Hypothesentests

IV Hypothesentest

Hypothesentests (kurz für: Nullhypothesen-Signifikanztests) sind eines der wichtigsten Werkzeuge im Forschungsprozess der Sozialwissenschaften. Die Grundidee ist hierbei recht einfach: Wir postulieren Eigenschaften der Population und prüfen, inwieweit diese durch die Daten einer Stichprobe bestätigt werden können. D.h. wir stellen eine Behauptung (Hypothese) über die Welt auf, die wir empirisch anhand einer Stichprobe überprüfen möchten. Diese Behauptungen können entweder aufgrund von Beobachtungen, bestehender Forschung oder aus eigener Überlegung aufgestellt werden. Beispielsweise haben Sie vielleicht bemerkt, dass Sie bei Klausuren schlechter abschneiden, wenn Sie die Nacht vor der Klausur schlecht geschlafen haben. Somit stellen Sie die Vermutung (Hypothese) auf, dass Schlafmangel vor der Statistik-Klausur die Note verschlechtert.

Hypothesentests sind also Methoden, mit denen Behauptungen über unsere Wirklichkeit überprüft werden können. Während die grundsätzliche Funktionsweise dieser Methoden sehr ähnlich ist, gibt es für verschiedene Fragestellungen sehr unterschiedliche Tests mit oft lustigen Namen wie Gauß-Test, Z-Zest oder Wilcoxon-Test. In der Praxis ist es daher entscheidend zu wissen, welcher Test wann eingesetzt werden kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Zunächst einmal wollen wir uns aber nun damit beschäftigen, was eine Hypothese überhaupt ist und wie man diese aufstellt.

Das folgende Video gibt einen ersten Einblick in das Thema Hypothesentest.

Video 10.1 Hypothesentest Signifikanztest | Einführung

 

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