genommen erst ab h\u00f6heren Stichprobengr\u00f6\u00dfen m\u00f6glich ist. In unserem Beispiel war die Stichprobengr\u00f6\u00dfe der kleineren Rangsumme n<sub>1<\/sub>=7, die andere Gruppe hatte eine Gr\u00f6\u00dfe von n<sub>2<\/sub>=8. Setzen wir dies in die Formeln ein, ergibt sich folgender z-Wert:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1017\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-1024x425.png\" alt=\"\" width=\"730\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-1024x425.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-300x125.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-768x319.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-1536x637.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-65x27.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-225x93.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1-350x145.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild13-1.png 1624w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um diesen z-Wert von -1,215 interpretieren und damit unsere Ausgangsfragestellung beantworten zu k\u00f6nnen, ob sich die Burgersaucen geschmacklich signifikant unterscheiden, vergleichen wir unseren errechneten z-Wert mit dem entsprechenden kritischen z-Wert, welchen wir aus den uns bekannten Normalverteilungstabellen ablesen k\u00f6nnen. Doch bevor wir dies tun, werfen wir einen Blick auf den \u00e4quivalenten Mann-Whitney-U-Test und wie man seine Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe berechnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das folgende Video bietet Ihnen die M\u00f6glichkeit, die Berechnung des Rangsummentests nach Wilcoxon anhand eines weiteren Beispiels aus der FiveProfs-Kette nachzuvollziehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/g8TdTpV-8N8\">13.3 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Wilcoxon Test<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.3 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Wilcoxon Test\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/g8TdTpV-8N8?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.4 Mann-Whitney-U-Test<\/h1>\n<p>Ebenso wie beim Rangsummentest nach Wilcoxon m\u00fcssen wir auch beim Mann-Whitney-U-Test zun\u00e4chst die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe &#8211; in diesem Fall ist es die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe U &#8211; berechnen, um unsere Stichproben auf signifikante Unterschiede testen zu k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr bestimmen wir f\u00fcr beide Testgruppen jeweils einen U-Wert nach folgender Formel:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1019 size-large\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-1024x342.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-1024x342.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-300x100.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-768x256.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-1536x513.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-65x22.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-225x75.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2-350x117.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild14-2.png 1606w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Welches hierbei die erste oder zweite Gruppe ist, k\u00f6nnen Sie frei entscheiden. In unserem Beispiel ist die erste Gruppe Burgersauce &#8222;spicy&#8220; und die zweite Gruppe Burgersauce &#8222;sweet&#8220;. Daraus ergeben sich folgende U-Werte:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1021\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-1024x181.png\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-1024x181.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-300x53.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-768x136.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-1536x272.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-65x11.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-225x40.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3-350x62.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild15-3.png 1618w\" sizes=\"(max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend w\u00e4hlen Sie den kleineren von beiden U-Werten aus und erhalten dadurch die Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe U. In unserem Beispiel erhalten wir so einen Wert von U=17,5. Wie bereits beim Rangsummentest nach Wilcoxon kann auch diese Pr\u00fcfgr\u00f6\u00dfe ab einer ausreichenden Stichprobengr\u00f6\u00dfe von n&gt;20 (dieser Wert schwankt stark in der Literatur) in eine Normalverteilung approximiert werden. In diesem Fall k\u00f6nnen wir unsere Teststatistik U mittels einer z-Transformation in einen z-Wert umrechnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1022 aligncenter\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-300x252.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-300x252.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-65x55.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-225x189.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2-350x294.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild16-2.png 753w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Um nun den entsprechenden z-Wert zu ermitteln, m\u00fcssen wir, wie auch schon beim Rangsummentest nach Wilcoxon, noch den Mittelwert und Standardfehler der Rangsummen berechnen, da wir diese nicht vorliegen haben. Ihre Formeln lauten wie folgt:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1023\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-1024x278.png\" alt=\"\" width=\"932\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-1024x278.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-300x81.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-768x209.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-1536x417.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-65x18.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-225x61.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1-350x95.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild17-1.png 1631w\" sizes=\"(max-width: 932px) 100vw, 932px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr unser Burgersaucen-Beispiel erhalten wir durch das Einsetzen so den folgenden z-Wert:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1024\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-1024x419.png\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-1024x419.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-300x123.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-768x314.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-1536x629.png 1536w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-65x27.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-225x92.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2-350x143.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild18-2.png 1624w\" sizes=\"(max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Sie sehen k\u00f6nnen, entspricht das Ergebnis des Mann-Whitney-U-Test dem des Wilcoxon Rangsummentests und wir erhalten wieder einen z-Wert von -1,215. Aus diesem Grund k\u00f6nnen Sie frei w\u00e4hlen, welchen der beiden Tests Sie f\u00fcr die Bestimmung von signifikanten Unterschieden verwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das folgende Video zeigt nochmal die Berechnung des Mann-Whitney-U Test an einem weiteren Beispiel:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/aF4h76sYaIo\">13.4 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Mann-Whitney-U-Test<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.4 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Mann-Whitney-U-Test\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aF4h76sYaIo?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Doch ist dieser z-Wert nun eine Best\u00e4tigung f\u00fcr unsere Hypothese, dass es einen geschmacklichen Unterschied zwischen beiden Burgersaucen gibt? Schauen wir uns hierzu die Interpretation der z-Werte an.<\/p>\n<h1>13.5 Interpretation der Rangsummentests<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der eben errechnete z-Wert gibt uns Auskunft dar\u00fcber, wie wahrscheinlich das Auftreten unserer Messwerte unter Annahme der Nullhypothese ist. Anders ausgedr\u00fcckt: Wenn die Burgersaucen in ihrem durchschnittlichen Geschmack gleich sind, wie wahrscheinlich ist das Auftreten unseres Unterschieds in den Rangsummen zwischen den zwei Saucen (45,5 vs. 74,5)? Ist das Auftreten unwahrscheinlich genug, k\u00f6nnen wir unsere Nullhypothese verwerfen und damit unsere Alternativhypothese annehmen. Hierzu vergleichen wir, wie bereits beim z-Test, unseren empirischen z-Wert mit dem kritischen z-Wert, der sich aus unserem Signifikanzniveau ergibt. Graphisch betrachtet versuchen wir damit herauszufinden, ob unser empirischer z-Wert im von uns definierten Ablehnungsbereich liegt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1026\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-1024x409.png\" alt=\"\" width=\"656\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-1024x409.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-300x120.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-768x307.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-65x26.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-225x90.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1-350x140.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild19-1.png 1386w\" sizes=\"(max-width: 656px) 100vw, 656px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Falle unserer ungerichteten Hypothese teilt sich der Ablehnungsbereich auf beide Seiten auf, dessen Grenzen durch den kritischen z-Wert ausgedr\u00fcckt werden. Welche die kritischen z-Werte zum jeweiligen Signifikanzniveau sind, k\u00f6nnen Sie in der nachfolgenden Tabelle nachlesen oder alternativ in der Normalverteilungstabellen, z.B. im <a href=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/back-matter\/appendix-2\/\">Anhang<\/a>, nachschlagen.<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 64px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>Signifikanz<\/strong><strong>niveau\u00a0<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>\u03b1-Fehler<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>1-\u03b1\/2<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\"><strong>z<sub>1-\u03b1\/2<\/sub><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">10%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">10%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">95%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1,65<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">5%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">5%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">97,5%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1,96<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 16px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">1%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">99,5%<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 16px;\">2,58<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Burgersaucen-Beispiel haben wir vorab ein Signifikanzniveau von 5% gew\u00e4hlt, wodurch unsere kritischen z-Werte bei +\/- 1,96 liegen. Diese vergleichen wir nun mit unserem empirischen z-Wert von -1,215. Da der Betrag unseres empirischen z-Werts kleiner ist als der der kritischen z-Werte, k\u00f6nnen wir unsere Nullhypothese nicht verwerfen und m\u00fcssen sie beibehalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1035\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-1024x485.png\" alt=\"\" width=\"696\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-1024x485.png 1024w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-300x142.png 300w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-768x364.png 768w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-65x31.png 65w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-225x107.png 225w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1-350x166.png 350w, https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/Bild21-1.png 1399w\" sizes=\"(max-width: 696px) 100vw, 696px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nochmal zur Erinnerung: Zu Beginn des Kapitels haben wir uns gefragt, ob ein signifikanter Unterschied im Geschmack zwischen der Burgsauce &#8222;spicy&#8220; und der Burgersauce &#8222;sweet&#8220; besteht. Mittels unserer kleinen Studie konnten wir einen deskriptiven Unterschied in den Rangsummen feststellen, der jedoch nicht statistisch signifikant geworden ist. Somit behalten wir die Nullhypothese bei, dass es keinen Unterschied zwischen den beiden Burgersaucen gibt. Ein Beweis, dass beide Saucen gleich gut schmecken, ist das Testergebnis jedoch ebenfalls nicht. Es bedeutet lediglich, dass unsere Ergebnisse unter Annahme der Nullhypothese nicht unwahrscheinlich genug sind, als dass wir sie h\u00e4tten ablehnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das nachfolgende Video veranschaulicht Ihnen die Interpretation noch einmal anhand eines Beispiels aus der FiveProfs-Kette.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/THoNtxTRdd4\">13.5 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Interpretation<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.5 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten | Interpretation\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/THoNtxTRdd4?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.6 Rangsummentest in Jamovi berechnen<\/h1>\n<p>Den Rangsummentest bzw. Mann-Whitney-U-Test erreicht man in Jamovi \u00fcber das Men\u00fc:<\/p>\n<p><em><strong>Analysen &gt; t-Tests &gt; t-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Hier kann mit einem Klick auf \u201eMann-Whitney U\u201c der Rangsummentest angefordert werden. Dazu w\u00e4hlt man zun\u00e4chst die \u201eAbh\u00e4ngige Variable\u201c die ein metrisches Skalenniveau haben sollte. Als n\u00e4chstes w\u00e4hlt man unter \u201eGruppierungsvariable\u201c die unabh\u00e4ngige Variable die dichotom, nominal skaliert sein muss \u2013 also nur genau zwei Auspr\u00e4gungen haben darf. Als Ergebnis erhalten wir einen Rangsummentest, der f\u00e4lschlicherweise in der \u00dcberschrift als \u201et-Test f\u00fcr unabh\u00e4ngige Stichproben\u201c bezeichnet wird. Darunter erhalten wir jedoch unter \u201eStatistik\u201c den Mann-Whitney-U-Wert, der nicht interpretiert werden kann sowie den entscheidenden p-Wert. Dieser sagt uns wie wahrscheinlich solche Daten unter Annahme der H0 sind, also unter der Annahme, dass es keinen unterschied zwischen den Gruppen gibt. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir \u00fcber \u201eEffektst\u00e4rke\u201c noch Cohen&#8217;s d ausgegeben. Dies wird im folgenden Video noch mal im Detail gezeigt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.6 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten in Jamovi\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/U___EBC-_fE?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.7 Rangsummentest in SPSS berechnen<\/h1>\n<p>Wir haben nun gesehen, dass die Berechnung des Rangsummentest von Hand mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Schneller geht es nat\u00fcrlich diesem mit dem Statistikprogramm SPSS zu berechnen. Das Men\u00fc zur Berechnung dieses Test ist wieder sehr gut versteckt. Sie m\u00fcssen zun\u00e4chst auf<em><strong>\u00a0\u201eNicht parametrische Test\u201c<\/strong>\u00a0<\/em>klicken, denn der Rangsummentest verwendet ordinale (also nicht metrisch-skalierte) Daten. Im n\u00e4chsten Schritt werden Ihnen verschiedene Assistenten angeboten. Da Sie jedoch schon wissen welchen Test Sie durchf\u00fchren wollen k\u00f6nnen Sie mit einem Klick auf <em><strong>\u201eKlassische Dialogfelder\u201c<\/strong><\/em>\u00a0direkt zur Auswahl des\u00a0<em><strong>\u201e2 unabh\u00e4ngige Stichproben\u201c<\/strong><\/em>\u00a0wechseln. Hier der ganze Pfad:<\/p>\n<p><em><strong>Analysieren &gt; Nicht parametrische Test &gt; Klassische Dialogfelder &gt; 2 unabh\u00e4ngige Stichproben<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Mit diesem Men\u00fc lassen sich verschiedene nicht-parametrische Tests f\u00fcr 2 Testgruppen berechnen. Der Wilcoxon bzw. Mann-Whitney-U Test ist jedoch schon standardm\u00e4\u00dfig ausgew\u00e4hlt. Sie m\u00fcssen daher nun die Testvariable und die Gruppierungsvariable definieren. Wie das funktioniert wird im folgenden Video erl\u00e4utert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/HpPXgVkq9EU\">13.6 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten in SPSS berechnen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.6 Rangsummentest f\u00fcr Ordinaldaten in SPSS berechnen\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/HpPXgVkq9EU?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h1>13.8 \u00dcbungsfragen<\/h1>\n<p>Bei den folgenden Aufgaben k\u00f6nnen Sie Ihr theoretisches Verst\u00e4ndnis unter Beweis stellen. Auf den Karteikarten sind jeweils auf der Vorderseite die Frage und auf der R\u00fcckseite die Antwort dargestellt. Viel Erfolg bei der Bearbeitung!<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-120\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"120\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-121\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"121\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-122\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"122\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p>In diesem Teil sollen verschiedene Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Form von Multiple Choice Aufgaben soll f\u00fcr jede Aussage gepr\u00fcft werden, ob diese stimmt oder nicht.\u00a0Wenn die Aussage richtig ist, klicke auf das Quadrat am Anfang der jeweiligen Aussage. Viel Erfolg!<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-123\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"123\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-124\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"124\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-125\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"125\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<h1>13.9 \u00dcbungsaufgaben<\/h1>\n<h2>\u00dcbungsaufgabe Berechnung Rangsummentest<\/h2>\n<p>Die FIVE PROFS Burger Kette m\u00f6chte pr\u00fcfen ihre\u00a0Kunden schlauer sind als die Kunden der Konkurrenz<\/p>\n<div>Dazu haben wir je 10 zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Kunden von FIVE PROFS und von McRonaldo nach ihrem h\u00f6chsten Bildungsabschluss gefragt mit den Antwortm\u00f6glichkeiten: Hauptschule, Realschule, Abitur, Bachelor, Master.<\/div>\n<div>Das Ergebnis sehen Sie in unten stehender Tabelle. Berechnen Sie die Rangsummen und entscheiden Sie ob es einen signifikanten Unterscheid zwischen den Gruppen hinsichtlich des Bildungsabschlusses gibt.<\/div>\n<div>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 120pt; width: 160px; border-spacing: 0px;\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; width: 60pt; width: 80px; height: 19px;\">Mc Ronaldo<\/td>\n<td style=\"width: 60pt; width: 80px;\">FIVE PROFS<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\"><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Realschule<\/td>\n<td>Hauptschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Abitur<\/td>\n<td>Realschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Hauptschule<\/td>\n<td>Hauptschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Bachelor<\/td>\n<td>Hauptschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Abitur<\/td>\n<td>Abitur<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Realschule<\/td>\n<td>Bachelor<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Hauptschule<\/td>\n<td>Abitur<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Hauptschule<\/td>\n<td>Hauptschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Hauptschule<\/td>\n<td>Realschule<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 14.25pt;\">\n<td style=\"height: 14.25pt; height: 19px;\">Realschule<\/td>\n<td>Bachelor<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Im folgenden Video wird die L\u00f6sung Schritt f\u00fcr Schritt erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"13.7 \u00dcbungsaufgabe Rangsummentest Berechnen (Wilcoxon Verfahren)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/olseIl5Hs0U?feature=oembed&#38;rel=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<h2>\u00dcbungsaufgabe Interpretation Rangsummentest<\/h2>\n<p>Im folgenden finden Sie den SPSS Output zu obiger Aufgabe zum Rangsummentest. Interpretieren Sie die Werte. Zu welchem Ergebnis kommen Sie?<\/p>\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-126\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"126\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3dYLUip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1675 size-full\" src=\"http:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/03\/Buch3.jpg\" alt=\"Das Statistik Buch von Five Profs\" width=\"1200\" height=\"800\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"menu_order":4,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"part":99,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/103"}],"collection":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1870,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/103\/revisions\/1870"}],"part":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/99"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/103\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=103"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=103"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/statistikgrundlagen.de\/ebook\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}